Montag, 6. Juli 2015

Auf den zweiten Blick: Unverhofft kommt oft (Moritz Hohenberg) [Q]

Hey ihr!

Der heutige Quickie nennt sich "Auf den zweiten Blick", stammt von Moritz Hohenberg und umfasst 25 Seiten. Er erschien bei Chaterhouse / Carlisle & Shepard - Publishing LLC.
Handen tut sie von Simon, welcher eines nachts angegeriffen wird und sich dabei in seinen Retter verguckt.


Beschreibung:

Nach seiner gescheiterten Beziehung ist Simon sich sicher: In sein Bett kommt nur noch Mr. Right. Trotzdem sucht er in einschlägigen Bars sein Glück. Dies wird ihm fast zum Verhängnis, als er deshalb von homophoben Schlägern bedroht wird. Im letzten Moment wird er gerettet und sein Held scheint auch noch genau das zu sein, was er sucht.

Meine Meinung:

Puh, hier muss ich aufpassen, was ich sage, damit es keiner in den falschen Hals bekommt.
Ich würde nicht sagen, dass diese Geschichte schon ein Porno ist, weil sie dafür zu viel Story drum herum hat. Allerdings ist es auch nicht viel mehr. Als konkrete Beschreibung würde ich wohl „erotische Kurzgeschichte“ wählen, weil es die Sache doch auf den Punkt bringt.
Man hat einfach einen gewissen Plot und der ist nicht mal schlecht, aber ein großer Teil der recht kurzen Geschichte ist eben Sex. Und zu diesem kommt es auch sehr schnell, obwohl man denkt, dass ihm das Ereignis zuvor doch noch in den Knochen stecken müsste.
Folglich kann man schon herauslesen, dass es mir ein wenig zu schnell dazu kommt, aber da es eben auch dem Erotikgenre zugerechnet werden kann, ist das jetzt vielleicht nicht so schlimm. Man darf halt nur keine romantische Geschichte erwarten. Es hat sogar einen Ticken Romantik, aber letztlich wird der eben nicht groß ausgereizt. Trotzdem fand ich die Geschichte sehr süß und irgendwie auch romantisch, wie sie da zusammenfinden.
Man kann also wirklich nicht sagen, dass der Geschichte irgendetwas fehlen würde.
Was auch klar macht, dass man es nicht als Porno deklarieren kann, ist, dass es sich kaum derber Wörter bedient und folglich weder plump noch obszön wirkt. Also mit anderen Worten: Die Sexszenen ist schon ansprechend.
Was ich noch gerne sagen muss: Der Titel ist jetzt nicht allzu passend gewählt. Ich finde, was damals war, wird kaum erläutert und echt nur sehr kurz angeschnitten. Es gibt dem ganzen Zwar seinen Sinn, ist aber so gar nicht Hauptbestandteil der Geschichte und deshalb wenig aussagekräftig. Im Vordergrund stehen eher die aktuellen Ereignisse und dann eben der Sex. Vielleicht hätte man da noch ein wenig mehr daraus machen können, aber schlecht fand ich diese Kurzgeschichte eben auch nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde behaupten, diese Geschichte ist für Leute geeignet, die gut verpackten Sex lesen möchte, der auch noch ansprechend und nicht ordinär ist. Wer wert auf große Romantik und Gefühle legt, ist hier aber eher falsch.

Es ist schon ein wenig paradox, dass ich, der ich so viel wert auf gute Sexszenen lege, nicht so begeistert von reinen Sexgeschichten bin, oder? Aber ich mag es einfach lieber, wenn eine gute Sexszene eine Handlung noch unterstreicht, statt selbst die Handlung zu bilden.
Jules :)

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