Montag, 26. Oktober 2015

Ben: Liebe am Abgrund (Kooky Rooster)

Hey ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Ben: Liebe am Abgrund" und stammt von Kooky Rooster. Es erschien bei BookRix und umfasst 304 Seiten. Handeln tut es von Ben, der unter seinem Bruder Jochen zu leiden hat, bis Paul in sein Leben tritt.


Beschreibung:

Ben ist Heulsuse, Bettnässer und "Mädchen" in einem. Und das nur, weil er unter seinem Bruder Jochen zu leiden hat, der keine Chance auslässt, ihn zu demütigen und einzuschüchtern. Das er bei allen anderen Leuten als Held gilt, trägt nicht zu Bens Rettung bei. Wohl aber Paul. Diesen lernt Ben eines Nachts kennen und mit ihm kommt auch die Hoffnung. Doch eines hat Ben mittlerweile gelernt: dass alles Hoffen vergebens ist.

Meine Meinung: 

Puh, dieses Buch hat mich geschafft. Im positiven Sinne natürlich. Ich hatte nicht erwartet, dass es dermaßen psycho werden würde und als ich dann gemerkt habe, dass dem so ist, habe ich es geliebt. Es ist so, dass in dem Buch sehr viel psychische Folter dargestellt wird. Natürlich wird es auch mal körperlich, aber das meiste geschieht psychisch und es Bedarf schn einigem Können, so etwas auch gut auf Papier zu bringen, so dass dieses Grauen beim Leser ankommt. Bei mir ist es definitiv angekommen, mir war teilweise richtig schlecht und ich habe mich ähnlich verzweifelt gefühlt wie Ben. Es wird auch wirklich sehr gut geschildert, wie Ben darunter leidet und seine Psyche dadurch angegriffen wird. Der Stil trägt da wirklich wesentlich zu bei. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber er passt sich eben der Situation an und sorgt dafür, dass die Eindrücke noch verstärkt werden.
Ich mag einfach, wie man Bens Verzweiflung spürt und mit ihm mitleidet, wenn wieder einen Rückschlag einstecken muss. Aber ich mag auch, wie nach und nach so etrwas wie Kampfeswille in ihm aufkommt und er einfach nur noch all das hinter sich lassen möchte.
Am Anfang hat mich das Buch ein wenig verwirrt, weil zwischen verschiedenen Sequenzen hin und her geswitcht wird, so dass man als Leser gar nicht weiß, was los ist. Aber das ist nicht schlecht, sondern sehr gut, weil man nach und nach ein gutes Gesamtbild von der Situation bekommt, bis die Geschichte eben richtig in der Gegenwart ankommt.
Ein paar Sachen sind leider ein wenig undurchsichtig geblieben. Ich weiß nicht so genau, ob ich das irgendwie überlesen habe, aber ich bin irgendwie nicht so ganz mitgekommen, was es genau mit Lena und Sven (zwei, ich sag mal Nebenfiguren) auf sich hatte. Sie werden halt immer mal erwähnt und es wird auch kurz gesagt, wer sie sind und was mit ihnen passiert ist, aber nicht so fokussiert und dann hätte ich da doch gerne noch mehr Info dazu gehabt.
Vielleicht noch zu den anderen Figuren. Jochen wird sehr toll als Psychopath. Es muss nicht erst gesagt werden, man erkennt es schon an der ganzen Art, wie er und sein Tun beschrieben werden.
Bei Paul fand ich gut, dass man zwar erkennt, dass er Ben unbedingt retten möchte, aber selbst noch mit sich und seinen Dämonen zu kämpfen hat.
Auch die Nebenfiguren waren wirklich super, haben ihren Platz in der Geschichte gehabt und irgendwie zur Story beigetragen.
Vielleicht ist das nur mein kranker Humor, vielleicht ist es gewollt oder ich weiß nciht, aber manchmal musste ich trotz der schrecklichen Dinge im Buch noch lachen. Einfach, weil sie Situation in ihrer ganzen Grausamkeit etwas groteskes hatte oder warum auch immer. Nicht, dass das Buch jetzt viel mit Humor zu tun hätte aber trotzdem... Es macht einen nicht gänzlich depressiv, auch wenn viel Leid und Schrecken darin vorkommt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es klingt immer blöd, wenn ich sag: Man muss es halt mögen. Ich sag es mal so: Man muss sich klar sein, dass es hier schon echt psycho zu geht und man muss solche Psychogeschichten mögen. Dann ist man hier goldrichtig, weil Kooky Rooster dieses Genre wirklich wunderbar beherrscht.
Ich empfehle es mal ab 16 Jahren, weil es doch schon heftig ist.

Gnihihihi, Halloween rückt näher, Leute! :) Ich freue mich und ihr müsst euch auch freuen!
Jules :)

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