Mittwoch, 18. März 2015

Lustsplitter (Dani Merati) [Q]

Hey ihr!

Auf die heutige Kurzgeschichte freue ich mich ja ganz besonders, weil sie aus meinem Lieblingsgenre kommt: Es geht um "Lustsplitter" von Dani Merati, welches 51 Seiten umfasst, als eBook erhältlich ist und frei publiziert wird. Darin wird eine BDSM-Szene von beiden Seiten beschrieben.



Beschreibung:

Nachdem sie mehrmals im Club zusammen gespielt haben, lädt Gregor den gehemmten Sub Leon zu sich nach Hause ein, um ihn dort in entspannterer Atmosphäre in ihr Spiel zu verwickeln. Die darauffolgende BDSM-Szene wird daraufhin sowohl aus Gregors als auch aus Leons Sicht geschildert.

Meine Meinung:

Bevor jetzt alle denken, dass das Buch einfach nur plumpe Erotik ist, muss ich sofort intervenieren. Zwar steht wirklich nur die BDSM/Sex-Szene im Vordergrund, aber auf eine Art und Weise, dass es eben nicht einfach nur eine pornoartige Geschichte ist, sondern etwas, dass versucht, beide Sichtweisen darin auf eher ästhetische Art und Weise zu beleuchten
Ich finde jetzt nicht, dass es eine supermitreißende Szene ist. Vielleicht auch nicht total distanziert, aber man merkt, dass es nicht rein um den Sex geht, sondern um das dahinter.

Es beginnt mit Gregor und das hat mich schon gut gefallen. Es wird recht schlüssig erklärt, was Gregor mit Leon vor hat und wie dies ihm Befriedigung verschafft. Gleichzeitig erkennt der Leser aber auch, dass es ihm wichtig ist, dass Leon auf seine Kosten kommt und entspannen kann. Überhaupt mochte ich, wie dargestellt wird, was Gregor eben alles tut, um Leon ein gutes Gefühl zu geben. Der ist ja doch sehr gehemmt und aufgeregt und so, wie Gregor mit ihm umgeht, gelingt es ihm dann, sich wirklich fallen zu lassen. Es ist schön, wenn gezeigt wird, dass ein Dom auch dazu da ist, seinen Sub zu beruhigen und zu unterstützen und auch irgendwo zu motivieren.
Das wird noch schön durch die Hintergrundgeschichte unterstrichen. Diese finde ich überhaupt sehr gut, weil es so nicht nur reiner Sex ist und es den Charakteren auch ein wenig mehr Persönlichkeit verschafft.
Auch aus Leons Sicht fand ich die Geschichte gut, wenn nicht sogar noch besser. Es wird einfach schön beschrieben, wie viel der Sex auch dem Sub bringt. Es gibt ja noch immer Leute, die nicht glauben können, dass einen auch die Qual Lust verschaffen kann und hier liest man dies aber sehr schön. Und es zeigt, was dahinter steckt. Dieser Wunsch, zum einen seinem Dom, zum anderen aber auch sich selbst zu genügen, quasi sich und dem Dom etwas zu beweisen und über sich selbst hinauszuwachsen. Das macht ja oft den Reiz aus und das ist es ja dann auch, was dem Sub ein gutes (Selbstwert-)gefühl gibt.
Vielleicht schwärme ich jetzt auch nur so, weil ich die Idee hinter der Geschichte einfach so unglaublich gut finde, aber es ist auch wirklich gut gelungen.


Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Für Neueinsteiger in dieses Genre dürfte das Buch super sein, um erst mal einen guten Überblick über die Sache zu bekommen und sich in diese Gedankenwelt einzufinden. Aber auch, wenn man im BDSM-Bereich bewandert ist, lohnt es sich sicher, diese Kurzgeschichte zu lesen.
Natürlich empfehle ich es trotzdem erst ab 18 Jahren.

Ich sitze schon wieder viel zu lange am PC und schreibe Rezensionen. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch ein Leben habe, oder ob meine ganze Freizeit nur für Bücher und den Blog drauf geht. Es ist ja nicht mal traurig oder nervig, weil es mir ja auch noch Spaß macht. :D
Jules :)

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