Samstag, 2. Juli 2016

Glück ist wie ein Schmetterling (Jayden Leander)

Hallo ihr Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Glück ist wie ein Schmetterling", stammt von Jayden Leander und umfasst 221 Seiten. Es wird frei publiziert und handelt von Luc, der sein Leben in Köln genießt, allerdings lange auf der Suche nach der großen Liebe ist, obwohl das große Glück gar nicht weit entfernt scheint.


Beschreibung:

Nachdem Lucs erste Beziehung unschön in die Brüche geht, beschließt er, sein schwules Leben in Köln zu genießen. Es folgen einige Affären, die große Liebe jedoch ist nie dabei. Bei all seinen Erfahrungen, die er sammelt, bemerkt er gar nicht, dass das große Glück eigentlich direkt vor seiner Nase liegt. Als endlich der Groschen bei ihm fällt, bahnt sich jedoch schon die nächste Herausforderung an, nämlich, die große Liebe auch zu halten.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich habe mir von dieser Geschichte doch mehr erhofft. Ich hab relativ viel Gutes gehört und schon allein der Titel klingt so bezaubernd, dass man sofort von einer ebenso zauberhaften Geschichte ausgeht.
Und deswegen war ich dann sehr enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass die Geschichte im Prinzip nur nacherzält war. Sowas stört mich ungemein, weil Gefühle und Beweggründe einfach nicht gut rüber kommen. Man kann es als Leser zwar nachvollziehen und vielleicht auch verstehen, aber man kann nicht richtig mitfiebern und mitleiden. Ganz davon ab, dass es einfach nicht schön ist, wenn eine Geschichte nur nacherzählt wird. Ich mag es nicht, wenn alles wie ein Ablauf von Geschehnissen runtergerasselt wird, als wäre es ein Bericht und kein Roman.
Noch schlimmer ist, dass es dann noch aus der Sicht des anderen Protagonisten nacherzählt wird. Also nicht nur, dass Luc alles nacherzählt, die gleiche Szenerie erzählt dann Person X - ich will euch nicht die Spannung nehmen, in dem ich den Namen nenne - noch mal aus seiner Sicht ebenfalls nach. Man liest also alles doppelt. Und das braucht es absolut nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn die Perspektiven wechseln. Aber ich hab was dagegen, wenn ein Geschehen erst nacherzählt und dann noch mal verkürzt nacherzählt wird. Das ist ganz einfach unnötig und zieht die Geschichte sinnlos in die Länge. Klar, kriegt man so Einblicke in das Gefühlsleben von X, aber man hätte das auch lösen können, in dem man zwar X erzählen lässt, die Geschichte dabei aber weiter läuft.
Auch schade ist, dass oft schon Dinge angedeutet werden, weil es ja eben nur nacherzählt wird und der Erzähler ja schon weiß, was danach passiert. Das nimmt ein wenig die Spannung, weil man sich dann als Leser klar denken kann, was als nächstes geschehen wird und dann nicht überrascht wird. Auch dann nicht, wenn die Geschichte eine Wendung annimmt, die einen - wenn es vorher nicht angedeutet worden wäre - sicherlich überrascht hätte.
Letztlich dann noch die Sexszenen. Für mich ein wenig zu obszön, zu viel Dirty Talk, finde ich. Das mag allerdings Geschmackssache sein, meines ist es definitiv nicht.
Ansonsten ist die Geschichte aber ganz schön. Eigentlich echt romantisch und ich finde auch die Idee, wie Luc und X zusammen finden, recht schön gemacht. Dass Luc sich eben ausprobiert und dabei das Wesentliche übersieht.
Wie oben gesagt, habe ich mir aufgrund des Titels etwas tiefsinniges erhofft und diese Sache mit dem Glück ist dann tatsächlich auch richtig gut umgesetzt worden. Man erkennt, wie Luc immer mal wieder Glück und dann wieder totales Pech hat, als wenn eben das Glück wie ein Schmetterling ist.
Ich glaube, die Geschichte hätte echt super sein können, wenn der Stil ein wenig ausgefeilter gewesen wäre.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer sich nicht daran stört, dass die Geschichte eigentlich nur nacherzählt wird, kann das Buch gerne lesen, aber ich finde, wenn man etwas mehr in die Gefühle der Protagonisten eintauchen will, ist das Buch eher nichts. Die Story an sich ist ganz schön und macht auch Freude, aber für mich überwiegen hier eher die Mankos.

Ich hab das Buch so lange schon auf der Wunschliste gehabt und mich so darauf gefreut, es endlich zu lesen - und jetzt bin ich enttäuscht. Ich mag sowas nicht, das ist deprimierend.
Jules :)

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