Montag, 28. Dezember 2015

Elfenprinz - Verführung (Ray van Black)

Hey ihr Lieben!

Heute gibt es wieder eine Seltenheit auf dem Blog: eine Rezension zu einer Fantasygeschichte. Und zwar zu Ray van Blacks "Elfenprinz - Verführung"*. Die Geschichte wird frei publiziert und umfasst 300 Seiten. Sie handelt von Waldelfenprinz Telrys, der sich in den Feind, Dunkelelf Nathraen, verliebt.
Diese Geschichte ist Teil einer Reihe, in der aber jeder Band für sich gelesen werden kann.


Beschreibung:

Als Waldelfenprinz Telrys auf eine Mission geschickt wird, gelingt es ihm, auf dieser den Feind, einen Dunkelelf namens Nathraen, gefangen zu nehmen. Obwohl er eigentlich nur das Ziel hat, diesem die Pläne der Dunkelelfen zu entlocken, kann er doch nicht verleugnen, dass ihn der andere Mann sehr stark anzieht. Bald schon lässt sich Telrys auf ein Spiel ein, dass ihm und seinem Volk gefährlich werden könnte.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich bin froh, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar bekommen habe, sonst hätte ich es wohl nicht gelesen und damit die Chance verpasst, ein Fantasybuch zu lesen, das mich wirklich begeistert hat.
Ich fand gerade den Schreibstil sehr schön. Flüssig und sehr auf den Punkt. Es wird wirklich nichts nebensächliches erzählt, aber doch alles auführlich beschrieben. Übrigens finde ich es klasse, dass doch sehr viele tolle Details eingearbeitet worden sind. Zum Beispiel finde ich die Kampfszenen wirklich klasse umgesetzt. Man hält richtig den Atem an, wenn sie beschrieben wird. Aber auch z.B. die Spannung zwischen Telrys und Nathraen finde ich sehr greifbar geschildert. Also wirklich super.
Ich mochte, dass viele Dinge ein wenig unklar bleiben und sich erst nach und nach auflösen, so dass man wie Telrys ein wenig unsicher zurück bleibt. Auch hat mir gut gefallen, wie Telrys sich am Anfang gegen seine starke Bindung zu Nathraen wehrt. Dadurch entwickelt sich deren Beziehung sehr langsam und gut nachvollziehbar.
Übrigens war es für mich, als Nicht-Fantasy-Fan, nicht schwer, mich in diese andere Welt reinzuversetzen. Sie wird so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann, ohne überzogen zu wirken und man bekommt genau so viele Infos, dass man davon nicht erschlagen wird, aber gut durchblickt. Dadurch ist es für mich wirklich schön zu lesen gewesen und das will echt was heißen.
Kritik habe ich nur wenig. Das Ende ist mir ein wenig unbefriedigend erschienen. Zwar geht es im Prinzip gut aus, aber es ist dennoch recht offen und daher zwar schön, aber eben kein perfekter Abschluss. Ich finde es aber trotzdem gut, so wie es ist, weil ein anderes Ende wohl wiederum unrealisitsch gewirkt hätte.
Auch finde ich aber, dass das Ende ein wenig zu schnell geht. Die ganze Geschichte entwickelt sich ja eher in einem schönen langsamen Prozess, aber am Ende werden dann ein paar Dinge doch zu schnell geklärt. Zum Beispiel Nathraens Gefühle sind die ganze Zeit eher undruchsichtig und im näcshten Moment spricht er es einfach aus und wandelt sich dabei schon fast ein wenig in seiner Persönlichkeit.
Und das ist gerade deshalb schade, weil ich die Persönlichkeiten der einzelnen Charakter wunderbar ausgearbeitet finde. Nicht nur die der Hauptfiguren, sondern ganz allgemein die aller Protagonisten.
Nichtsdestotrotz finde ich das Buch mehr als gelungen und sehr lesenswert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Definitiv etwas für Fantasyfans, aber auch wenn man das nicht so mag, bin ich ja das beste Beispiel dafür, dass es dennoch gefallen kann. Ich finde auch, dass der Stil für dein Debut, das auch noch frei publiziert wird, schon sehr gut ist und man deshalb sicher Freude mit dem Buch haben wird.

Ja, ich habe Fantasy gelesen und ich fand sie gut. Ihr dürft euch den Tag rot im Kalender markieren.
Jules :)



* Dieses Buch wurde mir von Ray van Black als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Noch einmal vielen lieben Dank dafür!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen