Montag, 19. Oktober 2015

Fesseln der Gewalt (Rigor Mortis/France Carol) [Q]

Hey!

Heute gibt es die Rezension zu "Fesseln der Gewalt" von Rigor Mortis und France Carol. Wer sie als eBook liest, beachtet bitte: Dort ist sie in zwei Teile aufgeteilt. Der erste umfasst 46 Seiten, der zweite 54. Sie wird frei publiziert und handelt von Servan, der sich an seinem ehemaligen Peiniger Oliver rächen möchte, in dem er dessen Sohn entführt.
Ich habe es in Teilen gelesen und rezensiere deshalb auch in Teilen. Eigentlich wollte ich das über zwei Wochen verteilt tun, aber aus Gründen gibt es jetzt eine zusammengefasste Rezension.


Beschreibung:

Teil 1:
Servan möchte sich an seinem ehemaligen Peiniger damit rächen, dessen Sohn Vinzent zu entführen. Dabei lässt er keine Gnade walten und schreckt auch nicht davor zurück, Vinzent zu foltern. Dieser versucht verzweifelt, zu seinem Entführer durchzudringen, um sein Leben zu retten.

Teil 2:
Vinzent konnte entkommen, kann aber seinem Vater aber nicht verzeihen. Zudem muss er sich noch damit auseinander setzen, dass er Mitgefühlt mit Servan verspürt. Als sich die Situation mit seinem Vater zuspitzt, ist es auch noch ausgerechnet Servan, der eingreift.


Meine Meinung:

Teil 1: 
In diesem Teil geht es um die Entführung. Besonders gelungen finde ich darin, dass man den Hass spürt, den Servan auf Oliver hat. Es wird eben gut beschrieben, wie er sich jahrelang seine Rache ausgemalt hat, alles gut geplant hat und nun endlich zuschlagen kann. Aber man sieht eben auch fast sofort, dass er nicht so eiskalt sein kann, wie Oliver es war und dass es ihm zusetzt, Vinzent ebenso viel Schmerz zuzufügen, wie Oliver ihm einst. Man merkt auch, wie sie sich annähern, obwohl ja eigentlich so etwas Schreckliches zwischen ihnen steht. Wie diese Widersprüchlichkeit dargestellt wird, hat mir gut gefallen. Zudem es sich um einen wirklichen Prozess handelt, in dem es Vinzent gelingt, Servan wieder zu sich kommen zu lassen.
Die Folterszenen werden recht ausführlich dargestellt. Ich habe zwar auch schon ausführlicher gelesen, aber ich denke so ist es okay.

Teil 2:
In diesem Teil mochte ich, wie beide mit sich hadern, weil sie doch irgendwie Gefühle für den anderen hegen. Man merkt deutlich, dass Servan nicht weiß, wie er mit positiven Gefühlen umgehen muss, während Vinzent sich selbst nicht versteht, dass er Servan mag, obwohl dieser ihn so gequält hat.
Zugegeben, es ist schon ein wenig skurril, dass sich die Geschichte in die Richtung entwickelt, aber man versteht ja die Beweggründe von Servan und man bekommt ja auch immer die Eindrücke aus Vinezents Sicht beschrieben, sodass man es irgendwie nachvollziehen kann, auch wenn es zunächst komisch erscheint.
Es passiert in der Geschichte auch wirklich nicht übereilt, obwohl es so wenig Seiten sind, sondern man kann es schon nach und nach erkennen. Das ist auch wichtig, weil es sonst wohl unrealisitsch wirken würde.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich ist das Buch nur etwas für Leute, die mit Folterszenen und so einem Kram etwas anfangen könne. Wenn man jetzt zwart besaitet ist, ist das vielleicht nicht das richtige Buch. Andererseits umfasst es ja auch eine Liebesgeschichte und das ist schon irgendwie schön zu lesen, auch wenn man vielleicht nicht so sehr auf die ganzen "Psychoelemente" drum herum steht.
Selbstverständlich empfehle ich so ein Buch erst ab... naja, 16 Jahren.

Halloween rückt näher und deswegen gibts auch diesen Montag wieder was "düsteres" zum drauf freuen. Ich vermisse es wirklich, dass es so richtige Horrorbücher mit schwulen Protagonisten gibt. DIE wären nämlich perfekt für diesen Monat. (Wenn jemand doch eins kennt, sagen!!!) Aber so finde ich es schon auch sehr gut.
Jules :)

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