Samstag, 31. Oktober 2015

Eine Nacht in der Hölle (Nate Southard) [Q]

Fröhliches Halloween, ihr Lieben!

Hab ich schon erwähnt, dass ich Halloween liebe? Deswegen musste natürlich etwas her, dass ich euch an diesem Tag bieten kann und ich denke, ich bin fündig geworden. Deshalb gibt es heute die Rezension zur Kurzgeschichte "Eine Nacht in der Hölle" von Nate Southard. Diese erschien bei Festa und umfasst 79 Seiten. Handeln tut sie von Dillon, dessen Teamkollegen erfahren, dass er eine Beziehung mit einem Jungen führt.


Beschreibung:

Dillon ist Footballspieler und dabei wirklich erfolgreich. Alles kein Problem für seinen Kumpel Kevin, bis dieser herausfindet, dass Dillon eine heimliche Beziehung zu Randy hat - also einem Jungen. Das eine "Schwuchtel" besser ist als er, kann Kevin nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb enführt er Dillon und Randy kurzerhand, um sie zu demütigen und ihnen eine Lektion zu erteilen. Doch dann eskaliert die Situation...

Meine Meinung:

Also... Ich liebe sowas ja wirklich, aber dieses Buch hat mich an meine Grenzen gebracht. Und ich dachte, ich habe gar keine, haha. Mir war beim Lesen teilweise wirklich schlecht. Es wird halt auch echt kein Blatt vor den Mund genommen und genau beschrieben. Splatter machen mir ja eigentlich nicht viel aus, ich finde sie eher witzig, aber ich habe festgestellt, dass es etwas anderes ist, das ganze zu lesen und sich in seiner Fantasie selber auszumalen als es nur in übertriebenen Szenen im Kino bzw. TV zu sehen. Es ist einfach irgendwie ekliger, sich das selbst auszumalen und dadurch erlebt man es einfach extremer.
Nate Southard hat aber auch eine gute Art, etwas zu schildern. Wirklich wie in einem Horrorfilm und ein bisschen krank. Also, ihr wisst schon. Ich meine das, in diesem Fall, positiv. Auf jeden Fall checkt man die kranken Gedanken der Protagonisten und weiß, wieso was passiert. Es zeigt eben, wie eine Situation aus dem Ruder laufen kann, gerade, wenn einer noch ein hiemlicher Psychopath ist. Aber dadurch, dass man es so nachvollziehen kann, wirkt es echt und ich glaube, das war das, was mir bei dem Buch so eine Gänsehaut beschehrt hat.
Fakt ist jedenfalls, dass es nichts für schwache Gemüter ist. Ich meine das echt ernst. Man muss schon was vertragen können. Wenn man das aber tut, dann wird man sicher daran gefallen finden. Es ist kein klassicher Horror, sondern eher Splatter, aber aus den oben genannten Gründen dann doch recht gruselig. Und es ist wirklich gut gemacht. Sehr durchdacht und trotz dessen, dass es mehr oder weniger nur um Blut vergießen geht, auch irgendwie spannend.
Ich finde es übrigens gut, dass es so eine kurze Geschichte ist. So ist von der ersten bis zur letzten Sekunde Spannung da und man hat keine Atempause - eigentlich das, was man ja auch von einem Horrorfilm erwarten würde. Ich bin echt begeistert und kann es nur empfehlen.
Hab ich Kritik? Eigentlich nicht. Es ist wahrscheinlich nicht all zu realistisch, aber wäre es das, wäre es kein Horror. Zumal ich tatsächlich finde, dass es auch nicht wirklich unrealistisch ist - das ist ja das erschreckende an dem Buch.
Das einzige: Man hatte kein konkretes Bild der Protagonisten vor Augen, weil sie nicht beschrieben wurden. Man spinnt sich so zwar selbst etwas zusammen, aber ich hätte es - in diesem Punkt - gerne etwas detaillierter gehabt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Also noch mal: Nur lesen, wenn man es auch verträgt. Und vor allem, frühstestens ab 16 Jahren.

Genau sowas habe ich immer schon gesucht. Eine Spur Horror und dazu schwule Protagonisten. Warum gibt es sowas so wenig? Ich liebe sowas halt echt sehr und hätte gerne viel mehr davon.
Jules :)

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