Samstag, 20. Februar 2016

Veränderungen in Nicville (Jill J. Jenkins)

Hallo ihr Lieben!

Die heutige Rezension dreht sich um Jill J. Jenkins neuestes Werk: "Veränderungen in Nicville"*. Es ist die Fortsetzung zu "Entscheidungen in Nicville".
Das Buch wird frei publiziert und handelt auf 274 Seiten von Aiden und Tristan, deren Beziehung durch Rachel erneut auf die Probe gestellt wird.


Beschreibung:

Endlich sind Aiden und Tristan zusammen und haben Rachel samt ihrer Intrigen getrotzt. Doch statt ihr Glück genießen zu können, tritt Rachel erneut in ihr Leben, denn sie ist schwanger und das Kind ist von Aiden.
Zunächst führt die Schwangerschaft dazu, dass sie sich mit Rachel aussöhnen, aber kaum ist das Baby da, beginnen ganz neue Probleme, die Tristan schon bald an ihrer Liebe zweifel lassen.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich ganz schön. Gut gefallen hat mir, wie sich so das Drama zusammengebraut hat. Damit will ich sagen: Man erkennt sehr gut, wo Tristans Problem liegt und wie Aiden mit seinem Verhalten immer mehr Öl ins Feuer gießt. Man kann eben sehr gut nachvollziehen, wie sich die Stimmung hochschaukelt und dabei auch gut nachvollziehen, wie wieso sich Tristan fühlt, wie er sich eben fühlt, und warum er dann seine Schlüsse daraus zieht und den nächsten Schritt geht. Aber man kann auch Aiden verstehen, der einfach nicht merkt, wie Rachel ihn einwickelt und einfach nur versucht, ein guter Vater zu sein.
Am besten hat mir jedoch gefallen, dass sich eben nicht gleich alles wieder zum Guten gewendet hat. Es gab den großen Knall und danach mussten sie wirklich an ihrer Beziehung arbeiten. Ich habe in anderen Geschichte schön öfter gemeckert, dass ein Problem sich schnell in Luft auflöst, kaum, dass es entstanden ist. Das war hier nicht der Fall. Ich mochte es, dass Tristan stur blieb und Aiden wirklich kämpfen musste. Schon alleine, weil das dann auch für die nötige Spannung gesorgt hat. Das ist nämlich der Punkt, der den Leser dazu bringt, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Dass man wissen will, wie sich die Dinge dann normalisieren.
Was ich auch anmerken möchte, merke ich eigentlich immer an. Die Geschichte ist sehr alltagsbezogen und ich mag es einfach, wenn es nicht zu fiktiv sondern sehr realistisch und normal abläuft. Sogar das Baby – und wenn ihr mich kennt, wisst ihr, dass Babys in diesem Genre ein rotes Tuch für mich sind – fand ich ganz akzeptabel. Es fügt sich gut in die Geschichte ein – bzw. es trägt ja wirklich wesentlich dazu bei – und ist nicht nur Deko. Das nervt mich nämlich. Wenn ein Kind nur aus dem Grund in der Geschichte auftaucht, dass es eben auftaucht und alles Friede Freude Eierkuchen ist. Ist hier nicht der Fall und das mochte ich.
Gibt es nun Kritik? Ja, schon auch. Ich finde, stilistisch ist immer noch ein wenig Luft nach oben. Und zwar bei dem Punkt Wörtliche Rede. Ich mag es ja, dass es sehr alltagsnah ist und dazu gehört auch locker-witzige Wörtliche Rede, die für mich sehr typisch für Jills Geschichten ist. Dennoch wünsche ich mir manchmal, dass einfach zwischen den einzelnen Sätzen ein wenig mehr mit Text aufgefüllt ist. Es ist nicht unübersichtlich, wie es oft der Fall ist, wenn zu viel wörtliche Rede aufeinander folgt, aber um dem ganzen ein wenig mehr Feinschliff zu verpassen, könnte man eben doch noch etwas mehr Erzählung zwischen die einzelnen Sätze bringen. Was öfter der Fall ist, ist, dass noch mal erklärt wird, was der einzelne mit dieser Aussage eigentlich meint. Das ist aber nicht so das, worauf ich hinaus will, denn das kann oft offensichtlich sein, weshalb man da nichts mehr dazu zu sagen braucht. Denn lieber die Gespräche mit Handlungen oder anderen Beschreibungen versehen. Aber eben zwischen die Sätze mehr Text bringen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie immer eine Geschichte für Leute, die gerne Alltagsgeschichten mit Witz und Charme lesen. Dank Rachels Intrigen wird alles noch ein wenig aufgepeppt und man kommt sicher auf seine Kosten, wenn man ein wenig Drama mag.

Manchmal erscheint es, als rede ich wirr, weil ich Rezensionen umplane und mein Nachwort dann nicht mehr zur aktuellen Sachlage passt. Da muss ich manchmal echt schmunzeln und im Nachhinein noch etwas abändern. Ich hoffe, ihr seht mir das nach.
Jules :)




* Diese Geschichte wurde mir von Jill J. Jenkins als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank dafür!

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