Freitag, 31. Juli 2015

Juli

Hallo meine Lieben!

Ein weiterer Monat ist um und wieder steht eine Monatszusammenfassung an. Der Juli war ein seltsamer Monat, in jeglicher Hinsicht. Aber lest selbst:

Rund um den Blog

Ich war selten so produktiv, wie im Juli. Ein Interviewangebot hat den Stein so ein wenigs ins Rollen gebracht. Nicht nur, dass ich an Interviews so viel Spaß gefunden habe, ich bin auch sonst total kreativ gewesen und habe gefühlt 1.000 neue Kolumnenposts geschrieben. Ich glaube, wenn sie nächstes Jahr wieder on gehen, wird das richtig, richtig gut.
Ich hoffe sehr, dass meine neu gefundene Kreativität anhält, weil es mir so viel Spaß macht, neue Dinge auf dem Blog zu bringen.
Ich bin auch sehr zufrieden mit der Entscheidung, jetzt öfters am Montag noch einen Blogpost hochzuladen. Ich habe mich ja jetzt dazu entschlossen, hauptsächlich englische Bücher und Rezensionsexemplare zu bringen, aber ab und an wird sich auch mal eine "normale" Rezension darunter schleichen. Seit ich das mache, habe ich das Gefühl, endlich geht es mal voran auf dem Blog. Ich muss nächstes Jahr unbedingt etwas ändern - so viele Bücher in der Warteschleife zu haben, darf mir nicht mehr passieren. Es ist nämlich für mich ebenso ärgerlich wie für euch, wenn eine Rezension so lange auf sich warten lässt, obwohl sie fertig ist.

Bücher, Bücher, Bücher

Jetzt beginnt der wirklich seltsame Teil. Ich hatte in diesem Monat ein Buch, das ich eigentlich gar nicht lesen wollte und das mich jetzt so positiv überrascht hat, dass ich froh bin, mich überzeugt haben zu lassen. Dann gab es noch ein Buch, auf das ich mich gefreut habe, und das mich dermaßen enttäuscht hat, dass ich in der Rezension leider kein gutes Wort dafür habe finden können. Nicht nur, dass mich das wirklich geärgert hat, ich habe mich mit dem Buch auch über Wochen gequält und das ist einfach schade. Man will es dann immer zu Ende lesen, aber es hört und hört nicht auf und man hat einfach keine Lust mehr und würde es am liebsten aus dem Fenster werfen.
Worüber ich mich gefreut habe, waren die Rezensionsexemplare. Ich bin nicht jemand, der sich Autoren/Verlagen aufdrängt und um Rezi-Exemplare "anbettelt" (Ich weiß, dass das eigentich nicht "anbetteln" ist, aber ich fühle mich dabei immer so.). Aber ich freue mich total, wenn man es mir von sich aus anbietet und ich mache das auch echt gerne. Es ist halt irgendwie etwas anderes, als einfach irgendeines zu kaufen.
Ich bin ja niemand, der sich einen Stapelt ungelesener Bücher hält, aber momentan führe ich dann doch konstat einen solchen, auch wenn sich dieser auf 2 Bücher beschränkt. Ich fürchte, ich bin echt kaufsüchtig geworden. Seit ich den Blog betreibe, ist das auch noch schlimmer geworden. Ist auch echt nervig: Ich habe meine Wunschliste komplett durchgeplant, so dass ich die meiste Bücher davon in diesem Jahr noch lesen kann. Aber jetzt sind schon wieder über 10 neue dazu gekommen und ich verzweifle. Wenn ich im Lotto gewinnen würde, dann würde wohl alles für Bücher draufgehen.

Mein Leben und ich

Der Juli war ein ganz furchtbarer Monat. Ich hatte irgendwie ständig nur Stress und so viel zu tun, dass einfach die Zeit, die ich für mich alleine hatte, zu wenig war. Ich bin aber ein Mensch, der ganz viel Ruhe und Zeit für sich braucht und wenn ich die nicht habe, dann werde ich zum einen schlecht gelaunt und unerträglich und zum anderen macht es mich psychisch einfach fertig.
Hinzu kam dann noch, dass ich mal wieder eine Entscheidung treffen musste, die mit meiner Zukunft zusammen hängt und die mir wieder aufs Gemüt geschlagen ist. Es gibt einfach so Dinge, da graut es einen davor. Jetzt, da ich eine Entscheidung getroffen habe, weiß ich immernoch nicht, ob das wirklich richtig war. Im Moment fühlt es sich wieder falsch an, aber wenn ich dann darüber nachdenke, wieder richtig. Ich hasse das einfach so sehr, wenn mein Bauchgefühl mir nicht wirklich weiterhelfen kann. Ich habe ja eh schon das Problem, dass mein Bauch immer laut schreit und ich dann trotzdem auf meinen Kopf höre. Aber nun habe ich mir endlich vorgenommen, wieder mehr auf mein Gefühl zu hören und dann versagt es. Leider hat mir das Nachdenken auch nicht viel gebracht, weil ungefühlt genausoviel Argumente dafür wie dagegen gesprochen haben. Frustrierend.
Mittlerweile habe ich mich ja schon ein wenig damit abgefunden, das der Juli eher nicht so mein Monat ist. Obwohl ich hoffe, dass die letzten Tage (heute ist der 25. Juli) noch ein wenig ruhiger verlaufen.
Was ich aber unbedingt mal los werden möchte, auch wenn ich häufig alles schlecht rede oder zumindest oft niedergeschlagen bin: ich bin eigentlich jemand, der sich leicht wieder motivieren kann. Und das liegt hauptsächlich daran, dass ich wirklich an das Schicksal glaube. Kingt jetzt doof, aber ich will mal versuchen, es zu erklären:
Ich denke mir eben einfach, dass es normal ist, dass es im Leben Höhen und Tiefen gibt und glaube fest daran, dass nach einer Phase, in der alles schief läuft, auch wieder eine Phase folgt, in der alles super ist. Und vor allem glaube ich daran, dass alles vorherbestimmt ist und einen gewissen Sinn hat. Ich motivierem ich also damit, dass das, was gerade scheiße läuft, in der Zukunft wieder auf etwas hinauslaufen wird, dass mein Leben dann positiv verändert. Als ich damals keinen Job gefunden und deshalb mein Abi noch gemacht habe, dachte ich, alles ist scheiße, weil ich ja eigentlich arbeiten wollte. Aber die Abizeit war eine der besten Zeiten meines Lebens und ich bin jetzt auch so stolz darauf, es gemacht zu haben - es hat also letztlich etwas gutes gehabt, dass ich nicht sofort ins Berufsleben einsteigen konnte.
Und egal, was in meinem Leben gerade passiert, ich sage mir dann immer, dass es einfach einen Grund hat und es wieder besser wird und das hilft mir wirklich.
Außerdem... um noch mal auf die Entscheidung zurück zu kommen. Ich habe mich so davor gefürchtet und lag nächtelang wach, aber jetzt ist es um und ich belächle mich fast, so einen Hype darum gemacht zu haben. Es erscheint einen anfangs immer schlimmer, als es wirklich ist und man muss sich dann auch einfach mal selbst klar machen: Es geht vorbei. Alles geht irgendwann vorbei. Und man wird es überlebe. Vielleicht ist es schwer, aber es macht einen ja nur stärker. Aber Fakt ist: nur weil mal etwas schief läuft, geht das Leben ja irgendwie weiter und oft ist danach alles besser als davor. Deswegen: Immer positiv denken, komme was wolle! Wir packen das. Wir sind nämlich viel stärker, als wir glauben.
Am Montag hatte ich übrigens 2jähriges Blogbestehen. Das ist ein wenig untergegangen, weil ich es nicht an die große Glocke gehängt habe. Aber tatsächlich gibt es meinen Blog jetzt schon 2 Jahre und ich bereue keinen einzigen Tag davon. Es macht so unglaublich viel Spaß und ihr seid so toll! Ich möchte euch wirklich noch mal von ganzem Herzen danken, dass ihr meinen Blog lest, kommentiert, verfolgt, etc. Ich weiß das wirklich zu schätzen. Auch wenn es manchmal anstregend ist oder ich keine Lust habe, schon wieder den halben Sonntag am Blog zu basteln, mache ich es doch gerne und ich mache es nicht nur für mich, sondern auch für euch.
Dann hatte nicht nur mein Blog Geburtstag, sondern auch ich. Jetzt bin ich offiziell alt. Obwohl ich schätze, dass 21 Jahre wohl noch nicht viel sind. Danke auch noch an alle, die mich beglückwünscht haben. Mein Geburtstag verlief übrigens recht unspektakulär. War ja ein normaler Arbeitstag, da konnte ich also nicht viel unternehmen. Aber manchmal reicht es auch schon, zu wissen, dass die Liebsten an einen gedacht haben - und mit ihnen vielleicht noch ein paar unbekannte, nette Leute, die man nur über das Internet kennt - und einfach wertzuschätzen, dass man wieder ein Jahr recht glücklich und gesund zu Ende gebracht hat.

Vorschau auf den August

Im August habe ich noch eine Woche Urlaub und kann vielleicht ein wenig entspannen, vom Juli runterkommen. Ich hatte ja neulich schon Urlaub, der mir auch gut getan hat. Aber durch meine Kölnreise war der Urlaub halt doch auch stressig und ereignisreich. Jetzt wird es Zeit, dass ich einfach mal die Seele baumeln lassen kann.
Auch buchtechnisch freue ich mich auf den August. Ich habe einige Bücher, die ich im August kaufen will, von denen ich jetzt schon weiß, ich werde sie lieben. Deshalb kann ich es kaum erwarten, dass der erste ist und ich zuschlagen kann. (Wer meine Spartipps gelesen hat, weiß, ich richte mich nach strengen Prinzipien und deshalb wird das Budget nicht überstrapaziert, sondern brav der neue Monat abgewartet.)
Aber wisst ihr, worauf ich mich eigentlich am meisten freue? Das ist nämlich gar nicht der August, sondern - wehe ihr lacht - Weihnachten. Eigentlich habe ich ja Angst vor der dunklen Jahrezeit, weil meine Stimmung dann immer ebenso dunkel ist, aber ich habe so Lust auf die Adventszeit und alles... Meine Güte, das ist echt bescheuert, aber ich kann es kaum erwarten.
Aber egal: Die Frage ist, was erwartet euch im August? Die Antwort lautet: viel. Der August ist nämlich so ziemlich komplett mit Montags-Rezis gespickt - teilweise zu nicht so alltäglichen Büchern - und dann gibt es auch wieder einen Neuzugänge-Post und wer weiß, was mir vielleicht noch einfällt. Ich freue mich jedenfalls auf diesen Blogmonat.

Famous last words

"Unser Schicksal tragen, heißt es besiegen."
Edward George Bulwer-Lytton

Jules :)

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