Samstag, 19. März 2016

Wildherz (Diana Wintermeer)

Hey!

Heute gibt es die Rezension zu Diana Wintermeers neuem Buch "Wildherz". Es umfasst 344 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Jim, der im Wald den ohnmächtigen Jungen Manou findet.


Beschreibung:

Jim lebt sehr zurückgezogen in den Wäldern, nur umringt von seinen Hunden. Auf dem täglichen Spaziergang findet er im Wald einen ohnmächtigen, verletzten Jungen und nimmt ihn mit nach Hause. Bald schon stellt sich heraus, dass der Junge, Manou, schon länger in den Wäldern gelebt haben muss. Jim nimmt ihn bei sich auf und das verändert sein Leben.

Meine Meinung:

Zunächst mal muss ich einfach sagen, wie unheimlich mir das ganze Setting gefällt. Eine einsame Blockhütte an einem See, irgendwo im Wald... Das ist ja so ein absoluter Traum von mir und ich bin total begeistert davon.
Diana Wintermeer hat das ganze auch ganz wundervoll beschrieben. Man kann sich die Umgebung wirklich gut vorstellen und fühlt sich echt, als würde man zusammen mit Jim und Manou in diesem kleinen Hüttchen leben.
Es ist auch wirklich bewundernswert, wie schön die Geschichte auf diesen Mikrokosmos zugeschnitten ist. Ich liebe es, wenn sich die Story hauptsächlich um einen Ort und um wenig Personen dreht. Natürlich muss man das clever gestalten, so dass es nicht langweilig wird und das ist hier gelungen.
Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die trotzdem sehr interessant ist. Es ist sehr spannend, mitzuerleben, wie Jim und Manou sich annähern und wie sich ihre Beziehung entwickelt, wie sie miteinander agieren. Es braucht nicht immer große Dramatik, um eine Geschichte mit Leben zu füllen und es braucht auch keine große Dramatik, dass ein Buch mitreißt, traurig, fröhlich und witzig ist.
Eine kleinere, dramatische Wendung gibt es dann doch und diese ist ebenfalls sehr schön umgesetzt, auch wenn sie am Ende schon ein wenig zu einem Happy End zugeschnitten ist. Da kann man allerdings nicht wirklich böse drüber sein, weil es trotzdem nachvollziehbar erklärt ist.
Was mich am meisten fasziniert hat, ist die Art, wie die Geschichte rübergebracht wird. Die Tatsache, dass Manou so lange alleine im Wald gelebt hat und dann zu Jim Vertrauen fasst, klingt im ersten Moment ja doch surreal. Trotzdem schafft es Diana Wintermeer, dass es völlig natürlich, fast schon alltäglich erscheint.
Ein wirklich sehr schönes Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte.

Altersbeschreibung/Zielgruppe:

Eine sehr außergewöhnliche Liebesgeschichte, sehr ruhig gestaltet und trotzdem so schön zu lesen. Ich kann sie echt nur empfehlen, weil sie so ihren ganz eigenen Zauber besitzt, den man einfach erlebt haben muss.

Das oben war übrigens kein Witz: Ich hab ja so den Traum, irgendwo in Kanada, in einer einsamen Hütte zu wohnen, nur umbringt von meinen Huskys und das halbe Jahr am besten eingeschnitt und damit abgeschnitten von den ganzen Idioten auf dieser Welt.
Jules :)


Kommentare:

  1. Hallo Jules,

    das Cover sieht für mich ein bisschen nach Fantasy aus, aber scheint es ja nicht zu sein.

    Ein bisschen skeptisch bin ich zugegeben schon, weil hier ja wirklich keine oder kaum Einflüsse von außen zu kommen scheinen. Ein paar Nebencharaktere und vielleicht auch Storys braucht eine Geschichte schon. Aber irgendwie steckt deine Begeisterung schon an und ich werde das Buch auf jeden Fall auf meine Wunschliste setzen.

    Manchmal denke ich auch, dass es gar nicht so schlecht ist abgelegen zu wohnen. Man hat seine Ruhe, es kommt kein unangekündigter Besuch und man kann tun und lassen was man will. Aber ich bin ja in manchen Dingen doch ein Angsthase und ich denke dann: Was ist, wenn du mal nen Herzinfarkt bekommst oder sei es nur ein Beinbruch? Dann hat man echt verloren...

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  2. Hey!

    Ich dachte es auch erst, aber ist es gar nicht.

    Ja, das kann ich verstehen, aber ich finde es hier so gut umgesetzt, dass es wirklich nicht stört. So ganz wenig andere Einflüsse gibt es ja auch doch, aber es ist wirklich auf ein Minimum beschränkt, das aber nicht im schlechten Sinne.

    Ja, da hast du schon recht. Man ist dann echt aufgeschmissen, wenn einem was passiert und keiner das ist, der einem helfen kann. Vielleicht wenn man zu zweit alleine ist, so dass man aufeinander aufpassen kann? Aber gut, wahrscheinlich klingt das jetzt traumhaft und am Ende findet man es schrecklich. :D

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