Mittwoch, 2. März 2016

Blinded Date (Chris P. Rolls) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Diesmal wieder ein Quickie. Und zwar zu Chris P. Rolls "Blinded Date". Die Geschichte umfasst 96 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut sie von Silas, der sich an ein außergewöhnliches Sexabenteuer heranwagt.


Beschreibung:

Silas wird auf einen Club, das "Blinded Date", aufmerksam. Dort hat man mit Fremden Männern Sex, der auf die eigenen Vorlieben zugeschustert ist. Das prickelnde daran: Man erfährt nicht, wer der andere ist.
Da Silas nach einer unschönen Trennung eh nur Sex möchte, lässt er sich auf dieses Abenteuer ein und findet mehr als erwartet.


Meine Meinung:

An sich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Obwohl es natürlich eine erotische Geschichte ist, steht der Sex nicht dauernd im Vordergrund sondern man hat auch eine Geschichte drum herum, welche die Story schön abrundet. Dadurch wirkt das ganze auch nicht so, als hätte man nur eine Sexszenen hingeklatscht und sich fix eine Einleitung überelgt. Es ist wirklich an Details gedacht worden, um die Geschichte sehr anspruchsvoll und realistisch und durchdacht wirken zu lassen.
Ach die Sexszenen selbst sind sehr erotisch und sexy gestaltet und dadurch sehr heiß, aber keinesfalls plump. Der Schreibstil trägt natürlich ebenfalls dazu bei, dass diese Szenen sehr anregend sind, ebenso wie die Situation an sich. Hier muss man wirklich sagen, dass es schon sehr reizvoll und prickelnd dargestellt wird, in welcher Situation sich Silas da befindet.
Um noch mal kurz auf den Club zurück zu kommen. Ich finde es wirklich nachvollziehbar beschreiben und erklärt, so dass man genau versteht, wie das Konzept von diesem und eben der Club selbst gestaltet ist. Das finde ich auch nur richtig, weil ich das meiner Meinung nach viel zu der Geschichte beiträgt. Das einzige, was vielleicht ein wenig verwirrend war, waren diese X- und Y-Bezeichnungen. Irgendwann kommt man rein, aber an Anfang hab ich es immer verwechselnd und musst dann noch mal nachlesen. Vielleicht lag das aber auch an mir und der späten Stunde, zu der ich das Buch gelesen habe.
Wie gesagt, es gibt eine Geschichte drum herum und ich mag die kleinen Details, die dort eingearbeitet sind. Sei es die Katze oder die Chefin... Sehr schön. Ich mochte auch, dass man schon merkt, dass sie auch außerhalb des Bettes eine gewisse Anziehung zu einander haben. Bzw. auch während dem Sex merkt man, dass sie sich aufeinander wirklich einlassen und gut harmonieren und sich dadurch irgendwie näher kommen. Ob man sich nun durch Sex wirklich verlieben kann, sei mal dahin gestellt, aber ich finde, so wie es gemacht ist, wirkt es zumindest nicht unrealistisch. Zumal sie sich ja auch außerhalb des Bettes dann noch näher kennenlernen und man von daher wirklich nicht sagen kann, es wäre irgendwie übertrieben.
Ein bisschen Kritik habe ich an der Geschichte aber dann doch. Das erste ist, dass das ganze schon wie ein Tunnelspiel gestaltet ist und ich es deshalb ein wenig seltsam finde, dass kein Safeword verwendet wird. Es gibt zwar strikte Sicherheitsregeln aber so dieser Hauch Gefahr ist dann ja doch vorhanden, wenn man seinen Sexpartner nicht kennt. Klar, so lang sich der Partner an die Vorlieben hält, ist es vielleicht nicht zwingend nötig. Aber es kommt ja oft auch auf die Intensität an - mag ich es nur leicht oder auch sehr extrem - und dann finde ich es doch wichtig, eines zu haben, um dem Fremden signalisieren zu können, wann die persönliche Grenze erreicht ist oder um durch Schweigen zu signalisieren, dass dies eben nicht der Fall ist. Gut, im Idealfall merkt man das als guter Sexpartner auch selbst, aber es gibt ja auch andere Fälle und ich würde mich jetzt auf keinen Fall darauf verlassen wollen.
Tja und der zweite Kritikpunkt: All das klingt jetzt total nach BDSM, oder? Die ganze Beschreibung und die ganzen "Sicherheitsvorkehrungen" und alles. Man erwartet es förmlich und dann... Vanilla Sex. Nicht, dass ich das schlechte finde - und wie gesagt, der Sex war auch echt mega! Aber warum muss man implizieren, dass es BDSM ist und dann ist es das eben einfach nicht. Wenn man es nicht mag, wird man sich freuen - aber wenn man es mag, dann ist das ein kleines bisschen enttäuschend.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

 Nun gut, die Sache ist klar: Für jeden geeignet, der Erotikgeschichten mit Niveau und einem gewissen Stil mag. Ich fand die Geschichte sehr gelungen und kann sie nur empfehlen. Sie ist echt toll geschrieben und sehr sexy.

Kein BDSM für den armen Jules. ;o;
Manchmal gehe ich mir ja schon selbst auf die Nerven damit, aber so ist das eben, mit seinen Vorlieben. Man kriegt nicht genug.
Jules :)

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