Mittwoch, 12. April 2017

Langer Weg zum Glück (Chris McHart)

Hi!

Eine neue Rezension, wie versprochen.


Titel: Langer Weg zum Glück
Autor: Chris McHart
Verlag: MAIN Verlag
Seitenzahl: 320 Seiten
Beschreibung: Nachdem Sebastian betrunken einen Unfall verursacht, muss er Sozialstunden in einem Rehazentrum ableisten. Dort trifft er auf Ben, der nach einem Unfall im Rollstuhlsitzt und sein Leben verflucht. Die beiden kommen sich schnell näher, doch sie ahnen nicht, dass ihr Schicksal enger miteinander verwoben ist, als es zunächst scheint.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich schön und habe es auch echt verschlungen.
Was mir an dem Buch einfach sehr gut gefallen hat, ist, dass es wirklich ein langer Weg zum Glück ist. Es gibt so viele Aufs und Abs und immer wenn man denkt, dass sie jetzt langsam zueinander finden, geschieht wieder etwas, dass sie auseinander treibt, dann stehen sie sich selbst im Weg… also, ich kann das gar nicht so richtig beschreiben, ohne jetzt zu viel zu verraten: sagen wir einfach, dass es echt relativ lang dauert, bis sie zueinander finden und dass dieser Weg aber auch wirklich authentisch und einfach schön beschrieben ist.
Obwohl es so lange dauert, hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass es irgendwie jemals an einer Stelle langweilig war. Ich habe auch nie gedacht, dass sie sich ja jetzt mal zusammenreißen könnten, sondern ich fand es immer sehr realistisch, wie sie gehandelt und gedacht haben. Soll heißen, ich hätte es jetzt nicht beschleunigt lesen wollen, sondern das Tempo, dass die beiden sozusagen da selbst anschlagen, fand ich genau richtig.
Der Stil hat mir auch sehr gut gefallen, es war auch immer wieder abwechselnd von den beiden zu lesen, so dass man da auch wirklich jede Sichtweise so ein bisschen als Leser mitbekommen hat – ansonsten flüssig und einfach so, dass man sich in das Buch und in die Charaktere hat fallen lassen können.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Ben ja eben eine Behinderung hat und sich deshalb auch weniger liebenswert findet, er glaubt eben, dass er keine Beziehung mehr haben kann, weil er glaubt, dass kein Mann ihn so mag, wie er ist.
Ich finde das echt schön, dass in dem Buch so auf dieses Thema eingegangen wird, dass man auch klar nachvollziehen kann, warum Ben diese Gedanken hegt. Ich finde, das gibt einen eben einfach einen schönen Einblick und zeigt aber auch gleichzeitig, dass solche Gedanken wirklich schwachsinnig sind und der Wert eines Menschen nicht von seiner Bewegungsfreiheit abhängig ist.
Mir gefällt auch, dass so ein bisschen das Thema Sucht aufkommt. Ich hätte es nicht zwingend gebraucht, ich verstehe aber, warum Sebastian anfällig ist und ich finde, man hätte es auch noch vertiefen können, wenn man es denn schon anspricht, aber letztlich war es so auch okay.
Sexszenen gibt es nur so… ich mag jetzt nicht zu viel verraten, sagen wir, es kommt nicht bis zum Äußersten, was ich aber ganz gut finde, weil es mal eine andere Art von Sex ist und weil es aber gelungen ist, das Buch dennoch erotisch gestalten. Also sexuell angehauchte Szenen fand ich auch wirklich gut gestaltet.

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