Sonntag, 31. Januar 2016

Januar

Hallo!

Die erste Monatszusammenfassung in diesem Jahr, ich freue mich sehr. Und ich lege auch gleich los. Viel Spaß!

Rund um den Blog

Ich muss sagen, ich habe den Blog ein wenig vernachlässigt, diesen Monat. Nicht, dass das sonderlich schlimm wäre, weil ich in meinem Urlaub im Dezember echt viel geschafft habe. Aber jetzt, wo ich wieder mehr Zeit mit dem Blog verbringe, merke ich, dass er mich ein Stück weit erdet. Ich habe dann eine Aufgabe, der ich mit Leidenschaft nachgehen kann, kann so ein wenig mein eigens Chaos verdrängen und etwas schaffen, das anderen Leuten vielleicht auch noch Freude macht.
Trotz dessen, das ich nicht so viel für den Blog gemacht habe, habe ich trotzdem einiges geschafft. Zum Beispiel plane ich ja gerade ein neues Projekt und da bin ich im Januar schon ein großes Stück weiter gekommen. Ich freue mich auf Ostern, wenn es dann startet. Ihr euch hoffentlich auch.
Und auch an Interviews habe ich fleißig gearbeitet. Eines konntet ihr ja jetzt im Januar schon genießen und die nächste Zeit wird da noch was kommen. Ich suche auch weiter nach neuen Opfern, mir macht das einfach irgendwie Spaß.
Ach ja und die Kolumne gab es ja diesen Monat zum ersten Mal auch wieder. Ich muss erst wieder rein finden, ein paar Theman liegen hier auch schon ewig als Blogleichen herum... Aber ich habe ein paar neue Dinge, über die ich gerne meinen Senf abgeben möchte und ihr werdet es ertragen müssen. Soooo sorry.
Was mich im Januar wieder sehr geärgert hat: Dieser ganze Blogtour-Scheiß. Egal, bei welcher ich zusage, im Prinzip ist nie etwas dabei herumgekommen. Entweder es kommt gar keine Reaktion oder man wird ausgeschlossen, weil man kein Facebook hat, oder oder oder. Ich hab auch ein wenig die Schnauze voll davon. Vor allem finde ich es unmöglich, wenn man sich erst selbst so bescheuert verhält und dann nicht damit umgehen kann, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird. Liebe Autorinnen: Ihr seid nicht der Nabel der Welt. Ich bin es auch nicht, aber ich bilde es mir im Gegensatz zu euch auch nicht ein. 

Bücher, Bücher, Bücher

Im Januar haben sich viele gute Bücher versteckt oder sagen wir: zumindest keine schlechten. Ich bin auch sehr viel kritischer bei der Auswahl der Bücher vorgegangen. Teilweise vielleicht sogar zu kritisch? Aber ich habe es echt satt, immer Bücher hochgelobt empfohlen zu bekommen und diese dann schlecht zu finde. Deswegen konzentriere ich mich jetzt auf Themen, die mir wirklich zusagen, Autoren, die ich gerne lese und auf Empfehlungen von Leuten, von denen ich weiß, sie ticken wie ich. Auch hier kann man enttäuscht werden, aber Geschmäcker sind eben verschieden, also was soll's.
Rezensionstechnisch waren übrigens auch ein paar gute Bücher im Januar vertreten. Habt ihr euch schon alle angeschaut? Diesen Monat lohnt es sich wirklich.
Da kommen wir auch schon zu meinem guten Vorsatz für dieses Jahr. Ich wollte euch ja gleich verraten, welches Buch ich diesen Monat am meisten mochte und welches ihr am interessantesten fandet. Ich merke nur gerade, dass mir das gar nicht so leicht fällt. Ich fand "Tote Poeten und Pickelstift" wirklich klasse, aber mir hat auch "Die Wahrheit, die ich meine" sehr gut gefallen. Allgemein war im Januar fast kein Buch dabei, dass ich nicht mochte.
Euren Favoriten kann ich da ein wenig leichter bestimmen. Nämlich "9mm - Schweiß und Blut" von Tanja Meurer. Das überrascht mich, weil es kein typisches Gay Romance ist. Aber ich finde es auch echt cool, dass ihr das so gut aufgenommen habt, eben aus genau diesem Grund.
Übrigens durfte ich mich über ganz viele Rezensionsexemplare freuen. Ich bin dann immer ein wenig gestresst, weil ich die schnell rezensiert bekommen möchte, aber es ist natürlich schön, wenn ein Autor meine Meinung einholen möchte. Ihr dürft mich ruhig stressen. :D

Mein Leben und ich

Im Januar hatte ich etwas, dass man wohl Liebesprobleme nennt. Ist das nicht verstörend - ich und Liebesprobleme? Ich glaube, mein Leben fand das genauso verstörend, deswegen hat sich die Sache auch schon wieder erledigt. Gott sei Dank. Ich scherze ja gerne, ich ende wie die Katzenlady bei den Simpsons, nur mit meinem Blog statt Katzen. Manchmal ist das eine traurige Vorstellung, manchmal kommt es mir vor wie der Himmel.
Ich muss das jetzt noch mal sagen: Ich genieße mein Singledasein. Ich genieße es wirklich. Man kann machen was man will und muss sich nach niemanden richten. Aber gleichzeitig vermisse ich es auch, jemanden zu haben, der einfach an meiner Seite ist und mich manchmal auffängt.
Ich mag aber gar nicht jammern, denn der Januar hat mich wieder eines besseren belehrt. Ihr habt im Dezember sicher mitbekommen (insofern ihr meine Monatszusammenfassung gelesen habt ;)), ich hatte ein Date und das ist nicht unbedingt... vorteilhaft ausgegangen. Das hat mich verletzt. Ich hatte nicht wirklich schon große Gefühle, aber ich hatte das Gefühl, dass das alles hätte werden können und war dann sehr enttäuscht, dass es ihm nicht genauso ging bzw. dass er einfach andere Prioriäten gesetzt hat. Jetzt wollte man mir offenbar etwas Gutes, in dem man mir jemand anderen vorgestellt hat, der einfach das komplette Gegenteil von dem war, was ich mir als Partner wünsche. Ich möchte ihn nicht schlecht reden, aber er hat mich teilweise so genervt, weil er nicht in die Gänge gekommen ist, nicht entscheidungsfähig war und weil er nur am Jammern war - unbegründet, übrigens. Wisst ihr, ich jammere auch gerne, aber im Gegensatz zu ihm bin ich ja ein Honigkuchenpferd. Und ich bin nicht gerade unternehmungslustig, aber im Gegensatz zu ihm bin ich ja eine Stimmungsbombe.
Es gibt sicher jemanden, der ihm das Händchen hält, aber ich brauche schon ein wenig einen Mann, der weiß was er will und der vor allem einigermaßen bis ganz dominant ist. (Muss ich darauf jetzt eingehen? Gibt es hier jemanden, der es wirklich immernoch nicht selbst geschnallt hat?) Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich die Eier hatte, ihm eine Absage zu erteilen. Im Endeffekt war es darüber wohl ebenso erleichtert wie ich. Aber auch hier habe ich wieder die Sache in die Hand nehmen müssen - das ist echt nix für mich. Ich hab mich ganz mies gefühlt, auch wenn es dann für uns beide okay war.
Ganz viel Blabla um nichts, jedenfalls hat mich das sehr auf Trab gehalten und beschäftigt. Nicht nur geistig, sondern auch, was Dates anging. (Ich war im Januar wahrscheinlich öfter weg, als 2015 gesamt...) Es war ganz schön, auch wenn ich vergeblich auf Schmetterlinge im Bauch gewartet habe. Aber letztlich war es auch viel Ärger, weil mein Umfeld förmlich erwartet hat, dass wir bald heiraten... deswegen bin ich froh, jetzt einfach wieder meine Ruhe zu haben und diese genießen zu können.
Und je mehr Flops man kennenlernt, desto klarer weiß man auch, was man will. Oder zumindest, was man nicht will. Ich weiß jetzt genau, was ich will bzw. ich weiß sehr genau, wen ich will. Das macht es nicht leichter, weil ich mir dieses ganze Drama von Vorneherein hätte ersparen können und weil ich zweitens genau weiß, dass derjenige wohl nicht der Richtige ist. Deshalb bin ich jetzt genauso weit wie vorher, aber ich habe meinen Frieden damit geschlossen - zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Was mich bewegt

So viel hat mich eigentlich nicht bewegt, weil ich mit mir selbst beschäftigt war. Aber was mich dann doch bewegt hat: Diese Übergriffe in Köln auf die armen Frauen. Ich liebe Köln so sehr und ich verbinde damit nur tolle Dinge - es verstört mich wirklich, wenn dann sowas ausgerechnet dort passiert, wo ich selbst schon war und wo ich sowas nicht vermutet hätte.
Das hat mein ganzes Weltbild ein wenig zerstört und wieder einmal - wie in letzter Zeit ja ständig - frage ich mich, was nur aus dieser Welt geworden ist. Gibt es denn nur noch schreckliche Dinge? Kann man nur noch Angst haben und gar nicht mehr entspannt irgendwo eine gute Zeit verbringen?
Und ich frage mich auch einfach: Warum versagt die Politik nur so, wenn es um dieses Thema geht? und warum ändert sich einfach nichts, wenn man doch angeblich so viel dafür tut, dass sich etwas ändert?

Famous last words

"Geliebt zu werden kann eine Strafe sein. Nicht zu wissen, ob man geliebt wird, ist Folter."
Robert Lembke

Jules :)










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