Mittwoch, 24. August 2016

Ansichtssache [K]

Hey ihr Lieben!

Weil ich in letzter Zeit öfter damit konfrontiert worden bin, möchte auch ich heute einmal über ein Thema reden, dass viele Leute offenbar sehr zu beschäftigen scheint: Cover.
Ich habe einige Diskussionen dazu erlebt, wie wichtig ein Cover für das Buch ist und bin ehrlich gesagt ein wenig erstaunt, wie viele dabei sehr viel Wert darauf legen, dass dieses ansprechend gestaltet ist.
Im wahrsten Sinne des Wortes ist mein Motto hier ja eher: Don’t judge a book by its cover! Und das ist auch der Grund, warum ich so gar nicht auf den Buchdeckel achte. Zugegeben, wenn ich irgendwo stöbere und mir fällt ein schöner Einband ins Auge, dann greife auch ich gerne nach dem Buch und sehe es mir genauer an. Wir Menschen sind nun mal auch oft einfach visuell veranlagt. Schwierig wird es nur, wenn man all die anderen Bücher, die nicht so schön aussehen, nicht beachtet. Denn wie schon gesagt: Man sollte ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen. Auch ein Buch, dass nicht hübsch eingepackt ist, kann ein wahres Schätzchen sein und auch ein Buch mit tollem Cover kann vom Inhalt her sehr niedriges Niveau haben. Deswegen kann ich zwar verstehen, dass ein hübsches Cover sehr wohl ansprechend sein kann, aber nicht, dass man nur danach Bücher auswählt.
Natürlich muss auch ich zugeben, dass ich manchmal denke: Tolles Buch, aber das Cover hätte man schöner gestalten können. Ich würde so was aber nie als Kritik wirklich äußern, weil ich zum einen finde, ein Bucheinband ist etwas, dass sehr subjektiv bewertet wird und weil ich zum anderen einfach der Meinung bin, dass der Einband überhaupt nicht relevant ist, wenn der Rest stimmt. Ich würde doch nicht auf die Idee kommen zu sagen: ich habe das Buch geliebt, aber sind wir ehrlich, der Einband ist potthässlich. Weil es einfach auf den Inhalt ankommt, ganz egal, ob es nun hübsch oder hässlich eingepackt ist.
Aber wie gesagt: Ich denke es manchmal, auch wenn es für mich eine untergeordnete Rolle spielt. Nur ist es eben so, dass ich eben genau weiß, dass es Leute gibt, die sehr stark auf das Cover gucken und ein wenig tut es mir dann einfach leid, wenn ich weiß: So ein tolles Buch wird von einigen nicht gelesen werden, nur weil es nicht hübsch eingebunden ist.
Und dann möchte ich manchmal den Autor schütteln, warum er sich nicht ein wenig mehr Mühe mit dem Cover gemacht hat. Zugegeben, ein schön gestaltetes Cover kann unter Umständen sehr viel Geld kosten, wenn man es sich designen lässt. Aber genauso gut kann man doch – wie es eine Leserin meines Blogs mal so schön ausgedrückt hat – beim Fotografen um die Ecke nach einem passenden Bild fragen. Und oft kennt man ja jemanden, der einen kennt, der einen kennt, der sich gut mit Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm auskennt und für wenig oder gar kein Geld einen tollen Einband entwirft. Also möglich ist es mit Sicherheit, ein einigermaßen ansprechendes Bild auf sein Buch zu setzen. Es ist also nur eine Frage des Wollens.
Und so sehr ich selbst diese Philosophie vertrete: Wenn ihr euer Buch verkaufen wolltet, solltet ihr nicht darauf hoffen, dass die Leute nur auf den Inhalt achten, sondern es auch optisch für sie attraktiv machen.
Naja und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Wenn ein Einband schon ein wenig über den Inhalt verrät, ist das doch eine schöne Sache. Es gibt doch nichts tolleres, als wenn man auf das Cover blickt und sich sofort an die Geschichte erinnert, einfach nur, weil das Bild so gut dazu gepasst hat. Das macht das Ganze so harmonisch und stimmig und einfach schön.
Aber nichtsdestotrotz muss ich es einfach sagen: Liebe Leser, wenn ihr mal wieder in die Buchhandlung geht oder meinetwegen im Internet stöbert – beachtet auch die Bücher, die nicht so schöne Einbände haben und versucht es sowohl in der Literatur- als auch in der echten Welt so zu halten, dass ihr dem Äußeren nicht all zu viel Bedeutung beimesst. Denn egal ob Mensch oder Buch: Es kommt doch auf die inneren Werte an.
Jules :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen