Mittwoch, 7. Oktober 2015

Lieferant inklusive (L. C. Coulori) [Q]

Hallo Leute!

Das heutige Buch ist wieder eine Kurzgeschichte, nennt sich "Lieferant inklusive" und stammt von L. C. Coulori. Auf 43 Seiten handelt dieses frei publizierte Werk von Phillip, der sich in seinen Sofalieferanten verknallt.


Beschreibung:

Als endlich Phillips neue Couch geliefert wird, verknallt er sich augenblicklich in einen der Möbelpacker. Leider verschwindet dieser ebenso schnell wieder, wie er gekommen ist. Um ihn wieder zu sehen, greif Phillip zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Jedoch muss er sich bald schon die Frage stellen, ob sein Möbelpacker überhaupt interesse an ihm hat - gerade, weil er so auffällig versucht, ihn wiederzusehen.

Meine Meinung:

Also von dieser Geschichte bin ich, ehrlich gesagt, absolut enttäuscht. Gefallen hat mir daran eigentlich relativ wenig. Irgendwie ging es mir einfach alles viel zu schnell und das jetzt auch noch auf eine dermaßen unrealistische Weise, das mir echt die Worte fehlen. Man muss sich ja nur mal auf der Zunge zergehen lassen: Sie sehen sich zweimal kurz, treffen sich dann mehr zufällig als was anderes, gestehen sich dann ihre Liebe und danach wird erstmal die Frage gestellt: „Wie heißt du eigentlich?“
Tut mir Leid, aber da fehlen mir die Worte. Das ist für mich einfach nur unrealistisch. Ich finde es ja schön, wenn von Anfang an klar ist, dass da eine gewisse Anziehung zwischen ihnen besteht, aber das Wort Liebe ist mir einfach zu groß, um es schon in die Runde zu werfen, ehe man sich überhaupt kennen gelernt hat. Man muss doch erstmal miteinander reden – von der Optik her ist die Sache sicher gleich klar, aber es ist doch der Charakter, in dem man sich letztendlich verliebt. Also da mag ich auch gar nichts weiter zu sagen, weil ich damit einfach überhaupt nicht klarkomme.
Wiederum schön, das muss man schon zugeben, ist, diese witzige Art und Weise, wie er versucht, seinen Lieferanten immer wieder ins Haus zu holen. Ich finde es zwar auch hier wieder übertrieben, sich gleich ein neues Bett zu kaufen, aber andererseits musste ich auch einfach Schmunzeln, weil das doch mal eine außergewöhnliche Idee ist, jemanden wieder sehen zu können.
Ich glaube, die Geschichte hätte sehr süß werden können, wenn sie an der einen oder anderen Stelle ein wenig realistischer gestaltet worden wäre. Und vielleicht auch ein bisschen weniger… märchenhaft. Ich möchte nicht kitschig sagen, denn kitschig war sie eigentlich nicht, aber doch sehr übertrieben an mancher Stelle.
Der Stil wäre okay gewesen, wenn alles noch ein wenig langsamer voran gegangen wäre und wenn an mancher Stelle nicht Dinge kommentiert worden wären, die ich einfach nicht gebraucht hätte. Man muss nicht immer alles erwähnen, wenn der Leser es auch aus dem Kontext erfassen kann. Damit macht man mehr kaputt, weil man dann irgendwie das Gefühl hat, man wäre ein dreijähriges Kind, dass von seiner Mama die Welt erklärt bekommt. Sorry, das ist jetzt schon hart gesagt und so krass war es in der Geschichte nun wirklich nicht, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will: Offensichtliche Dinge muss man nicht extra noch mal aufschreiben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Jetzt will ich aber gar nicht den Eindruck vermitteln, die Geschichte wäre total schlecht. Ich selbst bin eben einfach nicht begeistert von einigen Inhalten, aber ich kann mir vorstellen, dass Leute, die doch ein wenig romantischere Ansichten haben, sie ganz süß finden werden. Wer allerdings eher tickt wie ich, sollte vielleicht lieber zu einer anderen Geschichte greifen.

Momentan arbeite ich wieder viel am Blog, um neue Posts bringen zu können. Man glaubt es ja immer gar nicht, aber in so einem Blog steckt schon echt viel Arbeit. :o
Jules :)

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