Mittwoch, 6. April 2016

Englischsprachige Bücher - Fazit [K]

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich noch mal ein Fazit zu meinem Beitrag über englischsprachige Bücher bringen. (Klick mich!) Ich habe euch ja wirklich in den höchsten Tönen davon vorgeschwärmt und euch danach so einige englische Geschichten aufs Auge gedrückt. Aber natürlich will ich nicht irgendwelche Theorien in den Raum werfen, die ich dann nicht vertreten kann und deshalb möchte ich euch heute erzählen, ob und wenn ja, in wie weit, sich mein Englisch seitdem verbessert hat.

Vokabeln

Ich bin jemand, der äußerst ungern auswendig lernt. Manche können so was ja wirklich super, aber ich muss Dinge immer komplett verstehen/beherrschen, um sie mir langfristig merken zu können. Und deshalb war ich in der Schule auch immer äußerst miserabel, was Vokabeln lernen anging. Manche habe ich mir hundertmal angesehen und konnte sie danach immer noch nicht.
Das hat sich jetzt ein wenig geändert. Wenn ich Vokabeln immer wieder lese, weil es einfach gebräuchliche Wörter sind, die im Buch immer wieder auftauchen, dann präge ich sie mir jetzt ganz einfach ein. Man hat dann ja quasi einen Kontext, an den man sich erinnern kann, wenn man sie sich abrufen will und bekommt sie immer wieder unter die Nase gerieben, sodass sie einfach irgendwann gefestigt werden. Das geht eigentlich ganz automatisch, ohne, dass man da bewusst etwas lernen muss.
Ich glaube, seit ich auf Englisch lese, hat sich mein Wortschatz schon deutlich vergrößert. Gerade auch mit alltäglichen Begriffen, die man immer wieder mal brauchen könnte.

Ausdrucksweisen/Satzbau

Man sagt, wenn jemand viel liest, wird er sich in der Schule im Deutschunterricht leichter tun. Und natürlich stimmt das. Hier ist das natürlich nichts anderes. So wie man im Deutschen eine schöne Ausdrucksweise, eine gewisse Wortgewandtheit und einen grammatikalisch korrekten Satzbau lernt, so lernt man diesen auch in der englischen Sprache, wenn man nur viel liest. Man bekommt ja die richtige Formulierung in jedem Satz präsentiert und irgendwann sind diese einfach im Kopf drin. Dann sind if-Sätze, Zeiten und Passivsätze kein Problem mehr. Die bildet man dann ganz automatisch, ohne vorher großartig Grammatik pauken zu müssen. Und vor allem muss man vorher nicht mehr darüber nachdenken, ehe man zu sprechen/schreiben beginnt.

Zusammenhänge/Verständnis

Ich weiß, es gibt Leute, die ein Wort nicht verstehen und dann den ganzen Kontext nicht mehr begreifen. Dass sich das ändert, kann man aber durch lesen ganz leicht trainieren. Ich hatte damit zugegeben noch nie all zu große Probleme, aber auch mir fällt es deutlich leichter, Wörter aus dem Zusammenhang zu verstehen, wenn es sich einfach um eine alltägliche Szene handelt. Das sich gerade Schüler bei irgendwelchen wissenschaftlichen Texten schwer damit tun, kann ich aber nachvollziehen. Umso besser ist es aber, wenn man mit eher einfachen Situationen trainiert, über unbekannte Wörter „drüberzulesen“ und sie einfach aus dem Zusammenhang heraus irgendwie grob zu übersetzen. Das erleichtert einen mit der Zeit das Verständnis und ich schwöre euch: es funktioniert. Als ich angefangen habe, habe ich öfters mal bei einem Wort gestutzt. Aber je mehr ist von dem Buch gelesen hatte, umso leichter fiel es mir, die Bücher einfach zu übergehen. Mittlerweile nehme ich unbekannte Vokabeln schon gar nicht mehr wahr oder finde sofort eine passende Übersetzung, die ich aus dem Kontext heraus erschließen kann.
Etwas, was einem in Schule oder Beruf sicher sehr nützlich sein kann.

Ich weiß, wenn Englisch wirklich nicht zu seinen Stärken gehört, dann ist es schwer und man hat vielleicht auch einfach Angst, das man das Buch nicht versteht und traut sich deshalb gar nicht erst ran. Aber ich versichere euch, es wird mit der Zeit besser werden. Und das dauert teilweise gar nicht so lange, wie ihr vielleicht denkt. Ihr könnt natürlich sagen, dass ich leicht reden habe, aber ich war nicht immer so gut in Englisch, wie ich es heute bin. In der 9. Klasse hatte ich sogar Nachhilfe darin, weil ich mich so grandios dämlich angestellt habe. Ich kann also genau nachempfinden, wie man sich fühlt, wenn man kein Wort versteht und an fremder Grammatik verzweifelt. Aber mit jedem Buch, das ihr lest, werdet ihr den Fortschritt merken. Und ich versichere euch: Es macht Spaß. Es macht Spaß, wenn man seine ersten Erfolge feststellt. Und Lernen macht Spaß, wenn man es mit seinem Hobby verknüpfen kann. Ich kann euch nur ermutigen, euch zu trauen. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen. Gebt euch einfach ein wenig Zeit und es ändert sich von ganz alleine.
Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo Jule!
    Ich kann deine Erfahrungen im großen und ganzen nur bestätigen. Zwar lese ich immer noch lieber und vor allem deutlich schneller auf Deutsch, aber ich habe keine "Angst" mehr vor englischer Lektüre.
    Das ist für mich ganz persönlich ein kleiner Erfolg, weil ich die Sprache in der Schule gehasst habe und nicht mal dort die Lektüre für den Unterricht wirklich in Englisch gelesen habe. (Reclam und Co. sei Dank, internet gab`s noch nicht ...).

    Allerdings habe ich am Anfang die Erfahrung gemacht, das zwar mein passiver Wortschatz gestiegen ist, ich also deutlich mehr verstanden habe, meine Fähigkeit die Sprache zu sprechen, hat sich aber nicht verbessert. Das Lesen schult einen nur darin, vom Englische ins Deutsch zu übersetzen, nicht umgekehrt.
    Außerdem war meine Aussprache grottig. (Ok. Ich gebe es zu, sie ist es noch ...)
    Mir hat es sehr geholfen, auch Serien und Filme im Original, aber mit deutschen Untertiteln zu sehen. Irgendwann versteht man den Kram richtig gut und dann sinkt auch die Hemmschwelle, selber Englisch zu sprechen.

    *grins* Meiner bevorzugten Lektüre geschuldet, kenne ich außerdem eine Menge Vokabel, die man eigentlich nur in Gesprächen mit Leuten braucht, die man SEHR gut kennt.

    Vielen Dank für deine tollen Artikel!
    GLG ulla

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    1. Hey! :)

      Ja, ich muss zugeben, manchmal habe ich Muse, aber meistens finde ich englische Bücher dann doch eher nervig. Deutsch ist halt echt fixer gelesen.

      Ich war in der Schule eigentlich immer recht gut in Englisch, aber ich habe das Fach so dermaßen gehasst. Ich hatte immer Angst davor. Obwohl ich ein ganz gutes Sprachgefühl hatte, hab ich immer so Panik gehabt, trotzdem einen falschen Satzbau zu machen oder ein Wort falsch zu schreiben, dass es mir einfach nur gegraut hat.
      UND REDEN!!!! Ich habe nie verstanden, warum ich im Sprachunterricht reden soll - lesen/schreiben reichte ja wohl völlig! :D

      Ich sehe das ein wenig differenziert. Man hat zumindest einen größeren Wortschatz und somit schon mal die Möglichkeit, einen Satz irgendwie zu bilden. Wenn man oft genug den Satzbau mitbekommen hat, wird man auch das irgendwie intuitiv hinkriegen - oder wenn nicht intuitiv, dann mit nachdenken.
      Aber richtiges Sprechen muss man dann tatäschlich trotzdem wirklich üben, um es zu können.
      Und bei der Aussprache kommt es wohl darauf an, was man für ein Gefühl dafür hat. Wenn man nie Probleme damit hatte, Wörter auszusprechen, wird man vielleicht auch neue Vokabeln irgendwie richtig rauskriegen. Aber wenn man nicht so den Draht zu Englisch hat, dann geb ich dir recht, hilft das Lesen bei der Aussprache gar nix.
      Dann echt lieber Filme/Serien oder - vielleicht die beste Variante: Ein Buch für die Theorie und parallel daneben das Hörbuch für die Praxis.

      Wie gesagt, ich war nie schlecht in Englisch und was ich so aus meinen Mund gepresst habe, war eigentlich echt in Ordnung, aber meine Hemmschwelle ist dadurch nicht gesunken. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich prinzipiell nicht gerne rede. :D

      Haha, ja okay, das ist dann vielleicht nicht so hilfreich. Aber vielleicht kommt mal eine Situation, in der man es braucht. :D

      Danke für den Kommi :)
      LG Jules

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    2. Hallo Jules!
      Ich war in der Schule in Englisch wirklich grottenschlecht und erwähne das extra noch mal, weil ich auch Leuten Mut machen möchte, englische Bücher zu lesen, die sich das eigentlich nicht zutrauen.
      Bei den ersten Büchern hatte ich tatsächlich immer ein Wörterbuch oder ein Übersetzungsprogramm griffbereit, aber das legt sich schnell und dann ist es wie du sagst: Immer mehr erschließt sich im Zusammenhang.

      Hörbücher sind gar nichts für mich. Entweder ich werde unaufmerksam, weil meine Augen sich mit was anderem beschäftigen können, oder ich bekomme Lachanfälle. Ich weiß, dass die Sprecher sich redliche Mühe geben, aber bei mir funzt das einfach nicht.
      Außerdem lese ich in Deutsch ganz erheblich schneller, als das jemand vorlesen kann, während ich im Englischen immer noch zu langsam bin, um alles zu verstehen.

      Hörbücher sind keine Option für mich, wie ich jedes Mal feststelle, wenn ich in eines hineinhöre.

      GLG und ein schönes Wochenende
      ulla

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    3. Hey!

      Ich kann das schon nachvollziehen, ich musste zu Anfangs in der Schule auch kämpfen, bis sich meine Noten irgendwann auf einem echt guten Level eingependelt hatten.
      Aber ja, es ergibt sich nach und nach und wenn man erstmal erste Verbesserungen bemerkt, geht es auch viel leichter von der Hand.

      Ich kann dazu nicht viel sagen, ich hab noch nie in ein Hörbuch reingehört, muss ich gestehen. Ich kann mir vorstellen, dass es etwas bringen kann, wenn man im Lesen und der Schrift fit ist. Vorher hast du wohl recht, ist das nichts.

      Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch Filme immer kritisch sehe. Oft reden mir die Schauspieler viel zu schnell oder zu undeutlich und dann hilft das auch nicht weiter.

      LG und ein schönes Restwochenende!
      Jules

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