Samstag, 28. Februar 2015

Wenigstens für eine Nacht (C. Griethe)

Hey ihr!

Der heutige Roman nennt sich "Wenigstens für eine Nacht", stammt von C. Griethe und wird frei publiziert. Auf 192 Seiten geht es um Julian, der sich in einen Gast des Lokals verliebt, in dem er arbeitet.



Beschreibung:

Julian arbeitet in einem kleinen Lokal, in dem in letzter Zeit Sebastian und seine Freunde Stammgäste geworden sind. Fast augenblicklich hat er sich in Sebastian verliebt und muss nun jedesmal seine Gefühle unter Kontrolle kriegen, wenn er diesem begegnet. Doch als ausgerechnet der neue Mitarbeiter ein Freund von Sebastian ist, kann Julian diesem nicht mehr entkommen und findet sich auch im Privatleben mit ihm konfrontiert. Dann bitttet Sebastian ihn auch noch um einen wichtigen Gefallen und plötztlich steht seines (Gefühls-)welt komplett Kopf.

Meine Meinung:

Ihr wisst ja, dass meine Meinung zu C. Griethe bisher sehr gespalten war und deshalb habe ich auch noch ein drittes Buch gekauft, um zu sehen, zu welcher ich nun eher tendieren soll. Und ich muss sagen, dieses Buch hat mich absolut überzeugt!
Die Geschichte ist einfach nur wahnsinnig niedlich, ich liebe Julian und Sebastian und die Art und Weise, wie sie zu einander finden. Obwohl ich nicht auf Kitsch stehe und die Geschichte teilweise schon ein wenig schnulzig ist, hat es mich nicht daran gehindert, sie förmlich aufzusaugen. Irgendwie war die Story einfach die für mich perfekte Mischung aus Romantik, Drama und einfacher Alltagsszenerie, die mich total begeistert. Aus dieser Sicht ist das Buch einfach top, selbst wenn es an mancher Stelle schon ein wenig übertrieben wirkt.
Man muss natürlich sagen, dass die Geschichte schon ein wenig extravagant ist. Sowas passiert im wahren Leben wohl eher nicht, aber das macht ja nichts. Dafür ist es eben eine Geschichte - und eine putzige, romantische noch dazu.  Und auch die Sexszenen fand ich schön, wenn es denn endlich mal dazu kam. (Leider werden die Zwei oft unterbrochen, was mich ein wenig verstimmt hat, aber sich noch im Rahmen hält.)
Ich muss allerdings kritsieren, dass der Stil hier irgendwie nicht so wirklich gelungen rüberkommt. Mir ist aufgefallen, dass aus Nebensätzen oft Hauptsätze gemacht worden sind und ich dann darüber gestolpert bin, weil da einfach kein Punkt sondern ein Komma dazwischen gehört. Irgendwie ist es mir in den anderen Büchern von Griethe bisher nicht aufgefallen (oder war es da einfach nicht so?), aber hier war es echt extrem und nervig. Das ist jedoch sehr schade, weil die super Geschichte dadurch ein wenig ihren Glanz verliert. Das hat wieder was von "Gut gedacht, schlecht gemacht", weil man das Buch einfach noch viel mehr loben könnte, wenn es nur gescheite Sätze beinhalten würde.
Was kann man sonst kritisieren? Wie gesagt, war der Kitsch für mich diesmal erträglich, aber tortzdem vorhanden. Gerade am Ende. Da war es mir fast zu viel und es lag wohl nur an der bisher tollen Story, dass ich darüber so hinwegsehen konnte. Es wird zwar dann auch ein wenig märchenhaft, aber davon sollte sich nicht der Gesamteindruck des Buchs beeinflussen lassen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wer auf Liebesgeschichten mit ein wenig Drama steht, ist hier genau richtig. Und auch wenn es schon ein wenig märchenhaft ist (immerhin ist Sebastian reich, etc.), finde ich trotzdem, dass es noch eine gute Portion Alltag enthält, die das ganze glaubhaft macht. Wer also auf eine zuckersüße Liebesgeschichte Lust hat, ist hier genau richtig.

Du meine Güte! Ich hatte ja über Weihnachten Urlaub und da hatte ich so viel Zeit zum Lesen, dass ich jetzt bereits bis März Rezensionen auf Vorrat habe. Ihr habt da zwar nichts davon, außer weiterhin regelmäßige Posts, aber für mich bedeutet das deutlich weniger Stress. Ist doch auch was.
Jules :)

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