Mittwoch, 28. Oktober 2015

Wie Flammen im Regen (T. S. Nightsoul)

Hallo!

Diesesmal geht es um das Buch "Wie Flammen im Regen" von T. S. Nightsoul, welches 232 Seiten umfasst und frei publiziert wird. Es handelt von Trey, dessen ehemaliger Schwarm Narvik plötzlich sein Vorgesetzter ist.


Beschreibung:

Weil Trey einseitig in Narvik verliebt war, ist er vor einem Jahr vor ihm geflüchtet und hat den Kontakt abgebrochen. Umso entsetzter ist er deshalb, als dieser plötzlich vor ihm steht und sein neuer Vorgesetzter sein soll. Auch so hat er durch seine Sprechstörung schon genug Probleme und nun will Narvik auch noch Erklärungen vür sein Verhalten, obwohl Trey sich einfach nicht richtig ausdrücken kann.
Dann erscheint auch noch Ronny auf der Bildfläche, der ebenfalls Interesse an Trey zeigt.

Meine Meinung:

Diese Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Ich finde einfach, sie besitzt einen schönen Schreibstil, der gut zu der Geschichte passt. Egal welche Emotion es ist, sie kommt gut rüber und der Leser kann sich wirklich in den Protagonisten einfühlen. Es ist auch nicht so, dass alles in der Geschichte total toll ist, stattdessen gibt es sehr viel Traurigkeit, Frustration und Verzweiflung, was alles sehr gut rüberkommt und einen irgendwie gefangen nimmt. Man fiebert einfach so sehr mit Trey und Narvik mit, in der Hoffnung, es kommen für sie wieder bessere Zeiten, dass das Buch automatisch spannend wird.
Aber auch so ist es sehr spannend. Owohl es alles sehr langsam und durchdacht vorangeht und sie nur kleine Schritte machen, passiert doch immer irgendetwas, so dass man nie gelangweilt ist und immer wissen will, wie es weitergeht.
Ganz großartig ist auch, wie sich Treys Sprachstörung auf die Geschichte auswirkt. Sie ist nicht nur da, sondern sorgt auch dafür, dass er nicht über seine Probleme reden mag, es zu Missverständnissen kommt und lange keine Aussprache stattfindet.
Es wird auch ganz deutlich, wie Trey darunter leidet und es ihn auch im Alltag wirklich hemmt. Manchmal reagiert er dadurch ganz anders, als man es erwartet, was einen teilweise ein wenig frustriert, was aber auch einfach so gut zu der Situation passt.
Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus Treys und aus Narviks Sicht erzählt wird, kann man sich in beide gut reinfühlen und erlebt dieses Auf und Ab der Beziehung noch viel intensiver.
Was ich auch mochte, waren die Sexszenen. Obwohl sie nicht immer super ausführlich sind, finde ich sie sehr schön und sie passen irgendwie gut in die Geschichte.
Einzig Ronny tut mir wirklich leid, weil er der einzige ist, der nicht wirklich sein Glück findet, obwohl ich seinen Charakter irgendwie sehr mag.
Allgemein muss man sagen, dass die C haraktere alle sehr liebenswert sind, auch die Nebencharaktere. Oder vielleicht ist liebenswert nicht der richtige Ausdruck, sagen wir eher: Sie fügen sich alle prima in den Storyverlauf und runden damit das Buch wirklich gut ab.
Wirkliche Kritik habe ich an dem Buch keine.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Das Buch beschreibt jetzt nicht das blühende Leben sondern eher die Verzweiflung, die eine unerwiderte Liebe mit sich bringen kann. Wenn man aber nicht zwingend nur Kritsch und Sonnenschein braucht, sondern auch mal ein eher tiefgründigeres Buch lesen will, ist man hier richtig. Ich will es euch wirklich empfehlen, weil ich die Stimmung darin so klasse fand.

Mal wieder ein Buch, in dem der Prota nicht makellos ist. Sowas gefällt mir immer sehr gut, wie ihr wisst. Und das macht es gleich noch toller.
Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo Jules,

    ist das Buch eine Fortsetzung zu irgendwas? Die Kurzbeschreibung liest sich so. Und kannst du mir verraten, was das da auf dem Cover ist? Ich kann das irgendwie nicht erkennen :D

    Im Grunde klingt das nach einer tollen Geschichte, die mich auch sofort anspricht. Ich spring ja auch sofort auf die Sprachstörungen an. Aber ich hasse hasse hasse Dreiecksgeschichten. Vor allem, wenn dann auch noch der dritte Part nett ist. Das geht ja gar nicht. Schade eigentlich.

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    1. Nein, es ist keine Fortsetzung. Ich weiß, es liest sich so, weil das in dem Buch in der Vergangenheit liegt und dann halt mit erwähnt wird.

      Also ich interpretiere es als Pfütze, in die Regen tropft und in der sich Flammen spiegeln. ich hoffe, ich sag da jetzt nix falsches.

      Das hat mich eben auch ein wenig gestört. Es war jetzt nicht soooo dramatisch, aber es war halt doch so, dass einer durch die zehn Finger geschaut hat und das tut mir dann einfach so leid. Das war wirklich schade.

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