Mittwoch, 10. Juni 2015

Liebe in Zustellung (Melanie Elberfeld) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Ein neuer Quickie steht an. Diesmal geht es um "Liebe in Zustellung" von Melanie Elberfeld. Die Geschichte wird frei publiziert und handelt auf 32 Seiten von Chris, der sich in seinen Paketboten verliebt.


Beschreibung:

Chris kommt selten unter Leute und glaubt nicht, so der großen Liebe begegnen zu können, bis diese in Form des Paktbotens vor seiner Türe steht. So oft er kann, bestellt er Dinge und schickt sich sogar selbst Pakete, nur um den Mann so oft wie möglich zu sehen. Doch irgendwann fliegt dieses Spiel auf und obwohl die Situation ziemlich peinlich ist, scheint der Paketbote gar nicht abgeneigt. Aber kann Chris seine Schüchternheit ablegen, um die Sache zu intensivieren?

Meine Meinung:

Also hier finde ich es wieder schwer, meine Gedanken zu sortieren, aber ich will es versuchen.
Was mich sehr, sehr überzeugt hat, war, dass es für eine Kurzgeschichte eine doch recht detaillierte, lang gezogene Geschichte ergeben hat. Jetzt nicht im Sinne von langweilig, sondern im Sinne von: Wie-in-einem-richtigen-Roman.
Gut, das lag natürlich auch daran, dass man als Leser da einsteigt, wo schon eine gewisse Anziehung besteht und nur noch die weitere Entwicklung präsentiert bekommt, aber das habe ich nicht als Mangel empfunden. Ich glaube sogar, dass dieses erste Treffen, dass später angesprochen wird, auch einfach nicht interessant gewesen wäre.
Und sonst geht es für eine Kurzgeschichte einfach langsam voran und das finde ich echt klasse. So sollte es ja auch sein. Man kann ja nur einen kleinen Ausschnitt zu Papier bringen, aber wenn, dann eben spannend und ausführlich und der Sache würdig.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Geschichte einfach sehr erfrischend ist. Ich finde die Idee einfach putzig und wäre auf so was selbst nie gekommen. Aber genau das ist der springende Punkt: Es ist nicht nur so eine 0-8-15 Liebesgeschichte, sondern mal was anderes – eben das, was bei Kurzgeschichten den Reiz ausmachen sollte. Für mich sollte eine Kurzgeschichte eben das erzählen, was sich lohnt, erzählt zu werden, auch wenn es nicht Stoff für einen ganzen Roman ergibt. Und das wurde hier einfach perfekt umgesetzt.
Und dadurch, dass alles relativ langsam voran geht, wird es auch spannend. Man fragt sich zwangsläufig, wie es weiter gehen wird und obwohl einen klar ist, dass ein Happy End gibt, erahnt man nicht schon sofort, wie es dazu kommen wird.
Ich fand auch den leichten Humor, der in der Geschichte eingeflochten war, sehr schön. Ich musste mehrmals schmunzeln und hätte gerne auch noch viel mehr dazu gelesen. Hat mir wirklich gut gefallen.
Das einzige, was ich zu kritisieren habe, ist der Sex am Ende. Oder… es war ja nicht mal eine Sexszene, es war ja nu die Andeutung, dass es nun zur Sache geht. Ich finde, das hätte es gar nicht gebraucht, weil es auch so schon perfekt war. Aber es hat jetzt natürlich auch nicht alles kaputt gemacht.
Für einen Quickie echt super!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer sich nicht an der geringen Seitenanzahl stört, sollte hier dringend vorbeischauen. Ich bin sicher, dass wird jedes Gay-Romance-Fan-Herz höher schlagen lassen. Ich fand die Story wie gesagt sehr erfrischend und irgendwie gewieft, also einfach super.

Wie sagt man so schön: In der Kürze liegt die Würze?! Leider ist das ja in vielen Kurzgeschichten nicht so der Fall, umso mehr begeistert es mich, dass es hier so ist. :D
Jules :)

Kommentare:

  1. Ja, in der Kürze liegt die Würze, hast recht, das trifft auf manche Kurzgeschichten nicht zu. Aber hier eine echt schöne Rezi. ;)

    Liebe Grüße
    Jessi
    in-buechern-leben.blogspot.de

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