Samstag, 7. Mai 2016

Sex, Drugs & Handicaps - Liebe kann dein Leben ändern (Jona Dreyer)

Hi Leute!

Heute dreht sich alles um "Sex, Drugs and Handicaps - Liebe kann dein Leben ändern" von Jona Dreyer. Es umfasst 302 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Rhys, der seinen Lieblingsmusiker - Tyr Ravenson - näher kommt.


Beschreibung:

Rhys freut sich wie wahnsinnig, als er die Chance bekommt, für seinen Blog ein Interview mit dem Frontmann seiner Lieblingsband zu bekommen. Doch Tyr Ravenson entpuppt sich als absoluter Idiot und voller Wut schreibt Rhys einen bitterbösen Blogpost, der Tyr ganz schön in Schwierigkeiten bringt.
Tyr, alias Avery, selbst ist das ziemlich unangenehm und er sucht das Gespräch mit Rhys. Daraus entsteht eine Freundschaft, die langsam zu mehr wird. Aber kann ihre Liebe bestehen, wenn ihre Leben doch so grundverschieden sind?

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dieses Buch hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Ich mag ja diese ganze Szenerie „Rockstar trifft auf 'normalen' Menschen“ sowieso sehr gerne, vor allem, wenn sie so authentisch und schön umgesetzt wird, wie hier.
Man hat richtig gemerkt, wie unwohl sich Rhys in Tyrs bzw. Averys Welt fühlt und wie unterschiedlich die Leben der beiden einfach sind. Nicht nur, dass es eben recht realsitisch ist, es bringt auch gleich ein wenig Spannung in die Geschichte, weil man schon wissen will, wie sie dieses Problem denn nun lösen.
Was ich ebenfalls mochte, war Rhys Krankheit. Ich finde es ja immer gut, wenn solche Dinge in einer Geschichte theamtisiert werden und hier hat mich sehr begeistert, dass es wirklich in die Geschichte eingebaut wurde. Es wurde immer mal erwähnt, hat mal eine größere, mal eine kleinere Rolle gespielt, war aber immer da. Sowas gefällt mir einfach richtig gut, weil es das Buch noch ein wenig menschlicher macht und weil es einfach wichtig ist, dass es auch solche Figuren gibt.
Man muss auch sagen, dass es wirklich gut gemacht ist. Man erkennt, wie stark Rhys ist, so mit seiner Krankheit und seinem Schicksal umzugehen, wie er es in dem Buch eben tut. Und wie er zwar so sehr kämpft, aber gleichzeitig auch glaubt, dass Leben hat nichts Gutes für ihn zu bieten und dann gar nicht wirklich annehmen kann, geliebt zu werden.
Ich mag auch, wie er in seiner Welt feststeckt, weil er gelernt hat, darin zurecht zu kommen, aber deshalb eben nur schwer mit Veränderungen klar kommt – die ihm aber zweifelsfrei gut tun, was man als Leser auch merkt.
Aber nicht nur Rhys' Charakter ist gut umgesetzt, auch der von Avery. Ich mag es, wie er sich hinter seiner Maske Tyr Ravenson versteckt und man aber doch erkennt, dass er das wirklich nur tut, um im Showbiz zurecht zu kommen und weil er eben einfach einsam ist.
Tja und das dann zusammen, ergibt ein sehr interessantes, grundverschiedenes Pärchen, so dass es wirklich eine Freude ist, mitzuverfolgen, wie die beiden Männer zueinander finden.
Hinzu kommt dann noch ein toller Stil, an dem ich wirklich nichts auszusetzen habe, heiße Sexszenen und – was mir besonders gut gefallen hat – ein wenig Humor, der mich ab und an wirklich zum lachen gebracht hat, ohne jetzt total hervorzustechen.
Kritikpunkte habe ich kaum, nur Kleinigkeiten. Ich fand, dass die Intrige, der die beiden zum Opfer fallen, doch ein wenig offensichtlich für den Leser ist. Aber auch wenn die Sache an sich ziemlich klar ist, so sind die Geschehnisse, die daraus resultieren, dann doch wieder super umgesetzt Ein bisschen Drama, nicht zu viel, um übertrieben, aber genug, um spannend zu sein.
Auch war mir die Versöhnungsszene eine Spur zu kitschig, aber ich denke, manch anderer wird sie lieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Mir hat das Buch so gut gefallen, ich muss es euch einfach ans Herz legen. Ein wirklich wundervolles Buch, dass ich gar nicht aus der Hand legen konnte. Ich mag auch, dass Rhys Krankheit so thematisiert wird, weil ich es wichtig finde, dass so etwas auch in Büchern vorkommt. Ihr müsst es einfach lesen.

Ich habe gerade ganz viele Rezensionen vorbereitet und muss jetzt nur noch meine eigene Meinung abtippen. Wenn man sich die Arbeit so ein wenig aufteilt, ist der Zeitaufwand gar nicht so schrecklich. Aber ich werde es sowieso nicht durchhalten, also was freue ich mich eigentlich? :D
Jules :)

Kommentare:

  1. Hey,

    die Drugs im Titel machen mich ja ein bisschen skeptisch, aber die Handicaps machen mich dann auch wieder neugierig.

    Momentan habe ich auch eine ausgesprochene Rockstar-Phase. Ich, die sich nicht für Musik interessiert... zuletzt habe ich die Rock Kiss Reihe von Nalini Singh verschlungen.

    Hach, es klingt so toll was du beschreibst. Aber wenn ich deine Rezensionen lese, habe ich ja eh meist Lust Bücher shoppen zu gehen.
    Das Buch wandert auf jeden Fall auf die Wunschliste und ich überlege, ob ich statt Forschprinz nicht einfach dieses kaufen soll, wenn ich bei 75 SuB-Büchern bin...

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    1. Hey,

      glaub mir, das Drugs muss dich nicht sonderlich skeptisch machen, das tut dem Buch keinen Abbruch.

      Na, dann ist das Buch ja perfekt für deine Phase geeignet. :D

      Oh, da halt ich mich raus, ich kann nämlich beide echt empfehlen. Und ich wüsste gerade nicht, welches ich besser finde.

      lg

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