Samstag, 12. März 2016

Du aber liebe mich... unerreichbar (Gabriele Oscuro)

Hi!

Heute gibt es wieder ein neues Buch, und zwar "Du aber liebe mich... unerreichbar". Das Buch stammt von Gabriele Oscuro, umfasst 220 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut es von Tino, der glaubt, wegen seiner Behinderung keine Chance bei Männern zu haben.


Beschreibung:

Teil 1:
Aufgrund eines Erlebnisses in seiner Kindheit, kann Tino noch immer nicht richtig gehen uns sein Körper ist, dank unzähliger Operationen, nicht sonderlich ansehnlich. Er ist überzeugt davon, ein Krüppel zu sein und deshalb glaubt er auch, dass er keine Chance bei einem Mann haben kann.
Doch dann interessiert sich sein Kollege Billy plötzlich für ihn, aber Tino ist sich nicht sicher, ob dessen Interesse wirklich echt ist. Hinzu kommt noch Heiko, der Tino für minderwertig hält und versucht, das Glück der beiden zu sabotieren.
Teil 2:
Heiko bereut mittlerweile, was er Tino angetan hat, aber trotzdem lässt ihn die Tat nicht los. Als er sich in Mateo verliebt, hofft er, in diesem endlich seine Liebe zu finden, doch Mateo weiß was er getan und möchte nichts von ihm wissen. Und das nicht grundlos.


Meine Meinung:

Wie ihr wisst, mag ich die Geschichten von Gabriele Oscuro eigentlich sehr gerne und kann deshalb auch gar nicht so richtig sagen, warum mich diese Story hier einfach nicht richtig gekriegt hat. Sie ist nämlich echt super erzählt und entspricht auch stark meiner Vorliebe für unperfekte Figuren. Aber trotzdem bin ich nicht 100%ig warm mit ihr geworden. Ich glaube, das lag aber hauptsächlich an Kleinigkeiten.
Sie teilt sich in zwei Erzählungen, einmal die von Tino und Billy und einmal die von Heiko und Mateo.
Die erste geht mir eindeutig ein wenig zu schnell. Ihre Beziehung entwickelt sich doch sehr rasch und ein wenig unglaubhaft, weil Tino erst stark zweifelt und dann doch schnell einknickt. Was ich aber danach sehr gut finde, ist die Art, wie ihre Beziehung sich dann weiter entwickelt. Hier kommen dann Tinos Selbstzweifel und seine Unsicherheit sehr gut rüber und man kann wirklich verstehen, dass er Angst hat, von Billy enttäuscht zu werden. Hinzu kommt dann noch die Intrige von Heiko, so dass man selbst als Leser so einen gewissen Funken Unsicherheit verspürt, ob es Billy wirklich ernst meint. Ich meine, man erwartet ja ein Happy End, aber man kann sich gar nicht vorstellen, dass das alles nur inszeniert sein soll, wodurch die Geschichte sehr spannend wird.
Dem entgegen steht dann Billy, der einen sehr ehrlichen Charakter zu haben scheint und Tino davon überzeugen möchte, dass er als Mensch mit Behinderung genauso viel wert ist, wie ein Mensch ohne Behinderung. Er wirkt echt und lieb und einfühlsam und man kann sich nicht vorstellen, dass das nur gespielt sein soll.
Ich muss sagen, ich finde, die letztlich Auflösung ist ein wenig undurchsichtig, weil es mir ein wenig zu einfach erscheint. Aber das ist gar nicht so relevant, weil der Rest drum rum ja das wesentliche ausmacht.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Sexszenen. Sehr einfühlsam und rücksichtsvoll gegenüber Tino und dadurch sehr romantisch und trotzdem sexy.
Die zweite Geschichte handelt dann von Heiko und Mateo.
Heiko durchlebt darin eine wahre Sinneswandlung, die sehr plötzlich erscheint, aber trotzdem nachvollziehbar ist. Ich weiß nicht so genau… man kann es schon verstehen, was ihn dazu bewegt, aber trotzdem finde ich es ein wenig sehr schnell und einfach. Man kann das nicht so ganz glauben, bis man ihn dann in Interaktion mit Mateo erlebt. Ich mag es sehr, wie man so dann ein bisschen mehr sein wahres Wesen sieht.
Ich finde toll, dass Mateo wirklich zweifelt, weil er eben auch weiß, was Heiko getan hat. Es ist klar, dass er da unsicher ist und das merkt man auch sehr – umso größer finde ich es von ihm, dass er ihm dann eine Chance gibt. Ich weiß nicht, ob ich das so richtig nachvollziehen kann, gut er ist verliebt, aber er ist auch sehr unsicher… Aber gut finde ich es eben trotzdem, weil ich ja auch denke, jeder hat eine zweite Chance verdient.
Ich glaube, das Problem bei beiden Geschichte ist wirklich, dass ich es nicht immer ganz nachvollziehen kann. Oder schon nachvollziehen kann, es aber trotzdem ein wenig zu einfach oder zu schnell geht.
Aber trotzdem finde ich sie lesenwert, weil sie einfach so schön darstellt, dass Menschen mit Behinderung auch nur Menschen sind, die es verdient haben, Liebe zu erfahren und es einfach mag, wenn solchen Leute eine Stimme in einem Buch gegeben wird.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Obwohl es mich nicht komplett mitgerissen hat, finde ich die Geschichte dennoch klasse, schon alleine aufgrund ihrer Handlung. Ich liebe Geschichten mit unperfekten Menschen und wenn es euch genauso geht, müsst ihr die Geschichte einfach lesen.

Ich habe heute 5 Rezensionen geschrieben und jetzt keine Lust mehr. Immer diese anstrende Blogarbeit. ;)
Jules :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen