Montag, 2. November 2015

Durchs Chaos zum Glück (Jill J. Jenkins)

Hallo meine Lieben!

Das heutige Buch nennt sich "Durchs Chaos zum Glück" und ist die Fortsetzung zu Jill J. Jenkins Jason/Leeroy-Reihe. Es umfasst 198 Seiten und wird frei publiziert. Handeln tut es von Jaysen, der nach einigen Schicksalsschlägen nicht weiß, ob er noch länger mit Leeroy zusammen sein kann.


Beschreibung:

Auf der Einweihnungsparty ihrer neuen Wohnung trifft Jaysen und Leeroy der erste Schicksalsschlag, der weitere nach sich zieht und ziemlich starke Ausmaße annimmt. Bald schon leidet Jaysen sehr unter seinem Job und im Bett will es mit Leeroy nicht mehr klappen. Was erst nur ein kleines Problem ist, schaukelt sich hoch, bis Jaysen nicht weiß, ob er für Leeroy noch der Partner sein kann, den dieser verdient.

Meine Meinung:

Ich mag jetzt eigentlich nicht zu viel vorweg nehmen, aber ich muss jetzt einfach ein paar Punkte ansprechen, weil sie mir so gut gefallen haben. Ich war ja zunächst mehr als skeptisch, weil ich ich bei langen Reihen immer Angst habe, dass es spätestens nach dem dritten Band in einer Katastrophe enden wird. Man hat es ja dann einfach über, wisst ihr. Aber zum Glück ist das hier nicht der Fall. Im Gegenteil: Man muss echt sagen, dass Jill J. Jenkins in jedem ihrer Bücher dieser Reihe eine Entwicklung zum Positiven durchläuft, so dass es eigentlich mit jedem Buch mehr Spaß macht, die Geschichte zu lesen.
Diesmal ist zentraler Punkt der Geschichte Jasons Erektionsstörung und dieses doch sehr heikle Thema wird hier wunderbar gemeistert. Zunächst, weil das Problem mit der nötigen Langsamkeit voranschreitet. Niemand hat eine massive Störung und drei Tage später ist sie weg. Das war hier nicht so und das mochte ich sehr gerne. Endlich werden Probleme wirklich "zelebriert", ehe sie sich irgendwie lösen. Wisst ihr, was ich meine? Jedenfalls fand ich es ganz großartig, wie es in der Geschichte geschildert wird. Man merkt deutlich, wie es Jason frustriert und wie hilflos Leeroy ist, weil Jason sich nicht helfen lassen will. Es kommt auch gut rüber, wie sich das ganze nach und nach hochschaukelt, ehe es dann wirklich eskaliert. Das ist echt klasse und sorgt für sehr viel Spannung in dem Buch.
Dann das Ende. Ihr wisst, das ich eine gewisse Szene in Büchern hasse, weil sie unglaublich kitschig und nervig ist und mir immer das Gefühl gibt, mich jetzt ganz arg fremdschämen zu müssen. Folglich schrillten bei mir sofort die Alarmglocken, als das Thema schon nur angesprochen wurde. Aber hier wird das ganze so unkompliziert abgehandelt und so ohne großartigen Schnulz, dass ich damit leben konnte. Und das sagt doch schon alles, oder? Ich hoffe, es ist auch ein Lob, wenn etwas Romantisches nicht romantisch abläuft, ansonsten kritisiere ich hier wohl gerade, aber ohne Mist: Ich fand es so sehr viel besser als mit ganz viel Kitsch außen rum. Und es war ja auch nicht unromantisch. Es war nur so, dass man es einfach wunderbar ertragen konnte, ohne gleich Brechreiz bekommen zu müssen. Einfach schön.
Gibt es Kritik? Nicht viel. Manchmal ist es mir noch ein wenig viel Dialog, aber das ist jetzt nur eine Kleinigkeit. Dafür wirkt es dadurch aber auch sehr alltagsbezogen, was ich ja immer bevorzuge und irgendwie einfach so, als würde man über das Prächen von Nebenan reden. Manchen mag dieser Stil zu einfach sein, aber man braucht doch wirklich nicht immer tiefsinnige Geschichten, sondern ab und an auch mal was auflockerndes für Zwischendurch. Und dafür ist die Geschichte echt perfekt.

Alterbeschränkung/Zielgruppe:

Also klar, für Fans ist das sicher was, aber auch sonst ist das eine lockerflockige Alltagsgeschichte, die sicher jeden anspricht, der sowas gerne liest. Es kommt jetzt, wie gesagt, nicht mit irgendwelchen tiefgründigen Dingen daher, aber durch die Erektionsstörung bekommt es auch ein Thema beigefügt, so dass es doch wirklich auch ein wenig ernstere Töne anschlägt.

Ich bin im Weihnachtsstress. Eigentlich wollte ich mir die Arbeit erleichtern, in dem ich viel vorausplane, aber jetzt habe ich mehr Stress den je, weil ich vorausgeplant habe. Paradox, oder? Aber irgendwie genieße ich es auch. Ein wenig Stress lässt die Arbeit gleich schneller vorangehen und macht mich sogar kreativer.
Jules :)

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