Samstag, 23. April 2016

Guards of Folsom: Gefunden (SJD Peterson)

Hey!

Heute gibt es die Rezenson zu SJD Petersons neuem Buch aus der Reihe "Guards of Folsom". Es nennt sich "Berührt", umfasst 260 Seiten und erschien im Cursed Verlag. Handlen tut es von Mason, der mit dem Tod seiner beiden Doms klarkommen muss.
Wie  schon erwähnt, ist das Buch Teil einer Reihe, in der aber jede Geschichte in sich abgeschlossen ist und folglich seperat gelesen werden kann. Wenn ihr aber auch auf das erste Buch neugierig seid, dann verlinke ich euch hier meine Rezension dazu.



Beschreibung:

Als Masons Doms sterben, sieht er in seinem Leben keinen Sinn mehr. Nicht wirklich fähig, mit seiner Sozialphobie alleine im Leben klar zu kommen, glaubt er, nur im Tod Erlösung finden zu können. Gerade noch rechtzeitig wird er vom Bobby und Rig aufgefangen. Diese sind ein Paar, obwohl sie beide Doms sind, und verstehen Mason sehr gut, denn sie haben vor Jahren ihren gemeinsamen Sub verloren.
Bobby und Rig machen es sich zur Aufgabe, für Mason dazu sein, aber obwohl sie versuchen, selbstlos zu handeln, merken sie schnell, dass Mason genau das sein könnte, was sie brauchen, um endlich wieder vollständig zu sein.

Meine Meinung:

Ich schwöre euch, dieses Buch hat mich an meine Grenzen getrieben. Es ist wirklich ein Buch, bei dem man extrem mitfühlt und dann auch extrem emotional wird. Ich zumindest musste mehrmals weinen, weil einen manche Szenen und Handlungen einfach die Tränen in die Augen treiben. Man kann ganz wunderbar in Masons Gefühlswelt eintauchen, erlebt seine Trauer und seine Verzweiflung am eigenen Leib und wird einfach von dieser Geschichte berührt.
Ich finde, es ist ein ganz wunderbares Buch zum Thema Trauerbewältigung, weil diesen Verlustschmerz einfach unglaublich gut beschreibt. Jeder, der schon mal einen geliebten Menschen verloren hat, wird wissen, wie schreckliches ist - und wenn man sich dann noch Masons Situation vor Augen führt, dann bricht es einem als Leser wirkich das Herz.
Umso schöner finde ich, wie Bobby und Rig es nach und nach schafffen, Mason aus seinem Tief herauszuholen. Man kann ganz wunderbar mitverfolgen, wie er langsam wieder aufblührt und zurück ins Leben findet. Dabei werdne viele Dinge angesprochen, mit denen man sich unweigerlich auseinander setzen muss, wenn man seine große Liebe verliert: zum Beispiel eben, ob man sich neu verlieben darf. Nicht nur, dass einem das wirklich Nahe geht, es hilft einen vielleicht auch, für sich selbst Antworten darauf zu finden.
Ich finde auch gut, dass in dem Buch auch wirklich das Thema professionelle Hilfe angesprochen wird, weil ich nicht finde, dass ein Dom alleine ein Allheilmittel für psychische Probleme darstellt. Ein wenig wurde das im ersten Buch der Reihe so dargestellt und das hat mich gestört. Hier aber kommt Bobby und Rig noch ein Pychiater zur Hilfe, was alles ein wenig authentischer macht.
Die Story besitzt einen ruhigen Plot, der nicht wirklich groß Drama beinhaltet. Aber ich finde, er ist dennoch dadurch spannend, dass man eben förmlich miterleben kann, wie Masons mit seiner Trauer umzugehen lernt und wie sich eben die Beziehung zu Bobby und Rig langsam aufbaut. Ich finde es auch schön zu sehen, wie das Kümmern um Mason die beiden Doms wieder glücklich macht und ihnen eine Aufgabe gibt.
Kritik habe ich relativ wenig. Aber natürlich muss man es schon sagen: Die Geschichte beinhaltet wirklich nur einen Hauch BDSM. Wenn man also auf Sessions hofft, dann hofft man da eher vergebens, was schade ist, weil eine Session mit einem Sub und zwei Doms doch wahnsinnig anregend sein kann. Zudem ist es eben einfach so, dass die Protagonisten diesen Lifestyle ausleben und wenn man es dann nur so dezent in die Geschichte einbaut, dann könnte es ja auch ein ganz normales Pärchen sein.
Wobei man schon sagen muss, dass manche Dinge aus dem BDSM-Bereich angesprochen werden, die zwar nichts mit einer Session zu tun haben, die ich aber sehr wichtig in einer solchen Beziehung finde. Eben zum Beispiel die Verantwortung, die ein Dom gegenüber seinem Sub hat. Solche Dinge werden im Buch gut dargestellt und anschaulich gemacht. Das finde ich wirklich klasse.


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich denke, das Buch ist sehr gut für Leute geeignet, die vielleicht nicht so viel Ahnung vom Thema BDSM haben und erstmal reinkommen wollen. Ich finde - wie oben gesagt - es zeigt sehr schön das Schema einer Beziehung auf, ohne eben wirkliche explizite BDSM-Szenen zu beinhalten. Wenn man natürlich darauf Wert legt, dann ist man hier eher falsch.

Habt ihr noch Tipps aus dem Genre BDSM? Ich sitze auf dem Trockenen und das ist FURCHTBAR!
Jules :)

Kommentare:

  1. Tipps aus dem BDSM-Genre? Okay, das ist nicht unbedingt mein Schwerpunkt und ich kann Dir auch leider nur welche auf englisch empfehlen, aber diese hier fand ich wirklich richtig gut:

    For Real von Alexis Hall,
    How to Train your Dom in Five Easy Steps von Josephine Myles,
    Screwing The System von Josephine Myles,
    Fitting In Serie (da sind gleich drei Männer in einem Bett) von Silvia Violet.

    Vielleicht kennst Du die noch nicht? Meiner Meinung nach lohnt es sich absolut, die zu lesen.

    LG Gabi

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    1. Hi!

      Irgendwie kann mir jeder nur BDSM-Romane auf Englisch empfehlen, also kein Ding. Offenbar ist der deutsche Markt da wirklich noch hinten nach, aber das ist ja eigentlich nichts neues leider...

      Ich werde mir die Geschichten mal anschauen, vielleicht ist tatsächlich etwas für mich dabei. :)

      Danke dir!
      LG
      Jules

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