Samstag, 23. Juli 2016

No way (Regina Mars)

Hallo ihr Lieben!

Heute gibt es die Rezension zu "No way" von Regina Mars. Das Buch umfasst 298 Seiten und wird frei publiziert.
Es handelt von Pierre, der sich nur an Boris rächen will, sich darüber aber in ihn verliebt.


Beschreibung:

Nachdem er bei der Prügelei mit Boris eine Niederlage hat einstecken müssen, will Pierre nur eines: Rache. Doch seine Pläne gehen nach hinten los und plötztlich muss er Boris auch noch Nachhilfe geben. Eingentlich die Gelegenheit, nun doch noch Rache zu finden, wären da nicht diese Gefühle, die plötztlich in Pierre aufkommen, wann immer er Boris sieht.

Meine Meinung:

Am Anfang des Buchs war ich sehr skeptisch, ob es mir gefallen wird, weil mir Pierre da sehr, sehr unsympathisch war und es ist natürlich schwer, sich in ein Buch fallen zu lassen, wenn der Protagonist einem nicht liegt.
Glücklicherweise ist er im Laufe der Geschichte ein wenig menschlicher geworden, so dass ich dann noch mit ihm warm geworden bin. Daraufhin hat sich auch meine Unlust, weiterzulesen, gelegt.
Vom Stil her ist das Buch wirklich okay, es wird jetzt nicht super detailliert erzählt, aber doch ausführlich genug, so dass es nicht durchgehetzt wird. Allerdings gibt es schon ein paar Sprünge in dem Buch, die man vielleicht auch etwas anders hätte lösen können. Aber das ist nicht weiter schlimm. Sonst ist es angenehm zu lesen, sehr flüssig und so, dass man sich auf jeden Fall in die Geschichte fallen lassen und mitfiebern kann.
Stellenweise musste ich sogar mal schmunzeln und fand das Buch ganz witzig gestaltet, was mir ja immer sehr zusagt.
Ich finde es irgendwie schön, dass es so einen krassen Kontrast zwischen Pierre und Boris gibt, was ihre Herkunft angeht, sie aber beide irgendwie unglücklich sind. In dem Zusammenhang mag ich auch, dass man ein bisschen über die Hintergründe der beiden erfährt und z.B. etwas von ihrem Elternhaus mitbekommt.
Allerdings hätte man die Charaktere noch ein wenig tiefer beschreiben können, so wirken sie noch ein bisschen flach.
Die Liebesgeschichte der Zwei ist schön gemacht, sie ist nie kitschig oder zu unromantisch, dafür aber entwickelt sie sich schön langsam , mit ein paar Höhen und Tiefen – also eigentlich genau so, wie ich es mag.
Das Ende ist vielleicht ein wenig leicht gelöst, ich weiß nicht, ob man es sich da nicht ein wenig einfach gemacht hat. Auch hätte ich mir vielleicht einen Epilog gewünscht, denn es endet schon sehr plötzlich, nachdem alles gelöst ist und ich hätte auch gerne gewusst, wie ihre Beziehung ein paar Monate später aussieht. Ohne jetzt zu sehr spoilern zu wollen, hätte ich doch gerne gewusst, ob Pierres Mom ihren Entschluss durchziehen konnte, ob Boris nun wirklich in der Bundesliga spielt und ob dessen Vater tatsächlich Ruhe gibt. So ist es ein wenig unbefriedigend.

Zielgruppe:

Das Buch ist wirklich ganz okay zu lesen. Vielleicht hätte man es noch ein wenig raffinierter angehen können, aber wenn man sich einfach einen gemütlichen Abend machen möchte, dass ist es doch eine gute Wahl. Es ist unterhaltsam und bis auf ein paar kleine Schwächen hat es mir auch wirklich gut gefallen.

Ich hole gerade meine ganzen Rezensionen auf. Meine Güte, warum lasse ich auch immer so viele ansammeln?
Jules :)

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