Mittwoch, 11. Mai 2016

Großer böser Bär (Rufus Bärenfänger) [Q]

Hey ihr!

Diesmal wieder ein Quickie und zwar aus dem Genre Erotik. Es geht um "Großer böser Bär" von Rufus Bärenfänger. Dieses umfasst 57 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Bruno, dem Leiter eines Boxclubs, der seinen Schützlingen nicht nur durch das Boxen helfen möchte, zu sich selbst zu finden.



Beschreibung:

Bruno leitet einen Boxclub und kümmert sich sehr um das Wohl seiner Schützlinge. Er möchte ihnen helfen, auf den richtigen Weg zu gelangen und das tut er nicht nur, in dem er ihnen beim Boxen Ratschläge gibt. Oft sind seine Methoden ein wenig speziell und nicht ganz uneigennützig, aber oft sehr wirkungsvoll. Als der zurückhaltende Nils zu ihm in den Club kommt, weiß Bruno gleich, auf welche Art er Nils helfen kann, sich selbst ein wenig zu finden. Nun muss er es nur noch richtig anstellen, dass Nils bei seinen wenig jugendfreien Plänen auch mitmacht.

Meine Meinung:

Zugegeben, die Geschichte ist schon mehr ein Porno als irgendetwas anders. Aber als dieses wird sie ja auch verkauft. Jedem sollte klar sein, dass sich hinter dem Begriff „homoerotische Kurzgeschichte“ keine große Liebesromanze verbirgt.
Es beschränkt sich also hauptsächlich auf Sex und ich muss sagen, dieser ist gelungen. Obwohl die Ausdrucksweise in dem Buch an einigen Stellen doch sehr derb ist, finde ich sie nie obszön oder plump, sondern trotzdem immer noch irgendwie niveauvoll. Der Sex wird einfach gut dargestellt, die Menschen behalten sich darin ihre Würde und werden als Menschen angesehen und nicht als bloßes Fickinstrument. Gerade deshalb sehr schön, weil es darin ja auch um devot veranlagte Bottoms geht.
Es ist nur eine Kleinigkeit, aber einfach, dass klar gemacht wird, dass man darauf achtet, Nils nicht zu überfordern und schaut, dass es ihm einfach auch fällt, gibt dem Buch schon sehr viel Klasse. Nils wird benutzt, weil er es will und nicht, weil jemand anderes einen schlechten Porno nachstellen möchte. Das gefällt mir gut.
Natürlich geht diese Dominanzschiene in den Bereich BDSM, obwohl kein SM darin vorkommt. Trotzdem verstehe ich, dass es nicht jedermanns Geschmack ist. Wenn man aber nicht nur Standartsex sondern etwas mehr Fetisch mag, dann ist man hier schon richtig.
Ich finde auch den Hintergrund des Geschehens sehr schön. Das Boxstudio bietet ja so seine Möglichkeiten, die auch kreativ umgesetzt werden und das fand ich schon echt klasse gemacht.
Natürlich darf man jetzt nicht allzu viel Handlung erwarten. Aber es ist nicht eine einzige lange Sexszene, ab und an werden auch mal Gedanken oder Gefühle geäußert oder einfach über das Boxen geredet. So bekommt die Geschichte allgemein einen Hintergrund, der sie ein wenig ausfüllt. So kann man sich auch von den Sexszenen „erholen“; soll heißen, man wird davon jetzt nicht erschlagen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich  nur was für Fans des Genres Erotik, denn wie mehrfach gesagt, beinhaltet die Geschichte hauptsächlich Sex. Ich mag die Art, wie sie erzählt wird und kann mir vorstellen, dass sie auch vielen anderen zu sagen wird, da sie sehr sexy aber nicht too much ist.


Ich freu mich immer, wenn ein wenig BD in eine Geschichte eingebaut wird, aber meistens fehlt mir dann trotzdem immer das SM. Ich bin schon komisch, was? :D
Jules :)

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