Samstag, 2. April 2016

Jante: The endless love (Miamo Zesi)

Hallo ihr Lieben!

Die letzte Rezension zur Themenwoche befasst sich mit "Jante: The endless Love" von Miamo Zesi. Die Geschichte ist Teil einer Reihe, deren Bücher aber alle völlig seperat von einander gelesen werden könne.
Das Buch wird frei publiziert und umfasst 253 Seiten. Handeln tut es von Jante, einem Sub, der auf die falsche Spur gerät, bis ein Freund seines Bruder sich einklinkt und versucht, ihm zu helfen.


Beschreibung:

Eine Nacht in einem Schwulenklub wird Jante zum Verhängnis und wenig später findet er sich im Krankenhaus wieder. Der Hass auf seine Angreifer ist groß und führt dazu, dass er bald schon auf die falsche Spur gerät. Nur Roan, der beste Freund seines Bruders, kann ihm jetzt noch helfen. Er versucht, Jante wieder Disziplin beizubringen, so dass dieser wieder ein geordnetes Leben führen kann. Doch dann wird ihr Vertrauensverhältnis tief erschüttert und Jante muss lernen, alleine zu kämpfen.

Meine Meinnung:

Wieder ein Buch, dass mich doch sehr enttäuscht hat. Ich habe mir davon viel versprochen, aber letztlich hat mir die Geschichte einfach nicht richtig gefallen.
Das lag hauptsächlich am Schreibstil. Die Geschichte wird einfach eher nacherzählt, aber auf eine Art und Weise, dass man als Leser nicht richtig ins Geschehen eintauchen kann. Es ist einfach so, dass Emotionen und Gedanken nicht richtig rübergebracht werden und man dann einfach nicht mitfühlt, sondern einfach nur liest, wie Ereignise abgearbeitet werden.
Auch finde ich die vielen Perspektivenwechsel in dem Buch unglaublich anstrengend. Zum einen verwirren sie, weil man oft gar nicht richtig versteht, wer gerade erzählt, zum anderen sind sie oft nicht mal durch Absätze getrennt, sodass mitten im Fließtext plötzlich jemand anders zu Wort kommt. Ich finde auch schlimm, dass sogar Nebenfiguren zu Wort kommen, das ist einfach unnöitg. Auch mag ich nicht, dass oft Elemente von Thade in die Geschichte einfließen. Es ist zwar schön, wenn man Parallelen zu anderne Büchern hat, aber ich mag es nicht, wenn komplette Teile daraus erzählt werden. Das ist einfach Jantes Geschichte, Thade hat seine eigene - da will ich nicht ständig von ihm lesen.
Hinzu kommt, dass die Wendungen in dem Buch teilweise ein wenig unrealistisch sind. Vielleicht wären sie es nicht, wenn nicht mit einer gewissen Distanz geschrieben worden wäre, aber so finde ich Jantes Verhalten nicht immer völlig nachvollziehbar. Auch ist das, was ihm passiert ist, schrecklich, aber er ist schon sehr in seiner Opferrolle gefangen und dramatisiert manche Dinge ein wenig zu viel.
Dann die BDSM-Szenen. Erstaunlicherweise sind die eigentlich gut gelungne. Es mag am Stil liegen, dass mir das gewisse Extra gefehlt hat, dieser besondere Zauber, der eine BDSM-Szene zu einer  guten BDSM-Szene macht, aber trotzdem sind sie nicht schlecht.
Vor allem merkt man, dass ein Verständnis für BDSM vorhanden ist. Es ist nicht unrealistisch dargestellt, vielleicht an mancher Stelle überzogen, aber das Wesen selbst ist schon korrekt beschrieben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch findet ja doch sehr viel Anklang. Für mich ja eher unverständnlich, aber das kennen wir ja schon. BDSM-Fans werden zumindest bei den expliziten Szenen schon auf ihre Kosten kommen. Ansonsten ist es eine interessante Liebesgeschichte, mit ein bisschen sehr viel Drama, aber wenn man auf sehr dramatische Bücher steht, ist es vielleicht eine Überlegung wert.

Ich hab mich echt auf eine neue BDSM-Reihe gefreut, die mir zusagt, aber leider ist daraus nichts geworden. Folglich müsst ihr jetzt nicht auf Rezensionen zu anderen Teilen der Reihe warten, die wird es von mir eher nicht geben, sorry.

Der vorletzte Tag der Themenwoche. Die ging so wahnsinnig schnell rum, eigentlich echt schade.
Morgen kommt noch ein Interview, auf das ich mich total freue. Ihr hoffentlich auch. Bis dahin, machts gut. :)
Jules :)

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