Mittwoch, 12. Juli 2017

Das kleine BDSM-ABC [K]

Huhu!

Weil einige von euch es sich gewünscht haben, habe ich heute eine kleine ABC-Liste mit den gängigsten BDSM-Begriffen für euch vorbereitet. Ich hoffe, das kleine „Lexikon“ kann euch das eine oder andere Wort näher bringen.

ALLES WAS IHR HIER LEST GESCHIEHT AUF FREIWILLIGER BASIS UND MUSS SEHR SORGFÄLTIG UND VORSICHTIG AUSGEÜBT WERDEN!
FALSH AUSGEFÜHRT, IST ALLES HIER GEFÄHRLICH UND IHR SOLLTET ES NUR NACHMACHEN, WENN IHR EUCH DAMIT AUSKENNT!
ALLGEMEIN GILT: JEDER MENSCH HAT ANDERE VORLIEBEN UND FETISCHE, VON DENEN ICH NICHT WILL, DASS SIE AUF MEINEM BLOG VERURTEILT WEREN!

A
Abbinden: Hierbei werden Körperteile abgebunden, um sie z.B. schmerzempfindlicher zu machen. Das Tragen eines „Cockrings“ verzögert zudem einen Orgasmus
Ampelcode: Eine gängige Methode, die als „Safeword“ angewendet wird. Grün bedeutet, alles ist in Ordnung, Gelb bedeutet langsamer machen und Rot bedeutet Stopp
Angstspiele: Spiele bei denen man gezielt mit den Ängsten des Sub spielt. Folglich können sie sehr unterschiedlich ausfallen, da ja jeder vor etwas anderem Angst hat. Das kann von einfacher Androhung von Strafen bis hin zum Spiel mit Ängsten wie Höhe oder Enge alles sein
Atemkontrolle: Hierbei erschwert oder unterbricht der Dom kurzzeitig die Atmung des Subs. Entweder mit Toys, den bloßen Händen oder z.B. auch durch den „Deep Throat“ beim Blasen
Augenbinde: Ein einfaches Hilfsmittel um den Sub die Sicht zu nehmen und so sensibler zu machen
Absturz: Emotionaler Absturz der während oder nach einem Spiel auftreten kann, weil es zu heftig war oder der Dom bzw. Sub aus anderen Gründen einfach emotional aufgewühlt ist. Deshalb ist die „Nachsorge“ auch so wichtig
Anal: Ist klar, beim Analsex wird der Penis in den After eingeführt
Andreaskreuz: Ein großes Holz-X, an welches der Sub gebunden werden kann

B
Bastonade: Dabei wird die Fußsohle gereizt, meist durch Schläge – ihr könnt euch die Stärke der Schmerzen vorstellen
BDSM: (=Bondage, Dominance, Submission, Sadism, Masochism) Überbegriff für alle Spiele, die mit Bondage, Machtgefälle und Schmerz zu tun haben
Beißen: Bisse werden zur Stimulation oder Bestrafung eingesetzt
Bestrafung: Wenn ein Sub nicht seine Anweisungen befolgt, kann der Dom ihn „bestrafen“, in dem er z.B. Spielarten anwendet, die der Sub nicht so mag (die aber natürlich noch innerhalb der Grenzen des Subs sind)
Bloodplay: Eine sehr spezielle Spielart, bei der z.B. „Cuttings“ zur Anwendung kommen können. Letztlich dreht sich alles ums Blut, fließt es erstmal, geht es auch um das Ablecken/Trinken/Whatever
Bondage: Bezeichnet im Prinzip sämtliche Fesslungsarten, die einen Sub in Position halten oder auch zum „Abbinden“ taugen. Gefesselt ist ein Sub dem Dom hilflos ausgesetzt, was auf viele großen Reiz ausübt
Branding: Manche reizt es, Brandmale oder Brandzeichen zu setzen bzw. zu bekommen


C
Cockring: Ein Ring, den man um die Peniswurzel anbringt, um so einen Orgasmus länger hinausschieben zu können
Cockcage: Ein enger Käfig, der um den Penis liegt und ihn so daran hindert, voll zu erigieren
CBT: (=Cock and Ball Torture) Folter von Hoden und Penis z.B. durch quetschen, langziehen oder leichte Schläge
Cutting: Hierbei wird Haut mit Messern oder ähnlichem eingeritzt. Gehört mit zu den „Klinikspielen“

D
Doggystyle: Wir alle kennen diese Sexstellung. Im BDSM ist sie deshalb so beliebt, weil der passive Part so in eine sehr unterwürfige Haltung gezwungen wird
Dogplay: Ein „Rollenspiel“, bei dem der Sub als „Hündchen“ des Doms auftritt
Deep Throat: Kennt ihr sicher, dabei wird der Penis beim Oralverkehr bis in den Rachen geschoben

E
Elektrostimulation: Durch kleine Elektroschocks wird der Sub stimuliert oder bestraft
Erniedrigung: Eine Form des Spiels, bei welcher der Sub mit Worten oder Gesten vorgeführt wird
Entführung: Im Bereich der „Angstspiele“ können auch Entführungsszenarien als Rollenspiel nachgestellt werden
Ertränkungsspiele: Dabei wird der Sub tatsächlich kurzzeitig unter Wasser gehalten, so dass er das Gefühl bekommt, zu ertrinken. Ist aber eher selten
Einlauf: Einführen von Wasser in den Anus, meist bei „Klinikspielen“ oder zur Vorbereitung von „Analsex“

F
Fesseln: Ganz einfaches Bondage, dass als gängige Art herhält, um den Sub zu bewegungsunfähig zu machen
Figging: Bei diesem „Tunnelspiel“ wird ein stück Ingwer in den Anus eingeführt, was mit der Zeit zu einem ziemlichen brennen führt
Fisting: Analer oder Vaginaler Sex mit der Faust
Folter: Bei Folterspielen werden dem Sub Schmerzen zugefügt. Meist in Zusammenhang mit Fesselungen
Flogger: mehrsträngige Peitschen, die je nach Material ziemlich sanft oder ziemlich schmerzhaft sein können

G
Gerte: Wie eine Reitgerte, nur oft mit breiterer Lasche. Etwas weniger schmerzhaft, aber richtig eingesetzt tut natürlich auch eine Gerte ordentlich weh
Gagball: Ein kleiner Ball, der als Knebel dient und oft mit einem Riemen am Kopf des Subs befestigt ist, so dass er ihn auch nicht einfach ausspucken kann

H
Halsband: Kann viele verschiedene Bedeutungen haben. Manche Subs nutzen es einfach als Zeichen der Submission, bei Paaren bedeutet es oft, der Sub ist an den Dom vergeben, wieder andere benutzen kein Halsband, für andere ist es nur ein typisches Kleidungsstück des Subs oder Teil des Spiels (z.B.: „Dogplay“)
Handschellen: Ein simples Mittel zur Fixierung des Subs

I

J

K
Katheder: Innerhalb der „Klinikspiel“ wird oft ein Katheder in die Harnröhre gelegt
Ketten: Mittel zur Fixierung des Subs
Klinikspiele: Sämtliche Spielarten, die strikt klinisch oder tatsächlich mit sozusagen Doktorspielen zu tun haben, z.B.: „Cuttings“, „Katheder“, „Piercings“, etc.
Knebel: Simples Mittel, um den Sub zum Schweigen zu bringen, oft dient es auch einfach der Erniedrigung
Käfig: Dabei wird der Sub tatsächlich in einen Käfig gesperrt
Klammern/Klemmen: Ein gutes Mittel, um z.B. die Nippel zu foltern
Kratzen: Einfache Art, Schmerz zu erzeugen oder zu verstärken
Kaviar: Spiele mit Kot, echt nicht jedermanns Sache
Knien: Eine häufige Position im BDSM, die die Unterlegenheit des Subs demonstrieren soll – und auch perfekt für Oralsex

L
Lack/Leder/Latex: Manche Leute mögen solche Kleidung auch ohne BDSM zu praktizieren, aber auch im BDSM-Bereich ist so was oft erwünscht

M
Maske: Masken haben unterschiedliche Funktionen. Viele sollen einfach nur die Sinne schärfen, in dem sie z.B. die Sicht bedecken, andere haben gewisse Formen, die z.B. das „Dogplay“ authentischer gestalten
Military: Militär-Rollenspiel. Dadurch, dass es beim Militär um viel Disziplin geht, passt das hervorragend zum BDSM
Mind-Fuck: Dabei soll der Sub sozusagen psychisch gefoltert werden. Er soll nicht wissen, was der Dom als nächstes tun und die eigentliche Folter ist dann z.B. nicht die Strafe an sich, sondern die Frage: Tut er es? Tut er es nicht? Wenn ja, wie wird die Strafe sein? Etc. 

N
Nachsorge: Viele sprechen es oft nicht an, aber ein Spiel endet nicht einfach, es ist oft wichtig, für den Sub auch hinterher da zu sein, um ihn emotional zu stabilisieren und evtl. Wunden, Fesselspuren und blaue Flecke zu versorgen
Nadeln: Spiele mit Nadeln können sehr unterschiedlich ausfallen und gehören in das große Feld der Klinikspiele
Natursekt: Dabei geht es um Urin in jeglicher Form. Trinken, Anpinkeln, alles kann sein

O
Oral: Gut, das ist klar. Blasen halt
Ohrfeigen: Ein Züchtigungsmittel, wobei oft der Schreck mehr wiegt als der kurze Schmerz
Orgasmuskontrolle: Hierbei wird immer dann der Reiz entzogen, wenn der Sub kurz vor dem Orgasmus steht. Durch das ständige verzögern, ist der Orgasmus letztlich um ein vielfaches intensiver

P
Plug: Übersetzt ein Stöpsel, mit dem man z.B. den After dehnen kann
Petplay: Bei diesem Spiel dient der Sub dem Dom als Haustier. Am bekanntesten ist das „Dogplay“
Piercing: Im Bereich der Klinikspiele kann es gut sein, dass der Dom den Sub pierct oder auch tätowiert
Ponyplay: Auch ein Tier-Rollenspiel, bei dem der Sub als Pferdchen herhält
Peitsche: Langer Lederriemen oder Strick, der ziemlich in die Haut einschneiden kann, aber meist nur in leichter Form zur Züchtigung verwendet wird
Paddle: Meist ein längliches Holzbrett mit flachem Ende, dass zur Züchtigung eingesetzt wird. Kann wehtun, ist aber meist noch recht angenehm, ähnlich wie ein Schlag mit der flachen Hand
Präsentation: Es gibt gewisse Positionen für Subs, bei denen z.B. ihre Genitalien gut zur Geltung kommen und die oft als Ausgangspose für das Spiel genutzt werden

Q

R
Rollenspiele: Ganz klassisch, Sexspiele, bei welcher der Sub und Dom eine gewisse Rolle einnehmen und ihr Spiel danach ausrichten (gibt es natürlich auch außerhalb der BDSM-Szene)
Rimming: Kennt man, das stimmulieren des Anus mit der Zunge. Dient oft zur Vorbereitung auf Analsex
Rohrstock: dünner Rattan- oder Weidenstock, die ziemlich in die Haut einschneiden und deshalb starke Striemen oder auch Wunden hervorrufen können

S
Safe, sane & consensual: (=sicher, gewissenhaft, einvernehmlich) Sozusagen das Motto des BDSM
Schwarzer BDSM: Überbegriff für den Bereich Bondage/Schmerz
Safeword: Irgendein banals Wort, dass nichts mit dem Sex zu tun hat und genutzt werden kann, wenn der Sub das Spiel ab- oder zumindest unterbrechen möchte, weil es seine Grenzen überschreitet
Schmerz: Der Sub wird sexuell stimmuliert, in dem man ihm Schmerzen z.B. durch das „Spanking“ zuführt
Spanking: Schläge, meist mit der Hand oder dem „Paddle“ auf den Po
Sling: Eine Schaukel, in der der Sub fixiert wird und gut zugänglich ist
Strappado: Eine Fesslungsart im „Bondage“, bei welcher die Hände auf den Rücken gefesselt und dann mit einem Seil nach oben gezogen werden. Der Sub steht breitbeinig, manchmal nur auf den Zehenspitzen. Es ist eine ziemlich anstrengende aber sehr beliebte Haltung, die jedoch eher etwas für Spieler mit mehr Erfahrung ist

T
Tunnelspiele: Spiele, bei denen es kein Zurück gibt. Einmal angefangen, müssen sie durchgezogen werden. Bestes Beispiel ist das „Figging“

U

V
Vanilla: So wird „normaler“ Sex bezeichnet
Vertrag: Manche erstellen Verträge, in denen Dom und Sub ihre Grenzen schriftlich niederlegen
Verleih: Dabei wird der Sub tatsächlich an einen anderen Dom ausgeliehen, so dass dieser ihn bespielen kann
Vergewaltigung: Im Bereich der Angstspiele, kann ein Sub auch „vergewaltigt“ werden – natürlich ist es keine richtige Vergewaltigung, der Sub könnte es abbrechen, wenn er wollte

W
Weißer BDSM: Überbegriff für den Bereich „Klinikspiele“
Wachs: Dabei wird mit Kerzenwachs Schmerz oder zumindest ein leichtes Brennen zur Stimulation ausgelöst

X

Y

Z

123
24/7: Die D/s-Beziehung besteht 24 Stunden, 7 Tage die Woche – das heißt, man hört nie auf, sich in seinen Rollen zu befinden

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen