Samstag, 20. Juni 2015

...einfach Rajko (Kay Monroe)

Hallo!

So, diesmal geht es um "...einfach Rajko" von Kay Monroe. Es wird frei publiziert und umfasst 186 Seiten. Handeln tut es von Rajko, der nach vielen Schicksalsschlägen endlich sein Glück finden möchte.


Beschreibung:

Rajko hat schon eine Tiefschläge wegstecken müssen. Seine Pflegefamilie ist ihm kein Zuhause, seine Beziehung eine einzige Katastrophe. Als er es endlich schafft, alles hinter sich zu lassen, ist er tief verletzt und kann sich nicht vorstellen, dass ihn jemand lieben kann.
Als dann Philipp in sein Leben tritt, fällt es ihm schwer, sich auf ihn einzulassen, aber Philipp lässt nicht locker.

Meine Meinung:

Oh nein, ich mag es eigentlich gar nicht so sagen, aber um ehrlich zu sein, hat die Geschichte mich schon ein bisschen enttäuscht. Ich mochte den ersten Teil um Linus und Mika wirklich und habe mich total auf Rajkos Geschichte gefreut, weil ich ihn schon in der Vorgeschichte ins Herz geschlossen habe, und dann… war es einfach nicht wirklich meins.
Es hat ja noch ganz gut angefangen, ich mochte die Rückblicke und wie die ganze tragische Geschichte von ihm erzählt wurde. Ich mochte auch, dass man mitverfolgen kann, wie er sich wieder zu erholen versucht, aber seine Vergangenheit ihm eben noch nachhängt. Und es war auch schön zu sehen, dass er in Philipp jetzt jemanden gefunden hat, der einfach für ihn da ist, aber ab da war es mir dann einfach zu viel. Also zu viel im Sinne von: zu kitschig.
Ihr wisst, Kitsch ist so ziemlich das schlimmste für mich und dementsprechend fand ich die unzähligen Kosenamen und Liebeserklärungen einfach unerträglich. Was in einer gewissen Dosis sicher süß gewesen wäre, wurde hier wirklich bis zum Äußersten getrieben und hat mich doch sehr abgeschreckt.
Und ich fand auch die Entwicklung ab einem gewissen Punkt ein wenig zu krass. Es gab einfach viel zu viele Zufälle und ich frage mich, ob es so ein bombastisches Happy End hätte sein müssen, wenn auch das kleine Glück, dass Rajko mit und in Philipp gefunden hat, gereicht hätte.
Mich hat auch ein wenig genervt, dass ständig jemand am heulen war. Die Szenen waren ja teilweise echt rührend und haben mir auch gefallen, aber trotzdem hat sich dieses kollektive Jammern zu sehr in dem Buch ausgedehnt, finde ich.
Natürlich gab es auch positive Dinge am Buch: Der Stil, die Sexszenen, dieses anfangs zarte Anbandelnd zwischen Rajko und Philipp, das alles hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich bin nur leider der Meinung, dass man auch eine romantische Geschichte daraus hätte machen können, wenn man sich an der einen oder anderen Stelle etwas zurück gehalten hätte. Für viele mag das sicher noch romantisch und eben nicht zu viel sein, für mich aber leider nicht.
Trotzdem ist es irgendwie so, dass die Geschichte mir nicht zwingend negativ in Erinnerung bleibt. Es ist auch nicht so, dass sie mir nicht gefallen hat. Ich habe nur irgendwie etwas anderes erwartet und gehofft, dass nicht alles so zuckersüß dargestellt wird. Ich bin sicher, ohne das hätte die Story bei mir voll ins Schwarze getroffen. Also denkt jetzt nicht, dass es eine schlechte Geschichte ist – sie ist nur einfach nicht perfekt umgesetzt, finde ich. 

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eine süße Geschichte ist es definitiv und deshalb wird sie das Herz von Gay Romance Liebhabern sicher höher schlagen lassen. Ansonsten finde ich sie, wie schon gesagt, ein wenig sehr kitschig, also nur lesen, wenn ihr wirklich auf sowas steht.

Es ist schwierig zu erklären, dass einen ein Buch ganz gut gefallen hat, wenn man so viel zu kritisieren findet. Das wirkt dann unglaubwürdig, aber ich kanns ja auch nicht anders sagen, als oben. Ich hoffe, ihr wisst, was ich euch zu erklären versucht habe. :o
Jules :)

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