Samstag, 22. April 2017

Depressiva (Denn van Heynen) [Q]

Titel: Depressiva
Autor: Denny van Heynen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 70 Seiten
Beschreibung: In Phils Leben läuft alles schief. Er findet keinen Job, sein Ex stalkt ihn und als er meint, endlich wieder in Adam einen Lichtblick gefunden zu haben, bahnen sich auch mit diesem Streits und Ärger an. Immer mehr gerät Phil dadurch in die Tiefen einer Depression, bis er irgendwann nicht mehr weiß, ob er überhaupt noch leben möchte.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ein bisschen anders, als die anderen von Denny van Heynen, was mich gleich neugierig gemacht hat. Ich mag es, wenn ein Autor wandelbar ist. Obwohl ich durchaus auch sagen muss, dass man nicht auf jeder Hochzeit mittanzen muss, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Was ich an dem Buch mochte, war die Art, wie die negativen Gedanken und die dunkle Stimmung des Protagonisten dargestellt werden. Es ist durchaus so, dass man durchaus nachvollziehen kann, warum er so denkt und auch versteht, wie er sich damit selbst in eine Depression bringt.
Gleichzeitig herrscht in dem Buch aber auch so eine negative Denkweise und Hoffnungslosigkeit, dass man auch mal denkt: „Jetzt rede doch nicht alles noch schlimmer, als es schon ist!“ Aber vermutlich kann man das ab einen gewissen Punkt gar nicht mehr stoppen und ich finde, das kommt auch gut rüber.
Ebenso, wie die Umstände, die ihn dazu bringen, solche Gedanken und Sichtweise zu bekommen.
Allerdings ist es dadurch auch so, dass einen als Leser das Buch irgendwie mit runterzieht. Es ist schon sehr dunkel und negativ und irgendwie drückt es einem dann selbst auf die Stimmung. Einerseits ist das gut, weil es zeigt, dass die Emotionen gut rübergebracht werden, andererseits hat man dann vielleicht nicht mehr so viel Spaß an dem Buch.
Was es aber definitiv deutlich macht, ist, dass es durchaus schnell gehen kann, dass man durch gewisse Lebenssituationen in eine Depression gerät, wie viele Dinge oft im Zusammenspiel dazu führen und man selbst noch seines dazu tut.
Vielleicht ist das Buch auch ein wenig erschreckend, weil man sich in dem einen oder anderen Moment selbst erkennt.
Das Buch ist recht kurz, aber ich finde, es reicht so auch. Es zeigt eben recht gerafft, was es zeigen will und das ist völlig in Ordnung in der Form.
Der Stil ist wie immer aufs Wesentliche reduziert, das Thema Homosexualität wieder allgegenwärtig, aber nie im Mittelpunkt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen