Mittwoch, 12. Oktober 2016

Pfad der Striemen (Eliza Bauer) [Q]

Hi!

Endlich mal wieder BDSM, ich les das echt noch viel zu wenig. Diesmal sogar ein Fantasy-BDSM, mal was ganz neues. Und zwar geht es um Eliza Bauers "Pfad der Striemen". Die Geschichte wird frei publiziert und umfasst 40 Seiten, auf denen es um Will geht, der sich den Elfen Grayce ins Haus bestellt.
Es handelt sich um mehrere Kurzgeschichten, die getrennt von einander gelesen werden können.


Beschreibung:

Der Magier Will beauftragt ein Lusthaus, ihm einen Gefährten zu schicken und trifft damit auf den Elfen Grayce. Dieser entspricht optisch genau seinen Vorstellungen, jedoch ist es für Will wichtiger, dass Grayce zu völliger Hingabe bereit ist. Doch schnell merkt Will, dass manches Grayce ziemlich verunsichert. Nun gilt es abzuwarten, ob Grayce Wills Wünsche wirklich erfüllen kann.


Meine Meinung:

Eine wirklich schöne Kurzgeschichte mit einer tollen BDSM-Szene, an der ich wirklich nicht groß etwas zu meckern habe.  Ich mochte einfach, wie es schön detailliert und vor allem korrekt dargestellt wird und fand es ziemlich interessant, weil sich eben der Fantasy-Aspekt auf die Sexszene auswirkt. Ist doch mal was anderes, wenn Magie im Spiel ist, oder? Obwohl das auch ein wenig das ist, was ich - naja, kritisieren ist zu viel gesagt - anmerken möchte. Ich finde einfach, es hat der Geschichte jetzt nicht so viel gegeben. Hätte man es weggelassen und einfach kein Fantasy draus gemacht, wäre es so ziemlich das gleiche gewesen. Also, an sich ist es schon cool, dass man das eingebaut hat, aber man hätte da noch mutiger vorgehen und es noch stärker nutzen können.
Auch sehr mochte ich den Stil, er ist flüssig und detailliert. Ich meine, es ist zwar nur eine Sexszene, aber sie ist gut gemacht und das - finde ich - zeigt, dass man sowas gut schreiben kann und einen Sinn für Ästhetik besitzt. Außerdem kann man sich gut in die Geschichte hineinversetzen und trotz der Kürze wirkt es auf mich nicht abgehackt. Das fand ich super.
Besonders gut gefällt mir das Ende, sehr überraschend und nicht vorhersehbar, sowas mag ich einfach sehr. Und es sorgt dafür, dass man die Geschichte dann noch mal mit anderen Augen sieht, das fand ich schön.

Zielgruppe:

Natürlich was für Freunde des BDSM - und diesmal sogar mit einer Spur Fantasy, so dass man sich auch angesprochen fühlen kann, wenn man auf Elfen steht. Wenn ihr, wie ich, kein Fantasy mögt, macht das nichts, weil es im Grunde nicht sonderlich relevant ist und somit nicht "stört".

Warum gibt es so wenig guten deutschen BDSM? Ich weiß, ich frage das dauernd, aber es ist doch so! Warum, warum, warum???
Jules :)

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