Samstag, 6. August 2016

Golden Boy (Jona Dreyer)

Hallo ihr Lieben!

Heute hab ich "Golden Boy" von Jona Dreyer für euch. Es wird frei publiziert und umfasst 364 Seiten. Handeln tut es von Jordan, der sich in seinen neuen Kollegen Noah verleibt, welcher von seine Freund unterdrückt wird.


Beschreibung:

Jordan ist Pornodarsteller und seit Jahren im Geschäft. Bisher lief immer alles wie geplant, doch dann taucht der neue Kollege Austin X - oder auch Noah - auf und verdreht ihm den Kopf.
Leider ist Noah vergeben an Glenn und dieser sieht Noah als seinen Geldesel an. Er unterdrückt und manipuliert diesen, was für Jordan ein Grund ist, Noah beizustehen. Aber kann sich Noah wirklich von Glenn lösen, wo dieser doch im Hintergrund die Fäden zieht?

Mein Meinung:
Dieses Buch nimmt einen wirklich sehr mit. Es beschreibt häusliche Gewalt wirklich sehr gut, vor allem, weil es hier mehr um psychische als um physische Gewalt geht. Das macht es irgendwie nur noch schlimmer, weil man wirklich sieht, wie Noah regelrecht abgerichtet und irgendwie gebrochen worden ist.
Man muss auch sagen, dass das Buch sehr realistisch ist. Es beschönigt nichts und zum Beispiel auch das Ende ist sehr passend gewählt, weil genau das eben Realität ist. Sehr passend, was bei solch hartem Tobak einfach nötig ist.
Definitiv lässt es einen beim Lesen öfter mal schlucken und ich muss auch sagen, ich habe ab und an pausieren müssen beim Lesen, weil es mich einfach mitgenommen hat. Das spricht natürlich wiederum für den guten Stil, weil man so etwas erstmal gut erzählen muss, dass es den Leser wirklich nahe geht.
Auch sonst ist der Stil wirklich schön, ausführlich, detailliert und flüssig.
Besonders toll finde ich, wie gut die Protagonisten dargestellt worden sind. Gerade Noahs Angst konnte man sehr gut nachempfinden. Man versteht einfach, warum er bei Glenn bleibt und weshalb er so eine Angst hat, ohne ihn zu sein, obwohl dieser doch so schreckliche Dinge mit ihm anstellt. Manchmal will man ihn zwar schütteln, aber andererseits begreift man auch, warum er nicht anders kann.
Dazu kommt noch Glenn, an dem man sehr gut erkennt, wie manipulativ er eigentlich ist. Es ist wirklich widerlich, dass zu beobachten – also perfekt dargestellt.
Jordan ist natürlich das genau Gegenteil und ich muss sagen, dass mich dessen bedingungslose Liebe gegenüber Noah echt beeindruckt. Er macht sehr viel mit und steckt viel zurück, weil er versuchen will, Noah Zeit zu geben und ihn zu verstehen. Das ist wirklich eine sehr außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen den beiden und gerade deshalb so schön.

Zielgruppe:

Also es ist schon so eine Nummer für sich, dieses Buch. Wenn ihr jetzt ganz zart besaitet seid, dann lasst es vielleicht lieber sein. Aber wer sowas verkraften kann, muss es einfach lesen, weil es so toll gemacht ist.

Ich glaube, ich kündige und widme meine gesamte Freizeit meinem Blog. Ich dreh sogar auf Arbeit immer mehr am Rad. Ich hasse es, wenn ich eine Idee habe und sie nicht SOFORT umsetzen kann.
Jules :)

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