Mittwoch, 16. März 2016

Kopf oder Bauch (Dee Dee) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch heute die Kurzgeschichte "Kopf oder Bauch" von Dee Dee vorstellen. Diese umfasst 30 Seiten und wird frei publiziert. Handlen tut sie vom unscheinbaren Julian, der nicht glauben kann, dass der heiße Sascha wirklich Interesse an ihm hat.


Beschreibung:

Julian ist eher ein unscheinbarer Typ, für dne sich die Männer nicht sonderlich zu interessieren scheinen. Männer, die heiß und sexy sind, wie Sascha, den Julian zufällig über den Weg läuft. Aber ausgerechnet dieser scheint doch mehr von Julian zu wollen. Allerdings genießt Sascha auch einen zweifelhaften Ruf, der sich Julian fragen lässt, ob er sich wirklich auf Sascha einlassen soll.

Meine Meinung:

Im Prinzip ist die Geschichte nicht schlecht, aber sie ist natürlich sehr einfach. Sie ist sehr schnell voran schreitend und es geschieht halt jetzt nicht total viel, sondern sie Treffen eben aufeinander, dann strauchelt Julian ein wenig und dann finden sie schon zusammen. Das ist zwar gut geschrieben, der Stil ist flüssig und fehlerfrei, aber es gibt eben keinen richtigen Höhepunkt. Hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Geschichte noch ein wenig ausgebaut worden wäre. Sie ist ja nun auch sehr kurz - da wäre noch viel Platz nach oben gewesen und wenn es nur 10 Seiten mehr geworden wären, hätte es der Sache vielleicht trotzdem ganz gut getan.
Trotzdem muss man sagen, dass seine Gedanken schon gut geschildert werden, obwohl er teilweise ganz anders handelt als er denkt und das dann selbst nicht erklären kann. Man kann sich hier auf den Titel sagen und behaupten, es wäre seine Intuition. Dagegen ist prinzipiell nicht viel einzuwenden, ich fand es sogar klasse, dass der Titel da so schön mit eingebaut wird, aber man muss trotzdem sagen, dass dadurch die Entscheidungen nicht unbedingt alle nachvollziehbar für den Leser sind.
Manche Sachen bleiben auch recht offen. Da kommt der Ex von Sascha ins Spiel, der diesen dann angeblich stalkt, aber das wird abgetan, als wäre es keine große Sache und kommt nicht mehr zur Sprache. Man kann hier also nicht sagen, dass Probleme, kaum dass sie auftreten, gelöst werden, sondern hier ist es ja sogar so, dass Probleme einfach fallen gelassen werden.
Sowas stört mich dann einfach ein bisschen, weil ich finde, dass man es dann entweder weglassen sollte oder einfach richtig mit aufnimmt. Ich mag es nicht, wenn Dinge nur angeschnitten werden, um eine Lösung für irgendein Problem darzustellen und damit eigentlich mehr Fragen aufwerfen statt zu beantworten.
Es gab aber auch niedliche Elemente. Zum Beispiel wie Julian an sich zweifelt oder wie er mit seiner Mutter ein erstens Gespräch führt. Das mochte ich dann wiederum sehr.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es ist ein kurzweiliges Leseerlebnis, dass einen sicher kurz glücklich macht, aber viel zu erwarten hat man nicht. Für mich ist das eine Geschichte, die kann man lesen, muss man aber nicht - nur gibt es auch deutlich schlechtere, von daher finde ich sie okay. Vielleicht spricht sie euch ja eher an.

Die Liebe ist schon so eine anstrengende Sache. Da wünscht man sich, es würde in wahren Leben genauso glatt laufen wie in Büchern. Das wäre doch echt mal was, oder?
Jules :)

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