Montag, 27. Juni 2016

Wenn es Liebe ist (Karo Stein)

Hallo ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Wenn es Liebe ist" und stammt von Karo Stein. Es erschien im Cursed Verlag, umfasst 269 Seiten und handelt von Erzieher Julian, der seine Bisexualität ausleben will, bis Mark in sein Leben tritt.


Beschreibung:

Als seine Beziehung mit Tanja ein Ende findet, muss Julian erstmal sich und sein eigenes Leben wiederfinden. Schnell fasst er den Entschluss, dass er seine neue Freiheit auskosten möchte. Allerdings läuft das längst nicht so, wie erhofft und dann tritt auch noch Mark in sein Leben und stellt dieses auf den Kopf.  Dieser wurde ebenfalls enttäuscht und sucht nun nach Beständigkeit, ist sich aber unsicher, ob Julian ihm diese geben kann.

Meine Meinung:

Vielleicht habt ihr das schon mal mitbekommen, aber ich freue mich immer sehr, wenn ein Protagonist bisexuell ist. Ich verstehe oft gar nicht, warum immer alles Schwarz oder Weiß - oder eben Homo oder Hetero - sein muss, weil es doch so viel dazwischen gibt.
Hier ist Julian nicht nu bisexuell, sondern das Ganze ist auch noch Thema in dem Buch, also, es wird sich wirklich damit befasst.
Ich finde super die Unsicherheit von Mark beschrieben, die wohl jeden mit bisexuellen Partner erfasst: nämlich, einfach nicht zu genügen. Man kann eben nicht Männlein und Weiblein gleichzeitig sein und es ist wohl nur natürlich, sich dann zu fragen, ob der Partner bzw. die Partnerin nicht irgendwann auch mal wieder Lust auf das andere Geschlecht haben wird.
Gleichzeitig versteht man aber auch, dass es irgendwie ein böses Vorurteil ist, dass bisexuelle Menschen sich nicht komplett auf nur einen Partner einlassen können, ganz ohne dass ihnen etwas fehlt. Wenn man dann - wie hier - beide Ansichten vorgesetzt bekommt, ist das wirklich spannend zu lesen und auch echt interessant, das mal so aufgedröselt zu bekommen.
Ein weiteres Thema, dass angesprochen wird: Schwule Erzieher. Ich weiß nicht, warum es immer noch Leute gibt, die denken, schwule Männer sind automatisch pädophil. Das ist dermaßen traurig und widerlich, dass es solche Ansichten noch immer gibt und es macht mich wirklich wütend. ICh finde es toll, dass das hier am Rande angesprochen wird, weil das wirklich etwas ist, dass sich noch deutlich ändern muss in unserer Gesellschaft.
Ebenso, wie die Tatsache, dass viele Kitas noch immer nicht Themen wie Homosexualität und Toleranz ansprechen. Es wird im Buch gesagt und ich sehe das genauso: Gerade Kinder akzeptieren so viel mehr als gegeben, wie Erwachsene und ihnen in dem zarten Alter zu zeigen, dass die Welt kunderbunt ist, ist doch das wichtigste, dass es gibt.
Aber nun zur Liebesgeschichte in dem Buch: Ich mag es, wie sie anfangs um einander herumtanzen und dann, wenn sie zusammen sind, ihre Beziehung ein wenig ausbalancieren müssen, lernen müssen, sich zu vertrauen, etc.
Das ist wirklich schön gemacht, mit ein wenig Drama, aber nicht zu viel, und ohne Kitsch. Mir gefällt auch der Stil sehr schön. Ausführlich, fesselnd und so, dass man sich in das Buch fallen lassen kann. Dazu kommen noch echt heiße Sexszenen, die das Buch abrunden. Ich kann es echt nur empfehlen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch spricht so viel an, dass man selten im Gay Romance Bereich fndet und ich denke, dass es allein deshalb schon lesenswert ist. Hinzu kommt noch, dass es echt toll geschrieben ist und eine süße Liebesgeschichte enthält. Was will man mehr, ich würde es an eurer Stelle lesen!

Bei mir häufen sich die Rezensionen an und ich weiß gar nicht, wann ich die alle bringen soll. Vielleicht werden also bald noch mehr Montage vollgestopft. Mal sehen.
Jules :)

Kommentare:

  1. Hey,

    ich finde das Cover leider nicht so schön, weil das Geschlecht des Menschen auf dem Cover nicht eindeutig bestimmen kann und irgendwie irritiert mich das :D

    Davon aber mal abgesehen, steht das Buch schon auf meiner Wunschliste, weil ich eine nette Rezension dazu gelesen habe.

    Die angesprochenen Themen klingen wirklich sehr interessant. Ich finde, es sollte überhaupt mal viel mehr männliche Erzieher geben, ob die dann schwul sind oder nicht, ist mir relativ egal. Aber gerade wo so viele Frauen alleinerziehend sind, bietet der Kindergarten eine gute Möglichkeit das die Kinder mal männliche Bezugspersonen habe. Um nur einen Grund zu nennen, warum mehr Männer Erzieher werden sollten.

    Ich glaube, wenn ich meine Klausuren geschrieben habe, dann schicke ich dir eine dreiseitige "Was Jules mir empfohlen hat" Liste und dann kannst du da welche auswählen :D Ich kann mich langsam nämlich nicht mehr entscheiden ;)

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    1. Ich achte immer gar nicht aufs Cover, aber ich verstehe deinen Punkt. :D

      Ja, ich finde sowas auch ziemlich wichtig. Es ist einfach schöner, wenn Kinder auch einen Mann als Ansprechperson haben. Außerdem ticken Männer ja doch anders als Frauen und ich glaube, das kann nicht schaden, wenn Kinder beides mitbekommen.

      OMG, ich traure dir das wirklich zu. :D Da bin ich ja gespannt, was dann rauskommt. :DDD

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