Samstag, 27. August 2016

713 (Gabriele Oscuro)

Hallo!

Diesesmal geht es um die Geschichte "713" von Gabriele Oscuro. Sie wird frei publiziert und umfasst 301 Seiten, auf welchen es um den Minensklaven 713 geht, der unverhofft frei kommt und nun in seinem neuen Leben klarkommen muss.


Beschreibung:

713 hat keinen Namen mehr, sondern nur noch eine Nummer, nachdem er bereits als Kind in die Minen des Königs kommt und seitdem in der Finsternis arbeiten muss. Dort unten gibt es kein wirkliches Leben, nur die Schikane der Wächter und der Wunsch, frei zu sein.
Durch Zufall kommt 713 frei und schließt sich einer Gruppe Aufständiger an, um in deren Reihen ein neues Leben zu beginnen. Dabei trifft er unter anderem auf Tomaz, welcher ihm erstmals wieder lernt, was Gefühle eigentlich sind.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt bin ich von dem Buch ein wenig enttäuscht. Bisher mochte ich eigentlich jedes Buch von Gabriele Oscuro, aber dieses hier konnte mich einfach nicht überzeugen.
Es beginnt schon mit dem Stil. Ich finde, gerade am Anfang des Buches ist es einfach unheimlich langatmig, weil nichts geschieht. Eine ganze Zeit passiert nicht wirklich etwas, zumindest nichts wirklich spannendes, spektakuläres. Dadurch hatte ich auch das Gefühl, dass ich gar nicht wirklich wusste, worauf das Buch jetzt nun rauswill. Zumal der Klappentext ja auch völlig nutzlos ist. Im Prinzip wird darin gar nicht geschildert, um was es in dem Buch geht und er weckte in mir auch völlig falsche Erwartungen. Denn die Minen z.B. kommen eigentlich überhaupt nicht vor. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber das muss ich euch einfach sagen: Es beginnt im Prinzip dann, wenn 713 aus der Mine herauskommt und alles, was zuvor geschehen ist, findet man nur in Erzählungen wieder. Das finde ich mega ungünstig, weil gerade so Nacherzählungen einen einfach nicht erreichen, als hätte man das Grauen eben selbst "miterlebt".
Worauf ich jetzt aber hinaus will: ich wusste eigentlich gar nicht, was eigentlich Thema der Geschichte ist, bis so ab der Hälfte dann endlich mal ein wenig Action und Spannung rein kam, als sie dann zu hrem großen Abenteuer aufgebrochen und dann unterwegs einiges erlebt haben.
Das ist dann auch ganz gut gemacht, es klären sich dann einige Dinge auf und es wird auch mal dramatisch ode spannend, aber es dauert halt ein wenig, bis es soweit ist.
Irgendwie hat der Stil mich auch diesmal nicht wirklcih erreicht. Es war einfach so, dass z.B. die Emotionen überhaupt nicht auf mich übergesprungen sind. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ständig nur nacherzählt wird und gerade heftigere Szenen wurden auch immer nur nacherzählt, so dass sie mich einfach nicht mitgerissen oder schockiert haben.
Was ich mochte, war die Eifersucht, die aufgrund ihrer zarten Anbandelungen entsteht. Das war gut gemacht und das war auch spannend, weil man wissen wollte, welche Konsequenzen daraus  noch entstehen. Auch gut fand ich, wie sich ihre Liebe eben so langsam und zaghaft entwickelt hat, gerade weil es für Elion (der Name, den 713 dann bekommt) alles noch so neu und unbekannt war.
Leider war es gar nicht mein Fall und das tut mir irgendwie voll leid, ist aber nicht zu ändern.

Zielgruppe:


Auf jedenfall ist es ein Buch, dass einem großen Abenteuer gleicht. 713 - Elion - erlebt wirklich viel in seinem neuen Leben und es ist schön, dass als Leser mitzuverfolgen. Hätte mich nicht so sehr gestört, dass es eben einfach gar nicht um das Leben in denen Minen geht, dann hätte es mir wohl richtig gefallen. Ich würde also sagen: Greift ruhig zu, wenn ihr mal ein wenig etwas anderes als das ständige 0-8-15 Gay Romance lesen wollt.

Momentan ist es so heiß, ich habe das Gefühl zu schmelzen, wenn ich nur auf der Tastatur rumtippe. Der Wahnsinn... ich will Herbst! :D
Jules :)

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