Montag, 10. Oktober 2016

Warum ich keine Fanfictions rezensiere [K]

Hallo ihr Lieben!

Ich habe schon mal erzählt, dass ich ganz am Anfang eigentlich kein Gay Romance gelesen habe, sondern nur Fanfictions. Und tatsächlich bin ich dann über Fanfictions überhaupt erst auf die Idee gekommen, das Internet nach „professionellen“ Büchern zu durchforsten.
Nachdem ich dies auf dem Blog erwähnt habe, hat mich mal jemand gefragt, ob ich immer noch Fanfictions lese und warum ich es nicht, wie manch anderer Blogger halte und auch Fanfictions rezensiere bzw. einfach Werbung dafür mache.
Deswegen dachte ich, schreibe ich hier mal einen ausführlichen Post, in dem ich dazu Stellung nehme:
Nein, ich lese keine Fanfictions mehr. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht wüsste, worüber. Früher habe ich mehr Serien und Animes gesehen und dann auch Fanfictions dazu gelesen, aber jetzt tue ich das nicht mehr, also muss ich so was auch nicht mehr lesen. Außerdem bleibt mir bei all den Büchern für den Blog auch keine Zeit mehr dafür – und nein, ich werde keine Bücher weglassen und dafür Fanfictions rezensieren.
Warum nicht? Weil Fanfictions eben einfach so eine Sache sind. Man kann sehr viele nicht ernst nehmen, weil sie wenig mit der ursprünglichen Serie gemein haben sondern AU (Alternatives Universum) sind, also spricht, die Charas in einer völlig anderen Umgebung ihr Leben fristen. Das sind dann meistens solche Geschichten, die dann mit anderen Namen versehen und auf Amazon veröffentlicht werden. Schön und gut, aber was soll ich dann daran noch rezensieren, denn mit der eigentlichen Definition einer Fanfiction hat das dann ja nichts mehr zu tun. Ich kann dann also nicht bewerten, ob die Protagonisten In-Character sind (also sich so verhalten, wie im Original) und ich kann nicht beurteilen, ob die äußere Umgebung nahe am Original ist, weil es ja eine ganz andere ist. Im Prinzip rezensiere ich dann etwas, das nichts eigenes aber auch nichts Fremdes ist, sondern irgendein komisches Gemisch auf einer bestehenden Serie und einer eigenen Geschichte. Danke, aber nein danke.
Der nächste Punkt ist, dass Fanfictions kostenlos sind. Niemand veröffentlicht diese auf Portalen und verdient damit Geld. Das geht ja auch gar nicht, weil die Serie oder was auch immer „befanfict“ wird, ja nicht den Leuten gehört, die FFs schreiben – es wäre also Diebstahl geistigen Eigentums, wenn man es vermarkten würde. Und jetzt meine Frage, warum sollte ich etwas rezensieren, auf das sowieso jeder kostenlos zugreifen kann? Das mache ich schon nicht groß mit kostenlosen Büchern auf Amazon, weil es so sinnlos ist, wieso dann mit FFs?
Hinzu kommt noch, dass ich gar nicht wüsste, welche ich dann rezensieren sollte. Es gibt davon massig, aber es kommen ja logischerweise nur die in Frage, die mich persönlich ansprechen. Zu allen anderen kann ich ja gar nichts sagen. Und wenn ich dann irgendwelche FFs zu uralten Serien ausbuddeln, die sowieso keiner mehr kennt, brauche ich doch dann keine Rezension schreiben.
Ich kann auch keine rezensieren, von denen ich die ursprüngliche Serie nicht kenne, wie sollte ich sonst bewerten, ob alles der Serie entspricht oder nicht? Aber das ist ja eines der Hauptkriterien, wenn man nach einer guten FF sucht.
Dann schreiben auch sehr junge und sehr untalentierte Leute FFs. Ist es wirklich fair, etwas zu bewerten, dass eine 12jährige geschrieben hat? Oder eine 25jährige, die nicht mal ihre Namen richtig buchstabieren kann? Die stellen einfach ins Netz, was ihnen gefällt und verlangen dafür ja nichts – da kann ich doch nicht hergehen und in meiner sehr kritischen Art die ganze Story zerreißen. Ich versuche ja, meine Rezensionen halbwegs professionell zu halten und zu einer professionellen Rezension gehört meiner Meinung nach auch, nur Bücher zu rezensieren, die auch irgendwie professionell sein wollen – also eben Bücher, die auf dem Markt angeboten werden.
Und ja, es gibt ausnahmen. Es gibt viele Leute, die auf Fanfictionportalen ihre eigenen Geschichten veröffentlichen und glaubt mir, da gibt es Geschichten, die finde ich besser als so manche auf Amazon. Aber solange sie nicht als „echtes Buch“ herausgebracht werden, bekommen sie auch keine „echte Rezension“ von mir. Doch glaubt mir, manchmal würde ich mir wünschen, dass jemand in Shades of Grey Manier hergeht und seine Geschichte als Buch veröffentlicht, weil manche dieser Geschichten einfach zu schade sind, nur auf einem solchen Portal herumzulungern. Aber auch das ist etwas, dass jeder für sich selbst entscheiden muss. Ich rede da sicher keinem rein, ich schreibe nur eine lobende Rezi, sobald man sich doch dafür entschieden hat, es zu verkaufen.
Jules :)

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