Montag, 25. Juli 2016

How to learn English? [K]

Huhu!

Als ich diese Themenwoche geplant habe, habe ich überlegt, wie ich sie gestalten soll, dass sie nicht nur Leser anspricht, die sich schon vorher mit englischer Literatur befasst haben, sondern auch solche, die eher schlecht in Englisch sind und diese ein wenig gemieden haben.
Ich habe schon mal eine Kolumne zu diesem Thema befasst und darin auch grob erklärt, wie Bücher helfen können, sein Englisch zu verbessern. (Klick mich!)
Heute möchte ich aber noch ein wenig tiefer gehen.
Zunächst vorweg: In der Schule war ich recht gut in Englisch, auch wenn es nie mein Lieblingsfach geworden ist. Das war aber nicht immer so. Tatsächlich ist es für mich irgendwie ein Wunder, dass ich im Abitur 11 Punkte hingeklatscht habe (das entspricht der Note 2), denn als ich noch auf der Realschule war (ich habe mein Abi nachgeholt), musste ich sogar in den Förderunterricht. Der hat mir ehrlich gesagt nicht viel geholfen, aber er war der Anstoß, mich wirklich auf meinen Arsch zu hocken und was zu tun, so dass ich am Ende meiner Realschulzeit statt einer 4 dann eine 2 hatte. Seitdem ging es eigentlich bergauf mit meinem Englisch. Ich erzähle euch das, weil ich nicht möchte, dass ihr denkt, ich bin eines dieser gesegneten Kinder, das nie Probleme im Sprachunterricht hatte. Tatsächlich habe ich mir meine 11 Punkte hart erkämpft. Damit bin ich also das beste Beispiel, dass man mit ein wenig Willensstärke und Übung ganz gut werden kann.
Ich möchte euch jetzt ein paar Tipps geben, die mir damals richtig gut geholfen haben. Sie sind kein Geheimrezept und vielleicht helfen sie euch gar nicht, aber wenn wenigstens ein Punkt dabei ist, der eben doch auch für euch passt, dann lohnt es sich schon, alle aufzuzählen.
Legen wir los:

Vokabeln richtig lernen

Wenn etwas niemals funktionieren wird, dann ist es, Vokabeln einfach stur auswendig zu lernen. Etwas auswendig zu lernen, bedeutet zwar, dass man es schnell drin hat, aber ebenso schnell hat man es auch wieder verloren. Besser ist es, sich Vokabeln richtig einzuprägen, so dass das Gehirn sie verknüpfen kann. Das heißt, man sollte sie sich z.B. innerhalb eines Satzes einprägen. Sprich nicht einfach nur das Wort „sky“ lernen, sondern „the sky is blue“. Es müssen auch gar keine komplizierten Sätze sein, es reichen so einfach Sätzchen wie im Beispiel. Gut ist es auch, Vokabeln immer in einen Kontext zu lernen, in dem man sie auch häufig verwendet. So bilden sich noch weitere Verknüpfungen, die dem Gehirn erlauben, leichter und schneller darauf zu zugreifen.
Übrigens ist dies auch ein guter Tipp, um Grammatik in den Kopf zu bekommen. Wenn man sich für jede Zeitform einen Satz merkt, fällt es einem leichter, andere Sätze nach diesem Konstrukt zu bilden.

Übungshefte

Es gibt sicherlich viele gute Übungshefte, um Grammatik zu lernen und auch wenn man es anfangs nicht glaubt, habe ich sehr gute Fortschritte mit dem Übungsheft von Langenscheidt gemacht. Aber egal ob ihr dieses oder ein anderes kauft, es kann helfen, wenn es richtig aufgebaut ist. Achtet darauf, dass es zu jedem Thema eine kleine Erklärung gibt, Beispielsätze und vor allem Dingen Übungen. Denn keine Erklärung ist gut genug, wenn sie nicht an Übungen erlernt werden kann. Zu wissen, wie man eine Zeitform bildet, heißt noch lange nicht, das Wissen anwenden zu können. Erst, wenn ihr selbst aktiv werdet und euch dann selbst anhand der Lösungen korrigieren könnt, lernt ihr. Ansonsten ist es wie auswendig lernen – und nie angewendet, wird man in der Praxis auch nicht darauf zugreifen können.
Übrigens kann es auch helfen, euch selbst kleine Übersichten zu erstellen. Ein wenig, wie man sie auch im Schulunterricht erstellt. Gestaltet dieses mit ein paar Beispielen und Farben und allein durch das Aufschreiben und dadurch, dass ihr euch intensiv damit befasst, prägt sich wieder etwas ein.

Medien

Die Theorie zu beherrschen ist schön und gut, aber wichtig ist, auch immer wieder zu sehen, wie diese angewendet wird. Da empfiehlt es sich, Bücher und Filme auf Englisch in Betracht zu ziehen. In Büchern findet ihr massig Sätze und Redewendungen und übernehmt es ganz automatisch, euch dann auszudrücken, wie im Buch. Außerdem gibt es dort sehr viele Vokabeln, die ihr einfach schon dadurch lernt, dass ihr sie mit der Situation im Buch in Verbindung bringen könnt. Übrigens lernt ihr bei Büchern noch etwas ganz anders: unbekannte Wörter überlesen. Ihr könnt nicht immer jedes Wort nachschlagen, da macht das Lesen ja keinen Spaß – also werdet ihr euch schnell antrainieren, dass ihr unbekannte Wörter überlest und einfach im Kontext irgendwie richtig interpretiert. Das geschieht ganz automatisch und ist auch gar nicht schlimm, sondern super. Weil in der Praxis kann es euch auch passieren, dass ihr mit jemanden redet und dann ein Wort nicht versteht. Das heißt aber nicht, dass ihr nicht den Satz als Ganzes verstehen könnt. Ihr werdet ihn dann verstehen oder richtig deuten können, einfach, weil ihr das durch die Bücher bereits gelernt habt.
In Filmen kann es schwierig sein, einzelne Vokabeln aufzunehmen oder – wenn schnell gesprochen wird – die Sätze richtig zu verstehen. Aber wenn ihr erstmal fitter seid, dann ist auch das kein Problem mehr und dann helfen euch Filme, Wörter richtig auszusprechen und weiter die Grammatik zu verinnerlichen. Schaltet euch dazu auch unbedingt den Untertitel ein – nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch, damit ihr auch noch lest, was da gesprochen wird. Dann ist das wirklich ein Selbstläufer.

Praxis

Alle tollen Tipps helfen nichts, wenn ihr es dann nicht anwendet und selbst aktiv werdet. Eine Sprache muss gesprochen werden, sonst werdet ihr sie nie völlig beherrschen. Es geht aber nicht nur ums Sprechen allein, sondern auch darum, euch überhaupt an sie heranzutrauen.
Was kann man also tun?
Lest euch z.B. auch mal englische Websites durch, kommentiert oder chattet auf Englisch… Wenn möglich, macht eine Sprachreise und versucht dort aktiv auf Englisch zu kommunizieren. Wenn ihr noch in die Schule geht, versucht euch im Englischunterricht aktiv zu beteiligen und euch drauf los zu reden. Vielleicht könnt ihr sogar ein Austauschprogramm machen.
Es findet sich schon irgendeine Möglichkeit, auf Englisch zu reden. Es ist auch gar nicht schlimm, wenn ihr dann nicht perfekt Englisch sprecht. Das sieht euch jeder nach, ihr braucht euch da nicht schämen und auch keine Angst haben, mal was falsch zu sagen. Traut euch einfach, damit helft ihr euch am allermeisten, euch zu verbessern.

Am Ball bleiben

Ich sage das nicht ohne Grund, denn seit ich nicht mehr in der Schule bin, ist mein Englisch auch eingerostet und ich nutze es zu wenig, um noch zu behaupten, ich kann so gut sprechen, wie ich es mal konnte. Gerade, wenn ihr noch viel lernen müsst, gebt nie auf, sondern bleibt kontinuierlich dabei. Aber auch wenn ihr für euch ein Level gefunden habt, mit dem ihr zufrieden seid, hört nie auf, zumindest diesen Level zu halten. Habt immer den Ehrgeiz, euch entweder zu verbessern oder zumindest nicht mehr zu verlernen, was ihr schon könnt. Sonst macht ihr euch nämlich jetzt die ganze Arbeit und Mühe und in ein paar Jahren schaut ihr durch die fünf Finger und ärgert euch, dass alles umsonst war. Das wäre doch wirklich schade!

Bevor ich mich jetzt verabschiede, möchte ich noch etwas betonen: Die nächsten Tage werde ich euch einige Bücher vorstellen und nicht alle werden für Anfänger geeignet sein. Aber ich habe mich bemüht, auch Bücher zu finden, die für Einsteiger „machbar“ sind. Also habt nicht zu viel Angst vor einer fremden Sprache – wenn ihr erstmal drin seid, werdet ihr merken, dass es gar nicht so schlimm ist.
Jules :)

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