Samstag, 26. September 2015

Mr. Benson (John Preston)

Hallo!

Dieses Buch nennt sich "Mr. Benson", stammt von John Preston und umfasst 192 Seiten. Es erschien bei Bruno Gmünder und handelt von Jamie, einen Aufreißer, der sich plötzlich danach sehnt, sich Mr. Benson zu unterwerfen.


Beschreibung:

Jamie ist ein Aufreißer und nutzt sein gutes Aussehen, um jede Nacht einen anderen rumzukriegen. Als er auf Mr. Benson trifft, scheint er sich an diesem jedoch die Zähne auszubeißen. Denn dieser möchte niemanden wie Jamie, sondern einen richtigen Sklaven, der bereit ist, sich völlig zu unterwerfen. Obwohl Jamie es härter mag, ist er sich anfangs nicht sicher, ob er das wirklich kann. Aber für Mr. Benson ist er bereits, seine Grenzen zu überschreiten.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, bei dieser Geschichte bin ich wieder geteilter Meinung. Grundsätzlich hat sie mir eigentlich schon richtig gut gefallen. Ich lege ja immer darauf wert, dass im Zusammenhang mit BDSM erkennbar ist, dass eine gewisse Verantwortung getragen wird und man nicht einfach gedankenlos drauf los spielen kann. Dies war hier erkennbar, weil wirklich auf das Vertrauen zwischen Dom und Sub eingegangen wurde. Gleichzeitig wurde auch dargestellt, in was für eine Hilflosigkeit sich ein Sklave eigentlich begibt und dass es jemanden braucht, der damit umgehen kann, damit das nicht zu einem Problem wird. Allgemeint ist das ein Buch, das sich mit dem tieferen Wesen von BDSM befasst hat und nicht einfach nur diverse Sexszenen beschreibt.
Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass man doch die Gefühle erkennt, die Mr. Benson und Jamie für einander haben, obwohl doch durchweg eigentlich ein sehr derber Ton angeschlagen wird. Und genau das macht für mich aber ein gutes BDSM-Buch aus. Das diese Szene ungeschönt und ungekitscht dargestellt wird und man aber dennoch erkennt, dass da mehr Gefühl dahintersteckt, als man glaubt.
Allerdings ist das Buch wohl echt nicht für jeden etwas. Es behandelt schon auch gewisse Spielarten, die nicht jedermanns Geschmack sind. Ich sag nur: Natursekt, Fisting, Brandings. Für mich persönlich ist das jetzt nichts, dass ich wollen würde, aber ich fand es jetzt beim Lesen nicht unbedingt dramatisch, dass es darin vorkam. Allerdings schätze ich, das manch anderer das vielleicht anders sieht.
Was für mich auch schwierig war: Es wird nie etwas von einem Safeword erwähnt und er wird z.B. auch vieles getan, ohne zunächst Jamies Einwilligung zu holen. Mag gut sein, dass einige das so betreiben und Jamie hat es in dem Buch ja auch gefallen, was das ganze legitim macht, aber trotzdem… Für mich ist ein Safeword einfach wichtig und deswegen wünsche ich es mir auch immer in Romanen. Es sollen ja auch „Uneingeweihte“ erkenne können, dass alles safe ist.
Ich habe schon gesagt, in dem Buch wird ein derber Ton angeschlagen. Auch das muss man mögen. Manchen mag das zu krass sein, andere finden es genau so richtig – aber so oder so passt es einfach zur Handlung des Buchs und deshalb finde ich es vollkommen richtig so, wie es darin vorkommt.
Was in der Beschreibung so gar nicht angesprochen wird: In dem Buch geht es noch um richtige Sklaverei und gerade dadurch erkennt man noch einmal den Unterschied zwischen freiwilliger Unterwerfung und Verbrechen. Ich glaube, das macht das Buch auch zu dem Klassiker, der es ist. Mag man von BDSM halten was man will, aber wenn man das Buch gelesen hat, sollte man schon verstehen, dass es nichts mit roher Gewalt, Vergewaltigung oder ähnlichem zu tun hat. Und gerade deshalb finde ich es so lesenwert.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Natürlich nur etwas für Fans von BDSM und natürlich auch erst ab 18 Jahren zu empfehlen. Ansonsten sollte man mögen, dass hier ein etwas härterer Ton angeschlagen wird, dann wird man sicher mit der Geschichte viel Freunde haben.

Momentan fallen meine Rezensionen immer so kurz aus. Bin ich froh, dass diese hier wieder etwas länger ist. Aber manche Geschichte sind auch einfach nichtssagend oder man kann nur loben/kritisieren, dann ist man auch so schnell fertig. :D Auch nicht so ideal.
Jules :)

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