Samstag, 25. Juni 2016

Seine Narben (Regina Mars)

Huhu!

Das heutige Buch nennt sich "Seine Narben", stammt von Regina Mars und handelt von dem reichen Söhnchen Stan, der seinen neuen Mitbewohner Matt aus dem Zimmer ekeln möchte, weil dieser so gar nicht in seine Welt passt.
Es umfasst 209 Seiten und wird frei publiziert.


Beschreibung:

Matt passt nicht in Stans Weltbild. Er hat kein Geld und keine Manieren und durchkreuzt dessen Plan, den er für das letzte Jahr auf dem Internat ausgeklügelt hat. Für Stan ist klar: Er muss seinen neuen Mitbewohner aus dem Zimmer ekeln, aber das ist gar nicht so leicht, denn Matt stört sich nicht an Stans Provokationen.
Mit einem hinterhältigen Trick will Stan Matt loswerden, aber dann geht alles schief und plötzlich weiß Stan gar nicht mehr, was er eigentlich will.

Meine Meinung:

Ich habe einfach einen Faible für Internatsgeschichten, keine Ahnung, warum, weil meistens sind da immer wiede die gleichen Plots enthalten und oft auch Klischees. Hier ist es im Prinzip auch wieder nicht anders: Jemand bekommt einen neuen Mitbewohner, sie hassen sich, bekämpfen sich, verlieben sich... Nichts neues und trotzdem konnte es mich wieder mitreißen. Ganz schlimm.
Die Geschichte ist aber auch wirklich gut gemacht. Ich finde es klasse, wie Stan sich gibt. Er ist so mega arrogant, aber zwischenzeitlich erkennt man doch, dass unter dieser Fassade mehr schlummert. Und man merkt, dass er einfach selbst mit seinem Leben nicht glücklich ist, sich selbst und die anderen belügt und einfach versucht, es seinem Vater recht zu machen, der sich einfach nicht um ihn kümmert. Wenn man einfach seinen Hintergrund nach und nach mitbekommt, erkennt man schon, warum er das Arschloch mimt.
Cool finde ich, wie Matt damit umgeht, so cool und lässig, dass er Stan wahnsinnig auf die Plame bringt und mich öfter mal hat schmunzeln lassen. Obwohl ich aus seinem Charakter nicht so schlau geworden bin. Er war mir schon fast zu perfekt, sowas mag ich dann auch nicht.
Aber wie oben angedeutet, wird aus Hass Liebe und das ist super gemacht, weil beide aus verschiedenen Gründen nicht wollen, dass es öffentlich wird und dann ewig um einander herumschleichen und doch nicht von einander lassen können.
Ich mag auch, dass Stan am Ende ein wenig auf die Fresse fliegt und dann endlich mal zu sich und seiner wahren Persönlichkeit stehen kann. Man merkt halt auch, dass es ihn eigentlich befreit und er ohne all das Tamtam wesentlich glücklicher ist. Und eben das man das alles so nachvollziehen kann, finde ich an dem Buch so toll.
Allerdings muss ich sagen, habe ich doch den einen oder anderen Kritikpunkt. Ich finde z.B. suspekt, wie arrogant diese ganzen Kinder in dem Internat sind. Ich frage mich, ob das wirlich so ist, ob das hier übertrieben wurde. Ich hoffe ja fast, dass es übertrieben ist, weil das ja nicht auszuhalten ist. Obwohl es natürlich wunderbar zu der Geschichte passt und man sich eigentlich für Stan freut, wenn all diese oberflächlichen Leute ihm den Rücken kehren, weil man so einen Umgang wohl keinem wünscht.
Dann hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht, dass man erkennt, warum die beiden so aufeinander stehen. Man spürt zwar die Anziehung zwischen ihnen, aber irgendwie verstehe ich nicht, warum sie sich gleich verlieben. Gerade Matt finde ich da doch sehr undurchsichtig, er lernt ja nur Stans unmögliche Art kennen und lässt sich doch wider besseren Wissens auf ihn ein. Später, wenn er Stan näher kennenlernt, okay, aber am Anfang frage ich mich doch: Warum?

Altersbeschränkung//Zielgruppe:

Echt nur was, wenn man auf Internatsgeschichten steht. Das klingt zwar doof, aber es ist doch schon sehr typisch und wenn man sowas noch nie mochte, wird sich hier wohl nicht viel ändern. Aber wenn man solche Sachen ganz gerne liest, dann unbedingt kaufen, es lohnt sich, wie ich finde.

Habe gerade so grundlos schlechte Laune, ich ertrage mich selbst kaum.
Jules :)

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