Mittwoch, 29. April 2015

Ohne dich...: Manchmal muss man gehen, um zurückkehren zu können (Gabriele Oscuro) [Q]

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder Zeit für einen Quickie. Heute geht es um "Ohne dich" von Gabriele Oscuro. Die Kurzgeschichte umfasst 98 Seiten und erschien bei BookRix.
Handeln tut sie von Mika und Lorenz, deren Beziehung bald am Alltag zu scheitern droht.


Beschreibung:

Es ist Liebe auf den ersten Blick aber nach einigen Jahren steht Lorenz Arbeit über seinem Freund Mika, der sich nach und nach vernachlässigt fühlt. Als er merkt, dass es ihm selbst nicht mehr gut tut, trennt er sich von Lorenz und stürzt sie damit beide in Unglück. Aber manchmal muss man eben gehen, um zurückkehren zu können... 

Meine Meinung:

Ich fand das Buch einfach nur sehr emotional. Meine Güte, was musste ich teilweise weinen. Ich bin ja eh nah am Wasser gebaut, aber diese Geschichte berührt einen einfach wirklich.
Ich finde, an einigen Stellen ist es ein wenig übertrieben kitschig, soll heißen, dieses ganze „für immer“ und „für einander bestimmt“, finde ich etwas zu viel. Ich weiß nicht, ob es eine solche Liebe im wahren Leben wirklich gibt, oder ob das etwas übertrieben dargestellt wird, aber das lässt mich immer skeptisch eine Braue hochziehen, wenn ich so etwas lese.
Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte aber sehr gut gefallen und ich würde sie jetzt auch nicht als super kitschig und mega übertrieben einordnen.
Ich mochte den Stil sehr gerne. Obwohl es eine relativ kurze Seitenanzahl hat, vermisst man rein gar nichts. Alles ist sehr ausführlich und es gibt zwar Zeitsprünge, aber ich bin der Meinung, dass die berechtigt sind und man die Zeit dazwischen auch nicht wirklich ausführen muss.
Eigentlich sind es hier sogar zwei Geschichten in einer, denn es wird erst die Story von Mika und Lorenz und dann noch die Geschichte von Martin und Levi erzählt. Die erste finde ich ein wenig emotionaler, weil man da nicht nur das Wiederfinden, sondern auch die Trennung miterlebt und es folglich auch ein wenig besser nachvollziehen kann.
Bei Levi und Martin liest man dann nur, wie Martin wieder zurückkommt und hat deshalb nicht so einen starken Bezug zu der ganzen Geschichte, wie beim ersten Teil. Trotzdem wird es ja rückblickend erzählt und man kann es nachvollziehen und mitfühlen. Aber eben nicht so intensiv, wie bei der von Mika und Lorenz. (Ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will. xD) Ich fand die zweite Geschichte teilweise einfach ein wenig zu fantastisch. Sie ist so mafiosomäßig, was in der Geschichte auch so gesagt wird. Das mildert das Ganze dann zwar etwas ab, aber trotzdem finde ich ein wenig zu weit hergeholt. Davon ab, ist dieser Teil des Buchs aber dann trotzdem sehr schön.
Die Geschichte ist ja sozusagen die Vorgeschichte zu „531 Tage“. Man kann beide Geschichten unabhängig von einander lesen und ich habe tatsächlich erst „531 Tage“ gelesen und dann diese hier. Deshalb kann ich bezeugen, dass man „Ohne dich“ wirklich nicht zwingend schon kennen muss, allerdings finde ich es doch ratsam, weil man dann einfach ein wenig besser in „531 Tage“ durchsteigt. Manche Dinge sind hier einfach genauer beschrieben und werden im anderen Teil erst noch erwähnt.
Andersrum finde ich es hier aber noch ein wenig emotionaler, wenn man schon weiß, worauf es in 531 Tage hinauslaufen wird – es gibt also immer ein Für und Wider.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Die Geschichte ist eigentlich typisch Gay Romance – und zwar mit sehr viel Emotion gespickt. Wer mal wieder etwas sehr romantisches und rührendes lesen will, ist hier genau richtig. Ich finde jedenfalls, die Geschichte lohnt sich wirklich und ist richtig gut gemacht.

Ich habe heute fünf Rezensionen geschrieben. Ich glaube, meine Finger fallen gleich ab. Außerdem ist jetzt schon wieder so spät, wo kommt nur immer die Zeit hin? Ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich lange für die Rezis brauche, aber dann ist es doch so! :o
Jules :)

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