Montag, 5. Oktober 2015

Die Farbe des Lichts (Diana Wintermeer)

Hey ihr!

Aufgrund einiger Änderungen, gibt es nun auch montags eine Rezension. Die heutige befasst sich mit der Geschichte "Die Farbe des Lichts" von Diana Wintermeer. Es wird frei publiziert und handelt auf 367 Seiten von Chris, der den erfolgreichen Maler Richard kennenlernt.


Beschreibung:

Weil das Geld knapp ist, schafft es Chris' Freundin, ihn dazu zu überreden, sich als Modell für den berühmten Maler Richard Grayes zu bewerben. Tatsächlich zeigt dieser sofort Interesse an ihm und er bekommt den Job. Dabei lernen sie einander besser kennen und Chris kann sich nicht länger gegen seine aufkommenden Gefühle für den Maler wehren. Während er noch nicht weiß, wie er damit umgehen muss, hat auch Richard zu kämpfen. Denn auch er hat ein Geheimnis, wegen dem er Chris auf Abstand halten möchte.

Meine Meinung:

Das ich dieses Buch gelesen habe, war wirklich rein dem Zufall geschuldet. Mich hat die Beschreibung nicht so sehr angesprochen und deswegen hatte ich es von meiner Wunschliste verbannt. Dann aber gab es das Buch als Angebot und weil es so angepriesen wurde, habe ich doch zugeschlagen. Als ich dann zu lesen begonnen habe, wusste ich nach dem ersten Satz, dass ich dieses Buch lieben werde.
Ich habe wirklich selten so ein wundervolles Buch wie dieses gelesen. In dem Buch ist Malerei ein großes Thema und deswegen formuliere ich es mal so: die Kunst des Schreibens liegt darin, mit Worten ein Bild zu malen. Und selten habe ich jemanden gesehen, dem das so großartig gelungen ist wie Diana Wintermeer in diesem Buch.
Man konnte sich wirklich ganz in die Geschichte fallen lassen und sah alles vor sich, als würde es gerade wie ein Film vor einem ablaufen. Obwohl ich das Buch in der größten Julihitze gelesen habe, habe ich mich im verschneiten New York wieder gefunden und die Kälte auf meiner Haut gefühlt.
Aber es ist nicht nur das ganze Setting, das in dem Buch so detailgetreu dargestellt wird. Gefühle – und die gibt es in dem Buch wirklich in allen Facetten – kamen rüber, als würde man sie selbst spüren. Man erkannte Chris Verzweiflung, seine Liebe und seinen Schmerz. Ich glaube, selten habe ich bei einem Buch so oft weinen müssen, wie bei diesem. Irgendwann habe ich aufgegeben, meine Tränen trocknen zu wollen.
Das Buch endet nicht, wie von mir erwartet, aber doch auf seine Art perfekt. Ich lese oft zuerst den Schluss, hier habe ich es vermieden und wurde überrascht. So hatte ich aber das Glück, dass mich die geballten Emotionen ganz unvermittelt trafen und dafür gesorgt haben, dass ich Gänsehaut habe.
Ich möchte vom Inhalt nicht zu viel vorweg nehmen, also verrate ich auch dementsprechend wenig. Wichtiger ist mir, dass ihr versteht, wie wunderschön dieses Buch ist. Ein wahrer Schatz, von dem ich nicht viel erwartet habe und dann so mitgerissen wurde.
Allgemein kann ich sagen, dass die Geschichte gut aufgebaut ist. Sie besitzt eine Handlung, in der nichts Spektakuläres geschehen muss, um die Situation bedeutungsvoll erscheinen zu lassen. So baut sich eine Spannung auf, die mich die ganze Nacht hat durchlesen lassen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie kann man dieses Buch nicht lesen wollen? Ich würde das fragen, wenn es mir nicht ähnlich gegangen wäre. Aber jetzt kann ich sagen: An alle, die zögern: Lest es. Und an die, die von vorneherein neugierig auf das Buch sind: Ihr werdet es nicht bereuen.

Ich habe gesehen, dass es noch ein Gegenstück dazu gibt. Die Geschichte aus Richards Sicht. Irgendwann werde ich auch diese lesen. Ich habe nur ein wenig Angst vor dem Gefühlssturm, der dann vielleicht über mich hereinbricht.
EDIT: Hier gibt es die Rezi.
Jules :)

Kommentare:

  1. Ich mag das Cover. Es ist ja eigentlich total schlicht, aber irgendwie gefällt es mir total gut. Liegt vielleicht an der Farbe. :D

    Ich finde den Inhalt eigenlich nicht schlecht. Wahrscheinlich würde ich dafür nicht sofort in den Buchladen rennen, aber er ist auch nicht abschreckend.

    Nach deiner Rezension muss ich mir das aber nochmal überlegen, mit dem in den Buchladen rennen. Aber ich mag dein Label "Tod" nicht. Ich hasse Tod. :D

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    1. Siehst du, so ging es mir eben auch. Ich dachte: Klingt ganz nett, aber naja... irgendwann les ich es vielleicht mal.
      Ich konnte ja nicht ahnen, wie großartig dieses Buch ist!
      Ich will jetzt aber auch nicht wieder deine Erwartungen so hoch stecken, dass du dann enttäuscht bist. ;)
      Ja, der Tod... naja... ich hasse das auch, aber es ist ja trotzdem ein positives Ende und naja... ich glaube, in dem Fall ist der Rest des Buchs Entschädigung genug für den Tod. Überleg es dir mal und lass dich nicht deshalb davon abschrecken.

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