Samstag, 18. Juli 2015

Sag mir, dass es wahr ist (T.J Klune)

Huhu!

Meine heutige Rezension handelt von TJ Klunes Roman "Sag mir, dass es wahr ist". Das Buch könnt ihr als eBook erhalten. Des erschien bei Dreamspinner Press, besitzt 414 Seiten und handelt vom übergewichtigen Paul, der nicht an ein Happy End für sich glaubt, bis er Vince kennenlernt.

 

Beschreibung:

Paul ist übergewichtigt und schon alleine deswegen leidet er an Selbstzweifeln. An sein persönliches Happy End glaubt er nicht. Deshalb kann er einfach nicht glauben, dass sich ausgerechnet Vince für ihn interessiert. Dieser ist nämlich ziemlich sexy, wenn auch nicht sehr intelligent.
Trotz aller Zweifel lässt er sich auf Vince ein. Als dieser dann von einem Schicksalsschlag heimgesucht wird, muss Paul endlich lernen, über seinen Schatten zu springen, um ganz für ihn da sein zu können.

Meine Meinung:

Mein erster Eindruck von dem Buch war, dass es einfach total witzig ist. Ich habe zu lesen begonnen und musste erstmal lachen. Sowas gefällt mir immer gut, Geschichten mit richtig gutem Humor sind viel zu selten. Dieser locker-witzige Stil zieht sich auch durch das ganze Buch durch, was ja eigentlich gut ist. Leider war es mit der Zeit ein wenig zu viel. Oder was heißt "ein wenig", es war einfach zu viel. Manche Szenen sind einfach so extrem lächerlich und peinlich dargestellt, dass man es einfach nicht mehr so recht glauben kann. Also... jedem passiert ja mal was peinliches, aber doch nicht alle drei Minuten. Ich fand das schon zu viel, obwohl ich trotzdem noch lachen musste, weil es halt doch lustig ist. Nur... während man lacht, denkt man sich halt gleichzeitig "Ernsthaft?!".
Der Sinn dahinter ist wohl, dass man sich von diesen übertrieben perfekten Romanfiguren abwendet (was ich zunächst ja sehr gut finde!) und eben ein genaues Gegenteil zum Held der Geschichte macht. Aber leider ist es halt eben so: ob nun übertrieben perfekt oder übertrieben unperfekt, übertrieben ist es allemal. Und das ist einfach unrealistisch.
Das Buch beinhaltet auch ein wenig viel Drama. Also nicht im Sinne einer einzigen großen Tragödie, sondern einfach darin, dass alles - wirklich alles - einen Ticken zu übertrieben dargestellt wird. Geht natürlich Hand in Hand mit dem Versuch, es dadurch witzig darstellen zu lassen.
Schön finde ich hingegen, wie diese Selbstzweifel dargestellt werden, die Paul da mit sich herum trägt. Und wie sie sich dann auch auf die gesamte Situation auswirken. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einem genau so gehen muss, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist, wie es im Roman eben dargsestellt wird. Ich mochte auch, wie er es nur sehr langsam ablegen konnte, denn wie es im Roman glaub ich auch mal gesagt wird: Man ändert sich nicht innerhalb weniger Minuten komplett.
Die Eltern sind wichtige Nebenfiguren und sollten vielleicht erwähnt werden: Wie so ziemlich alles, finde ich auch die Eltern übertrieben. Sie sind einfach verrückt! Alle Nebenfiguren sind ein wenig verrückt, aber die Eltern toppen echt alles. Und irgendwie habe ich mich manchmal gefragt, ob ich jetzt im falschen Film bin. Andererseits hat das natürlich auch wieder für Witz gesorgt und ich musste trotzdem lachen. Schon schwer, etwas zu kritisieren, was einen dann doch irgendwie zusagt...
Nun, man kann zumindest nicht behaupten, dass die Persönlichkeiten sämtlicher Charaktere nicht voll durchgezogen wurden. Sie wirken zwar dadurch alle verrückt, aber immerhin haben sie Persönlichkeit und sind nicht nur irgendwelche seelenlosen Figuren, die schwanken wie Fähnchen im Wind.
So humorvoll die ganze Geschichte ist, so unfassbar war es für mich, dass mich ausgerechnet diese Geschichte am Ende noch zu Tränen gerührt hat. Das Ende war überhaupt gar nicht das, was ich erwartet habe. Es hatte einen Ticken mehr ernst und war deshalb vielleicht endlich auf dem Level, auf dem es mir auch wirklich zusagen konnte. Es war nicht mehr alles übertrieben peinlich, wenn auch immer noch eine Spur witzig, und einfach irgendwie romantisch, schön und ergreifend.
Irgendwie wird man aus der Rezension bisher nicht schlau, ob ich es mag oder nicht, findet ihr nicht auch? Aber soll ich euch was sagen? Ich weiß es selbst nicht. Keine Ahnung, was ich von dem Buch halten soll. Ich kann euch nur sagen, was mir nicht gefallen hat und trotzdem muss ich zugeben, dass ich es nicht schlecht fand. Vielleicht war es nichts, was mich begeistert hat, aber zumindest bleibt es mir auch nicht in schlechter Erinnerung. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen.
Zum Schluss muss ich nur noch eine formale Sache anbringen: Ich habe dann doch den einen oder anderen Fehler entdeckt. Zwar allesamt mehr oder weniger Tippfehler, aber Fehler ist Fehler. Hat den Lesefluss jetzt aber nicht so wirklich gestört.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer -wie ich - gerne über Figuren liest, die einfach perfekt unperfekt sind, ist hier richtig. Dieses Buch ist einfach wieder mal ein Buch über normale Menschen und nicht über einen Adonis, der sich in ein Topmodel verguckt. Auch ist es sehr humorvoll, also wer etwas zum Lachen sucht, ist hier genau richtig.

Ich finde es erstaunlich, wie ich immer das ganze Wochenende mit meinem Blog "vertrödle". Freitag To-Do-List schreiben, Samstag lesen, Sonntag rezensieren und To-Do-List abarbeiten. Und jetzt stelle ich gerade fest, dass ich morgen (Sonntag) nicht zu Hause bin und deshalb heute (logischerweise Samstag) alles erledigen muss. Das ist purer Stress! Geht es euch denn auch so?
Jules :)

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