Montag, 25. Mai 2015

Choices and Changes (K. L. Belanger) [E]

Hi ihr!

Heute mal wieder eine Rezension zu einem englischsprachigen Buch. Ich weiß auch nicht warum, aber im Moment stehe ich total darauf, auf Englisch zu lesen.
Es geht also diesmal um „Choices and Changes“ von K. L. Belanger. Das Buch umfasst 235 Seiten, erschien bei Dreamspinner Press und handelt von Bo, welcher sich auf einer Party in ein Mädchen verliebt, das leider gar keines ist.
Ich bin der Meinung, dass Buch gibt es noch nicht auf Deutsch, aber ich kann mich auch irren.


Beschreibung:


Kurz vor seinem 25. Geburtstag muss Bo feststellen, dass er mit seinem Leben nicht mehr zufrieden ist. Jedes Wochenende stumpfsinnge Partys zu besuchen und unter der Woche für seinen Vater zu schuften reicht ihm nicht mehr.
Als sein bester Freund Mac ihn trotzseiner Proteste auf eine weitere Party mitschleift, findet Bo dort das Mädchen seiner Träume. Das einzige Problem an ihr ist, dass sie kein Mädchen ist.
Trotz allem möchte Bo es wagen und trifft sich weiterhin mit Erick. Dieser zeigt ihm, dass er sein Leben selbst n die Hand nehmen muss und das, obwohl Erick selbst einige Probleme zu bewältigen hat.

Meine Meinung:


Auch von diesem Buch bin ich eigentlich recht begeistert. Ich finde es irgendwie schön, wie Bo und Erick zueinander finden, auch wenn das, was man in der Beschreibung auch lesen kann, eigentlich erst der Anfang ist. Gerade den finde ich aber so unglaublich schön, weil es so langsam voran geht, was ich hier aber wirklich gut finde. Bo weiß ja vorher nicht, dass er auf Jungs steht und ich finde, da ist das Tempo, dass in der Geschichte herrscht, einfach perfekt. Und obwohl es eigentlich weder sonderlich romantisch ist, hat dieses Kennlernen etwas wirklich Zauberhaftes an sich. Ja, zauberhaft im Sinne von: Man spürt dieses gewissen Zauber, der herrscht, wenn zwei Personen merken, sie sind füreinander bestimmt, einfach irgendwie durch die Art, wie dieses Aufeinandertreffen erzählt wird.
Schön fand ich dabei auch, dass es zwar neu für ihn ist, auch auf Jungs zu stehen, dass er da aber für sich selbst keine große Sache daraus macht. Klar hat er Angst vor der Reaktion des Umfelds, aber eben nicht vor sich selbst. Er akzeptiert es einfach, nimmt hin, dass es wohl nicht nur eine Phase ist und versucht einfach, damit jetzt zu leben.
Wenn sie dann zusammen sind, dann wird es eigentlich erst richtig spannend oder vielleicht eher kompliziert. Bo muss sich mit einigen Veränderungen in seinem Leben arrangieren und einiges meistern, was das Buch einfach noch mal richtig interessant macht. Sehr schön finde ich, dass er dabei oft einige recht tiefsinnige Gespräche führt. Ich mag es, wenn etwas auch mal ein wenig nachdenklicher oder ernster angesprochen wird und nicht immer alles so Friede, Freude, Eierkuchen und super leicht zu lösen ist, etc. Ein bisschen finde ich auch, enthält das Buch eine Message, die man ruhig in sein eigenes Leben übertragen kann.
Allerdings muss ich hier zugeben, dass es mir an mancher Stelle fast schon zu viel Gerede war. Klar, die Gespräche haben mir gut gefallen, aber manchmal bin ich der Meinung, muss man nicht alles ausdiskutieren, sondern einfach machen. Dadurch hat sich die Geschichte auch ein wenig in die Länge gezogen, was jetzt noch nicht schlimm war, aber auch hätte vermieden werden können.
Das ist allerdings so ziemlich meine einzige Kritik. Obwohl, eines muss ich noch ansprechen. Etwas, was mich immer ein wenig stört. Es ist nämlich so, dass Bos einer Bruder dann irgendwie auch schwul ist und das hat mich echt genervt. Wisst ihr… das ist eben etwas, das kritisiere ich so oft. Reicht es nicht, wenn einer schwul ist? Müssen denn immer gleich alle schwul sein? Das ist so unrealistisch. Ich meine klar, es gibt ja nichts, was es nicht gibt, aber meistens ist es halt nicht so und dann nervt es mich einfach total, wenn es in den Büchern immer so kommt. Es ist halt auch nicht so, als hätte es in der Geschichte jetzt unbedingt so sein müssen und wenn es dann nicht mal einen Grund hat, dass man das so gestaltet hat, dann finde ich es echt unnötig.
Gleichzeitig muss ich an der Stelle aber auch noch etwas seeeehr, seeeehr positiv hervorheben: Bo spricht von sich selbst als bisexuell und das ist einfach nur großartig. Ich finde es so affig, wenn es immer so dargestellt wird, als wäre jemand von jetzt auf gleich schwul, obwohl er vorher mit einer Frau glücklich war. Man kann auch einfach bisexuell sein und es tut so gut, endlich mal ein vernünftiges Buch zu lesen, in dem der Protagonist nicht von total hetero zu total schwul wechselt. 

Verständlichkeit:

Dieses Buch ist kein Jugendbuch, sondern ein ganz normales, folglich finde ich die Sprache auch ein wenig anspruchsvoller. (Man hat mich übrigens darauf aufmerksam gemacht, dass ein Jugendbuch auch schwer zu lesen sein kann, weil es ja Jugendsprache enthalten könnte. Daran habe ich gar nicht gedacht und darauf werde ich künftig auch achten, wenn ich euch mal wieder ein Jugendbuch auf Englisch vorstellen sollte.)
Ich habe gemerkt, dass ich mich gerade am Anfang ein weniger schwerer in die Geschichte eingefunden habe, weil es doch einige Vokabeln enthielt, die ich gar nicht kannte. Vieles konnte man zwar wieder aus dem Zusammenhang erkennen, aber oft musste ich auch einfach nachschlagen. Das gibt sich aber nach einer Weile, zum einen, weil man gewisse Wörter dann kennt, zum anderen, weil man dann im Thema ist und den Satz auch ohne Nachschlagen eher versteht. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist es meiner Meinung nach auch wieder möglich, sind komplett in die Geschichte fallen zu lassen. Soll heißen, man liest sie dann ganz flüssig, als würde man seine Muttersprache lesen.
Es ist jetzt auch wirklich nicht so, dass das Englisch sehr anspruchsvoll wäre oder so. Ich glaube, wenn man einen gewissen Wortschatz hat, dann kann man damit nichts falsch machen.
Mir ist aufgefallen, dass es oft ein wenig Umgangssprache enthielt. Das ist natürlich nichts, was man in der Schule lernt, aber vielleicht habt ihr gewisse Kenntnisse darin (Spiele? Youtuber? Filme?), so dass es euch nicht schwer fällt, es zu verstehen. Ich hatte diese Kenntnisse jetzt nicht, aber ich konnte es mir trotzdem denken und fand es jetzt nicht so schlimm, dass Umgangssprache darin aufgetaucht ist. Viele dieser… nennen wir es mal Redewendungen, gibt es ja auch im Deutschen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Also erstmal zur Geschichte selbst: ich finde, es ist eine schöne Gay Romance Geschichte, die aber auch ein wenig etwas tiefgründiges hat und in der sich nicht nur alles um Liebe und Sex dreht. Wer solche etwas ernsteren Bücher mag, wird hier sicher begeistert sein.
Was die Sprache angeht, finde ich es schwierig, wenn man das Buch jetzt lesen will, um Englisch zu lernen. Hier bin ich der Meinung, dass man schon einen gewissen Wortschatz braucht, um gut durchzukommen. Wer jetzt, wie ich, der Meinung ist, ein gutes Vokabular zu besitzen und einfach nur aus Spaß ein englischsprachiges Buch lesen will, der sollte hier eher zugreifen.

Bei englischsprachigen Büchern bin ich irgendwie kritischer, was die Auswahl angeht. Das ist echt ganz schlimm, weil ich es mir so echt schwer mache, welche zu finden. Ich habe zwar noch eine kleine Wunschliste, aber eben nur eine kleine. Wenn ihr noch ein gutes kennt, könnt ihr es mir gerne empfehlen. Vielleicht ist da ja noch was für mich dabei.
Jules :)

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