Samstag, 28. November 2015

Der Bachelor: eine Rose für den besten Freund (Bonnyb Bendix)


Na ihr,

seid ihr bereit für eine neue Rezension? :D Heute gibt es eine zu "Der Bachelor: eine Rose für den besten Freund" von Bonnyb Bendix. Dieses eBook wird frei publiziert und umfasst 204 Seiten, auf denen Jan - der neue Bachelor - zusammen mit seinem schwulen besten Freund Basti nach der Frau fürs Leben sucht.


Beschreibung:

Jan ist der neue Bachelor und damit auf der Suche nach der Frau fürs Leben. Sein bester Freund Basti soll ihn bei der Suche beraten, aber das behagt diesem gar nicht, ist er doch schon lange in Jan verliebt. Als Jan auch noch äußert, er würde Basti nehmen, wäre er eine Frau, steht dessen Gefühlswelt endgültig Kopf. Mühsam versucht er, sich Basti aus dem Kopf zu schlagen. Aber vielleicht ist das ja gar nicht nötig.

 Meine Meinung:

Dieses Buch war wieder eine Herauforderung an meine Nerven. Wenn ich auf etwas nicht klarkomme, dann sind das tuntige Personen, die einfach jedes Klischee erfüllen. Ja, es gibt solche Menschen, nein, ich habe nichts gegen sie, ABER ich bin nicht so, ich kann das nicht wirklich nachvollziehen und ich tue mir deshalb einfach schwer, mich in einen Roman fallen zu lassen, der solche Personene darstellt. Mag anderen anders gehen und das ist auch okay, aber ich empfinde eben so. Und hier war es auch wirklich extrem. Es wurde ja kaum ein Klischee ausgelassen, was mich echt genervt hat.
Ich muss auch sagen, dass ich hauptsächlich dadurch mit Basti nicht wirklich warm geworden bin und mich deshalb nicht komplett in die Geschichte fallen lassen konnte. Mich haben auch die Widersprüche genervt. Er sagt von sich, er will nicht jedes Klischee er füllen, tut es aber doch. Er sagt, ihn nerven die Mädels, weil sie zickig sind, zickt aber von allen am meisten herum...
Aber gut, kommen wir mals zur Geschichte selbst. Das TV-Format wurde ein wenig zu Gunsten der Geschichte abgeändert, was mich aber nicht sonderlich gestört hat. Ein wenig hat es mich an die amerikanische Variante erinnert und deswegen fand ich es eigentlich ganz spannend, das in dieser Form zu lesen. Leider wurde dann doch recht wenig auf die Sendung eingegangen, schon alleine, weil alles aus Bastis und nicht aus Jans Sicht geschrieben wurde und im Fokus eigentlich nur Basti samt seiner Gefühle und Gedanken stand.
Allerdings ging es mir so, dass er zwar ständig erzählt, wie es ihm geht, man das aber als Leser nicht immer wirklich mitfühlen kann. Es wird halt gesagt, aber man bekommt die Emotionen nicht richtig mit. Da müsste man noch etwas am Stil feilen, der sonst eigentlich in Ordnung ist. Manchmal wird noch ein wenig zu viel beschreiben (z.B. die Einrichtung), aber ansonsten ist es schon okay.
Was ich gut fand, war das Eifersuchtsdrama, was sich so ein bisschen in die Geschichte geschlichen hat. Ich mag es ja, wenn es ein wenig Drama gibt - so lange es in Maßen ist. Hier ging es überraschenderweise noch und auch der Kitsch hat sich eigentlich in Grenzen gehalten, was ich wirklich positiv hervorheben möchte.
Ich mochte auch, wie man Bastis Entwicklung mitverfolgen kann. Die Erkenntnis, Jan wirklich zu lieben, dann der Versuch, ihn zu vergessen und einfach sein bester Freund zu sein... all das hat mir schon gut gefallen.
Gäbe es nicht so viele Dinge, die mich echt abgestoßen haben, wäre die Geschichte wohl echt klasse geworden. Aber so hat mir eben doch einiges nicht wirklich zugesagt. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich schätze, wenn man sich nicht an Klischees stört, wird man hiermit Freude haben. Ansonsten lieber Finger weg. Aber auch wenn ich gerade nicht so den Anschein gemacht habe: Die Geschichte hat schon was und durch diese Bachelor-Sache ist sie auch mal was ganz anderes, als andere Geschichten und sicher schon eine Überlegung wert.

Ich habe auf Amazon wieder endlos viele positive Reaktionen zu dem Buch gefunden und war schon wieder total voller Erwartungen und nun... bin ich mehr als nur enttäuscht. Und ich frage mich wieder einmal mehr: Warum kann ich mit Dingen nichts anfangen, die alle anderen super zu finden scheinen?
Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich finde diese TV-Sendung ja wirklich grausam. Selbst wenn du total begeistert vom Buch gewesen wärest, was ja offensichtlich nicht der Fall war, wäre das vermutlich kein Buch für mich. Ich finde dieses Bachelor-Prinzip einfach bescheuert. So kann man vielleicht einen Sänger oder ein Supertalent finden, aber zwei Menschen zusammenbringen... na ja.

    Schade, dass die Emotionen nicht so ankommen. Wobei das auch eine Kunst ist, die Emotionen deutlich zu beschreiben, sie aber nicht zu transportieren.

    Mir geht es ja oft genau wie dir, ich kann mit den Hype Büchern nichts anfangen. Genau das ist aber wohl das Problem. Ich habe dann so hohe Erwartungen und vergleiche jeden Satz mit den schon gelesenen/gesehenen Rezensionen, dass kaum ein Buch da mithalten kann. Deshalb warte ich da immer ewig bis ich so was lese. Dann hat das Buch auch eher eine Chance fair bewertet zu werden.

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    1. Hi.

      Ich muss ja gestehen, ich hab das schon mal geguckt. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen: Da war ich auch noch jünger und da guckt so einen Scheiß wahrscheinlich mit ner ganz anderen Einstellung. Jetzt schau ich das auch nicht mehr.

      Ja, das ist schon auch eine Kunst. Aber keine, die ich sonderlich schätze.

      Ich gebe ja kaum noch was auf Rezensionen, weil mir das so oft passiert. Oder ich lese sie erst im Nachhinein, um zu sehen, ob ich der einzige mit der Meinung bin oder ob andere das auch sagen.
      Ich glaube, gerade auf Amazon kann mal auch gar nicht so viel auf Rezensionen geben. Ich weiß auch nicht, aber in 9 von 10 Fällen finde ich das Gelaber überhaupt nicht sachlich.
      Man sollte es wirklich vermeiden, sich aufgrund von Rezensionen zu hohe Erwartungen zu stecken. Aber glaube mir, das Buch hat schon eine faire Bewertung bekommen. Selbst wenn ich keine hohen Erwartungen gehabt hätte, sind da einfach Dinge in dem Buch vorgekommen, wo sich mir die Fußnägel hochrollen. Da brauch ich keine hohen Erwartungen um deshalb mit dem Kopf zu schütteln.

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    2. Ja, Amazon-Rezensionen sind sowieso so ein Thema... da könnte ich mich wieder nur aufregen. Ich gebe auf Amazon-Rezensionen auch null, wie du schon sagst, die meisten sind nicht sachlich und ich möche auch anzweifeln, dass alle ehrlich sind, bzw. das alle die das Buch rezensieren, es überhaupt gelesen haben.

      Ich wollte auch gar nicht sagen, dass du unfair bewertest. Ich denke nur, dass ich ohne Erwartungen oder mit viel Abstand anders an ein Buch herangehe. Wenn ich von 100.000 Leuten höre wie toll ein Buch ist, dann suche ich fast unterbewusst nach Fehlern. Meine Meinung ist mit ein bisschen Abstand einfach ehrlicher im Sinne von ohne Erwartungen. Keine Ahnung wie ich das sagen soll. Ich lüge in meinen Rezensionen natürlich nicht, aber ich bin schon der Meinung, dass man unbekannte Bücher anders bewertet als Hype-Bücher. Gar nicht mal mit Absicht, aber das passiert einfach.

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    3. Manchmal denke ich mir genau das: haben die das Buch überhaupt gelesen oder rezensieren sie nur aus irgendwelchen Gründen, diem an nicht nachvollziehen muss. Vielleicht um sich einzuschleimen oder sonst was.
      Ich weiß, Amazon-Rezensionen sind ein Thema, mit mit dem braucht man keinen mehr kommen. Es ist irgendwie schade, dass die wenigen, die wirklich ehrlich sind, dann am Ende noch dumm angemacht werden oder so. Aber lassen wir das...

      Ich wollte dir auch nicht unterstellen, dass du mir das vorwirfst. Ich meine nur, bei manchen Büchern nutzt es auch nix, wenn man ohne Erwartung ran geht.
      Aber ja, es stimmt schon. Wenn man einen Hype um ein Buch mitbekommt und es dann liest, fragt man sich häufig, woher dieser Hype bitte kommt. Mir geht es nicht zwingend so, dass ich dann gerade nach Fehlern suche, aber ich bin eben enttäuscht, sobald ich auch nur einen winzig kleinen finde und das wirkt dann vielleicht tatsächlich mehr als es unter normalen Umständen wirken würde.

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