Mittwoch, 3. August 2016

Herz in der Hand (Alicia H. White) [Q]

Huhu!

Diesmal geht es um die Kurzgeschichte "Herz in der Hand" von Alicia H. White. Diese erschien bei BookRix und umfasst 84 Seiten. Handeln tut sie von Dominic, dessen Freund Frederic nicht zu seiner Homosexualität stehen will.


Beschreibung:

Dominic ist glücklich vergeben an Frederic und alle könnte perfekt sein, wäre da nicht die Tatsache, dass Frederic nicht zu seiner Homosexualität und damit auch nicht zu Dominic stehen möchte. Immer wieder muss Dominic deshalb zurückstecken oder gegen seine Eifersucht gegenüber Frauen ankämpfen. Irgendwann kommt es, wie es kommen muss und Dominic ist am Ende seiner Kräfte und seiner Geduld.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich irgendwie wütend gemacht, ich weiß auch nicht. Irgendwie war der Inhalt einfach nichts, dass ich wirklich nachvollziehen konnte. Warum Dominic Fred so viel durchgehen lässt und sich immer wieder einwickeln lässt, verstehe ich einfach nicht. Hat der Junge dann gar keinen Respekt vor sich selbst?
Ich meine, es kommt gut rüber, wie Fred es immer wieder schafft, Dominic um den Finger zu wickeln, aber irgendwnan muss es doch auch mal gut sein. Klar, man tut viele Dinge, wenn man verliebt ist, über die man sonst eher den Kopf schüttelt. Aber hallo? Einen kleinen Rest Selbstachtung hat doch jeder.
Fred ist jedenfalls ein Charakter, der mir echt auf die Nerven ging und irgendwie war das eben der Punkt an der Geschichte, dass mich ein wenig gestört hat. Ich mag es nicht, wenn man sich lieber selbst verleugnet, statt für den, den man liebt, ein Risiko eingeht - und das alles, für Ansichten, die so eingestaubt sind, dann man es kaum ernstnehmen kann.
Okay, jetzt beruhige ich mich wieder. Nur weil die Handlung mich aufregt, heißt das ja nicht automatisch, dass sie schlecht ist. Ich finde die Geschichte an sich eingentlich okay. Sie ist gut beschrieben, sogar recht ausführlich, aber halt natürlich auf die wichtigen Szenen beschränkt. Für die Kürze ist es aber wirklich okay. Es gibt auch Andeutungen von Sexszenen, die man aber gerne auch hätte ausführen können.
Ich kann zwar über den Inhalt nur den Kopf schütteln, aber vielleicht mögt ihr ja genau solche Dramatik sehr gerne. Das müsst ihr wissen. Ich will den Inhalt deswegen auch nicht zwingend kritisieren. Was ich aber wirklich kritisieren will: Am Ende ist einfach alles so sehr Friede, Freude, Eierkuchen... das hätte für mich nicht sein müssen, so wirkt es doch sehr gezwungen, kitschig und vor allem unrealistisch.
Was auch blöd ist. Ca. 30% des Buchs beinhalten eine Leseprobe. Bei der Kürze ist das natürlich maßgeben, allgemein sind 30% natürlich eine Hausnummer. Irgendwie ärgerlich.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, wenn es mich nicht so aufgeregt hätte, inhaltlich gesehen, hätte es mir ganz gut gefallen können. Es enthält ja Liebe und Drama und alles, was man so braucht. Also wenn ihr nicht so leicht auf 180 zu bringen seid, wie ich, dann gefällt es euch vielleicht ganz gut, müsst ihr mal abwägen.

Irgendwie weiß ich gar nicht, was ich von dem Buch halten soll. Das hatte ich echt noch nie, dass mich ein Inhalt so aufgeregt hat. Man kann es der Geschichte ja nicht mal ankreiden - außer, dass man vielleicht sagt, sie ist ein wenig unrealistisch... aber ist sie das überhaupt? Keine Ahnung.
Jules :)

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