Samstag, 25. April 2015

Der Pakt (Marc Weiherhof)

Hallo

Das heutige Buch nennt sich "Der Pakt"*, stammt von Marc Weiherhof und umfasst 224 Seiten. Es erschien im Himmelstürmer Verlag. Der Thriller handelt von Xaver, der versucht die Mörder seines Vaters ausfindig zu machen.


Beschreibung:

Weil er Informationen über eine geheime Organisation gesammelt und zu veröffentlichen gedroht hat, musste Xavers Vater auf grausame Weise sterben. Hinterlassen hat er ihm genau diese Informationen und so ist es kein Wunder, dass sich Xaver kurz darauf in Lebensgefahr befindet. Dennoch möchte er herausfinden, was genau der Grund für den Tod seines Vaters war und wer dahinter steckt. Hilfe bekommt er dabei von Bodyguard Kai und FBI-Agent Nathan. Doch so einsam und verloren, wie er sich fühlt, gelingt es ihm kaum, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass er Gefühle für beide Männer entwickelt, die ihn erst recht aus der Bahn werfen und sein Urteilsvermögen trügen.

Meine Meinung:

Nun, dafür dass ich keinen Crime mag, mochte ich die Geschichte schon sehr. Oder um genauer zu sein, habe ich bis 2 Uhr nachts gelesen, weil ich nicht aufhören könnte. Wunder geschehen, oder so…
Man muss der Geschichte eben einfach zu Gute halten, dass sie sehr spannend ist. Die Story ist verzwickt und man kann sich nicht vorstellen, wie Xaver aus diesem ganzen Schlamassel entkommen kann. Ich meine, klar kann man die Zusammenhänge erahnen und irgendwie auch, wie die einzelnen Personen ins Geschehen passen, aber obwohl es einem irgendwie schon vorher klar ist, überrascht die Geschichte einen mit unerwarteten Wendungen und neuen Erkenntnissen.
Ich mochte auch, dass diese ganze Folter und alles anderes so schön dargestellt worden sind. Es wird nicht nur angeschnitten sondern wirklich detailliert erläutert. Das ist zwar irgendwie auch eklig, aber eben so genau meines. Wenn man solche Dinge schon einbringt, muss man halt auch den Mut haben, sie auszuschreiben.
Auch sonst fand ich es gut beschrieben: Man konnte z.B. bei der Verfolgungsjagd oder Flucht mitfiebern und sich einfach komplett in die Geschichte fallen lassen. Das zeugt schon von einem guten Stil.
Ansonsten fand ich die Komplexität der Story sehr gut. Alles wirkte sehr durchdacht und trotzdem wurde man nicht mit Infos überladen. Z.B. fand ich gut, dass man genau wusste, was dieser Pakt ist, tut und warum er „böse“ ist, aber trotzdem nicht von wirtschaftlichen Zusammenhängen erschlagen wurde.
Auch gut fand ich die Charaktere und wie sie in die Story integriert wurden. Jeder hatte so seine Daseinsberechtigung und in der Geschichte so seine nachvollziehbare Rolle. Niemand war eigentlich nur reine Randfigur. Das fand ich schön.
Zu guter letzt fand ich auch noch dieses Hin und Her mit Kai und Nate klasse. Man ahnt natürlich fast sofort, wer es ernst meint, aber trotzdem ist es spannend, Xavers aufgewühlte Gefühlswelt mitverfolgen zu können. Das hat mir gut gefallen. Allgemein mochte ich, dass es zwar eine Liebesgeschichte enthält, aber kaum Romantik. Es muss ja nicht immer alles nur durch die rosarote Brille geschrieben werden, schon gar nicht, wenn es eigentlich in Richtung Crime geht.
Bevor ihr jetzt aber denkt, ich hätte keine Kritik, muss ich euch enttäuschen. Empört hat mich nämlich, dass es keine Sexszene gab. Die Geschichte hat an der einen oder anderen Stelle schon wirklich Funken versprüht und dann wird der finale Sex einfach übergangen. Ich bin enttäuscht, ich lese so gerne gute Sexszenen und hier hätte sie so gut gepasst.
Und auch schade fand ich das Ende. Es ist eben einfach ein offenes Ende. Ich meine, die Geschichte ist abgeschlossen, aber dann kommt dieser Epilog, der eben doch wieder etwas andeutet, dass dann nicht ausgeführt wird. Kommt da jetzt noch ein weiterer Teil? Wenn ja, dann weiß ich nicht, ob das wirklich nötig gewesen wäre. Wenn nein, dann ist das Ende nur umso frustrierender. Ich meine, man kann damit leben, aber fies ist es schon.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Crime-Fans kommen hier voll auf ihre kosten und auch wenn man es – wie ich – nicht so mag, kann es einen ansprechen, weil es eben einfach spannend ist. Lesenswert ist es auf jeden Fall.

Irgendwann werde ich noch Crime-Fan, wartet es nur ab. Deswegen habe ich auch so „Angst“ ein Fantasy-Buch zu lesen. Am Ende gefällt es mir und dann erweitert sich meine Wunschliste gleich um 500 Bücher. Das kann ich nicht zulassen!
Jules :)



* Diese Geschichte wurde mir von Marc Weiherhof zu Rezensionszwecken überlassen. Noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Kommentare:

  1. Kann man sich nicht mal bloß in eine Person verknallen?

    Insgesamt klingt es ja alles wirklich toll, aber ich kenn mich ja. Das Hin und Her wird mich aufrege. Schade.

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    1. Na toll, hab ich bloß den halben Kommentar kopiert. Jedenfalls wollte ich sagen, dass es eigentlich total mein Genre ist, mich aber mal wieder diese Dreieckskiste stört. Das nervt echt total.

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  2. Nun, zur Verteidigung des Buches muss ich dir sagen, dass sich diese Dreiecksgeschichte auf ein Minimum beschränkt und es eigentlich auch irgendwie klar ist, dass er sich zwar zu Nathan etwas hingezogen fühlt, aber keine richtig stakren Gefühle für ihn hat.
    Es ist also keine Dreiecksgeschichte, in der man sich die ganze Zeit frustriert die Haare raufen muss.
    Und immerhin ist es nicht unser absoluter Horror: eine Dreiecksbeziehung. :'D
    Grundsätzlich gebe ich dir aber recht.

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