Montag, 13. Juni 2016

Klares Wasser (Amy Lane)

Hey ihr Lieben!

Heute habe ich für euch die Rezension von Amy Lanes "Klares Wasser"*. Das Buch erschien bei Dreamspinner Press und umfasst 264 Seiten, auf denen es um den Versager Patrick geht, den das Schicksal auf das Hausboot von Biologen Whiskey treibt.
 

Beschreibung:

Patrick hält sich für einen totalen Versager und jeder Versuch, sein Leben in den Griff zu kriegen, scheitert. Stattdessen endet das Ganze in einer Katastrophe, die Patrick nur dank Whiskey überlebt, der ihn das Leben rettet und ihn mit auf sein Hausboot nimmt.
Dort findet Patrick einen Platz, an dem er sein Leben ordenen kann, auch wenn er überzeugt ist, dass er eine einzige  Anomalie ist und er findet Whiskey, der ihn nur zu gerne zeigen möchte, dass alles an ihm so in Ordnung ist, wie es eben ist.

Meine Meinung:

Was für ein großartiges Buch! Im Ernst, in der Beschreibung wird gar nicht deutlich, wie viel Tolles eigentlich in diesem Buch steckt. Ich habe niemals erwartet, dass mir das Buch so gut gefallen könnte.
Es fängt schon damit an, dass mir die Liebesgeschichte zwischen Patrick und Whiskey einfach total gut gefällt. Ich mag es, wie sie langsam zueinander finden und wie Whiskey am Anfang noch versucht, sich von Patrick fernzuhalten, weil dieser gerade ganz andere Dinge zu managen hat und auch noch wesentlich jünger ist, als er. Dann wiederum Patrick, der glaubt, nicht gut genug für Whiksey zu sein, weil er eben so seine Probleme hat, ein geregeltes Leben zu führen.
Nach und nach wird deutlich, warum Patrick sich so sehr für einen Versager hält, obwohl er doch nur eine Krankheit - ADHS - hat, gegen die er ja aber vorgehen kann.
Teilweise wird man als Leser wirklich wütend, weil dem armen Jungen so mitgespielt worden ist und es ist bitter, wenn man bedenkt, wie viele Leute wirklich für dumm gehalten werden, nur weil sie ADHS haben. Die Krankheit wird übrigens sehr schön erklärt. Man versteht irgendwie, was in Patricks Kopf schief läuft und wie sich das nach Außen hin äußert. Ich finde das Klasse, wenn ein Krankheitsbild so gut in die Geschichte eingebaut wird, wie hier.
Teilweise rührt einen das Buch auch sehr, weil es doch so die eine oder andere Phrase beinhaltet, die einem eine Gänsehaut beschehrt. Das liegt auch viel am Stil, der wirklich klasse ist. Schön ausführlich und so, dass man sich in die Szene und in die Charaktere hineinversetzen kann.
Tatsächlich beinhaltet das Buch sogar eine Spur Crime, die noch mal mehr Spannung reinbringt, obwohl ich auch den einfachen Alltag auf dem Hausboot so super erzählt finde, dass selbst Alltag spannend wird.
Ich mag auch das Ende, es ist nicht kitschig, aber rührend und mir gefällt auch, wie sich Patrick z.B. wieder mit seinem Vater annähert, auch wenn das vielleicht nicht sonderlich leicht ist. 
Es gibt auch tolle Sexszenen und auch sonst kann ich an dem Buch nichts finden, dass mir nicht gefallen hat. Mit Sicherheit wird es nicht mein letztes Buch von Amy Lane gewesen sein.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich muss das Buch wirklich jedem empfehlen, weil es so wunderbar gemacht ist. Und weil so viel mehr drin steckt, wie man vermutet. Ihr müsst es einfach lesen!

Was zur Hölle war in letzter Zeit mit dem Wetter los. Hoffentlich ist bald Winter.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Dreamspinner Press als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! :)

Kommentare:

  1. Hey,

    es stimmt mich optimistisch, dass du das Buch mochtest. Denn ehrlich, bei der Beschreibung... Es klingt zwar thematisch interessant, aber mich stören da schon einige Dinge. Da wäre zum einen der Vorname "Whiskey". Seltene Namen meinetwegen, aber wenn dann Namen von Nahrungsmitteln oder sonstigen Alltagsgegenständen auftauchen, wird das schon kritisch bei mir.
    Zum anderen geht mir Patrick schon in dieser kurzen Beschreibung auf den Zeiger, weil er sich selbst so klein macht. Ich meine ich bin selbst alles andere als selbstbewusst, aber Patrick... wirkt schon fast jammerig.

    Aber wenn ich deine Rezension so lese, scheint es ja doch ein gutes Buch zu sein. Und ADHS ist mal wieder ein neues Thema. Hatte ich glaube ich auch noch nicht...

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    1. Hey!

      "Whiskey" ist genaugenommen auch nur ein Spitzname. Okay, vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das macht der Rest, finde ich, wett.

      Nein, ich glaube, wenn du es liest, dann kommt er dir nicht jammerig vor, sondern eher frustriert von sich selbst und der Art, wie man bisher mit ihm umgegangen ist. Also, ich habe es zumindest nicht als jammerig empfunden.

      Ich glaube, es gibt auch nicht viel mit ADHS als Thema an Büchern. Eigentlich schade, ich finde sowas spannend.

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