Samstag, 5. Dezember 2015

Lions Roar (Chris P. Rolls)

Hey!

Diese Rezension dreht sich um Chris P. Rolls Roman "Lions Roar" aus der Irgendwie-Reihe. Er umfasst 384 Seiten, wird frei publiziert und handelt von Alex, der für seinen perfekt inzsenierten Sex ein Opfer nach dem anderen abschleppt, bis er auf Markus trifft.
Der Roman ist das Gegenstück zu "Irgendwie Top".


Beschreibung:

Für Alex ist Sex eine Kunst, die er immer wieder neu in Szene setzen möchte. Dafür zieht er nachts durch die Gayclubs und sucht nach passenden Kandidaten. Dabei trifft er auf Markus, der ebenfalls ein Top ist, ihn aber trotzdem sehr reizt, entspricht er doch seinem eigentlichen Idealbild eines Mannes. Nach und nach kommen sich die beiden näher und merken schnell, dass kein Sex besser ist, als der zwischen ihnen beiden.

Meine Meinung:

Dafür, dass ich die Geschichte ja schon kenne und sie wirklich nur noch einmal aus der Sicht von Alex erzählt wird, fand ich es keineswegs langweilig. Am Anfang hatte ich ein wenig das Gefühl, dass die ganze Story nur nacherzählt wird und war weniger begeistert. Sie wirkte einfach geraffter und natürlich ist das auch nur sinnvoll, weil es sonst vielleicht wirklich langweilig geworden wäre, alles noch mal in großer Ausführlichkeit zu lesen, aber zu Beginn war es mir trotzdem zu gerafft. Erst mit Fortschreiten der Geschichte wird dann doch mehr auf die Details eingangen und vor allem erkennt man dann auch nach und nach mehr von Alex' Persönlichkeit - ab diesem Punkt fand ich die Geschichte dann doch sehr spannend. Es ist zwar immernoch nicht so ausführlich wie "Irgendwie Top", aber trotzdem nicht mehr so gehetzt wie am Anfang. Und das ist auch nötig, denn Alex' Charakter ist nun einmal sehr komplex und nicht jede Facette davon hat man in "Irgendwie Top" komplett erkannt. Jetzt aber kann man wunderbar an seinen Gedanken teilhaben, versteht Szenen noch einmal besser und vor allem: man versteht Alex noch einmal besser und weiß, was er wirklich denkt. Deswegen finde ich es schön, dass letztlich mehr auf seine Gedanken und Gefühle eingegangen wird.
Hier zeigt sich also ganz deutlich, dass eine Geschichte, die aus zwei verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, nicht zwangsläufig langweilig sein muss, sondern dass sich die beiden Storys zusammen wunderbar ergänzen können.
Natürlich weiß man letztlich trotzdem schon, was geschehen wird, erkennt Szenen und damit ihren Ausgang wieder, aber trotzdem ist es einfach nicht so, dass es keinen Spaß macht, es noch einmal zu erlesen. Im Prinzip ist es das selbe - nur anders eben.
Und in gewisser Hinsicht ist das Buch dann auch noch eine Fortsetzung zu "Irgendwie Top", weil es nach dessen Ende noch ein paar Kapitel weiter geht. Darin kann man dann lesen, wie sich die Beziehung zwischen Alex und Markus weiterentwickelt und was noch so kommen mag.
Gerade das Ende hat mir dann noch einmal richtig gut gefallen, weil ich einfach schön fand, wie es schlicht ausgeht, ohne viel Kitsch oder Tamtam, aber trotzdem so bedeutungsschwer und eben einfach schön.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich glaube, wenn man "Irgendwie Top" gelesen hat, dann kann dieses Buch schon sehr interessant sein. Und weil die Geschichte einfach so toll ist, kann es einem sicher auch gefallen, wenn man das ander Buch nicht gelesen hat. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man eigentlich erst "Irgendwie Top" lesen sollte. Es ist zwar nicht so, dass man das Buch hier sonst nicht versteht oder so, aber das andere ist eben die Hauptstory und einfach fesselnder.

Es gibt übrigens noch ein weiteres Buch in dieser Reihe, das die Geschichte von Alex' Kumpel Mark und Markus' Bruder Tim erzählt. Ich verlinke euch hier mal meine Rezension zu "Irgendwie Anders".

Ich bin gerade ein wenig entsetzt, wie kurz meine Rezensionen früher ausgefallen sind. Sieht aus, als hätte ich mir gar keine Mühe gegeben. Stimmt natürlich nicht, ich war da nur noch unerfahren im Rezischreiben. Ich hoffe, das hat sich jetzt insofern geändert, dass ihr mit meinen ausführlicheren Rezensionen wesentlich mehr anfangen könnt. (Wehe, wenn nicht. :D)
Jules :)

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