Mittwoch, 11. Februar 2015

Warum die Nähe zu seinen Lesern so wichtig ist [K]

Hey Leute!

Ich weiß gar nicht richtig, wie ich anfangen soll, weil es diesmal keinen wirklichen Anlass gibt, sondern eher mehrere Faktoren, die zusammenspielen und mich letztlich auf diese Idee gebracht haben. Ich finde es nämlich ungeheuer wichtig, dass das hier mal gesagt wird. Aber vielleicht sollte ich mal am Anfang beginnen.
In meinem Freundeskreis bin ich ja nun nicht der einzige, der versessen nach guten Büchern ist und eine gute Freundin von mir ist vor kurzem wahnsinnig ausgeflippt, weil sie es geschafft hat, auf Twitter ein längeres Gespräch mit ihrer Lieblingsautorin zu führen. Ich fand das unglaublich niedlich und musste ein wenig schmunzeln, aber ich kann sie schon verstehen. Jene Autorin ist es ja schließlich, die verfasst hat, was ihr Leben bereichert hat. Da ist es nur klar, dass sie diese ähnlich wie einen gefeierten Popstar vergöttert. Und so geht es doch sicher nicht nur meiner Freundin, sondern vielen von uns.
Auch ich spreche mittlerweile aus Erfahrung. Ich erwarte eigentlich nicht, dass sich ein Autor/eine Autorin für eine Rezension bedankt. Ehrlich nicht. Aber wenn sich dann doch mal jemand auf meinen Blog verirrt und dann auch noch Danke sagt, dann freut mich das schon sehr. Vor allem, wenn ich weiß, dass ich mit meinem Lob auch ihm/ihr eine Freude machen konnte oder wenn ich davon ausgehen kann, dass meine Kritik auf Gehör gestoßen ist.
(Im Übrigen hat mir neulich meine absolute Lieblingsautorin gedankt. Ich habe vielleicht eine halbe Stunde nur auf die Nachricht gestarrt und wusste gar nicht, was antworten. Wahrscheinlich ist meine Antwort dann auch so ziemlich die größte Scheiße geworden, die ich je verzapft habe, weil ich so wahnsinnig aufgeregt war und gar nicht klar denken konnte. – Verdammt peinlich. Ich möchte mich hiermit ganz offiziell entschuldigen, normalerweise bin ich nicht so komisch. – Sowas ist mir echt noch nie passiert. Nicht mal bei einem hübschen Jungen. XD Und da hab ich noch über meine Freundin geschmunzelt, als die ganz aus dem Häuschen war…)
Egal! Fakt ist jedenfalls, dass ich es sehr wichtig finde, wenn der Autor sich dessen, was ich oben gesagt habe, bewusst wird und eine gewisse Fannähe schafft. Man muss sich schließlich immer vor Augen halten, dass es die Leser sind, welche die Bücher kaufen. Letztlich sind sie es ja, die dafür sorgen, dass ein Autor Erfolg hat und seinen Traum Leben kann. Diese Anerkennung sollte man unbedingt wertschätzen. Deshalb finde ich es auch reichlich arrogant, wenn ein Autor nicht in Kontakt mit seinen Fans treten will. Es ist nun wirklich nicht zu viel verlangt, gerade in Zeiten der Social Networks, wenn man auf Facebook oder Twitter auf Fragen seiner Leser antwortet. Noch besser, wenn man vielleicht sogar eine Kontaktadresse oder eine Homepage unterhält, auf der man sich mit seinen Lesern austauschen kann. Mal ganz davon ab, dass man so jede Menge positives Feedback bekommt, zeigt man seinen Fans gleichzeitig, dass man ihnen dankbar ist. Wenn dies nicht geschieht, dann ist das schon wahnsinnig traurig.
Ich finde auch, dass es das Mindeste ist, im Nachwort oder in der Danksagung seine Leser zu erwähnen. Was nützt es denn, wenn man allen dankt, die an dem Buch mitgewirkt haben, und dabei vergisst, denen zu danken, die letztlich die ganze Arbeit würdigen? Nichts! Eben!
Was ich auch immer wichtig finde, sind Signierstunden oder Lesungen und ähnliches. Sich mal zu zeigen und sein Buch selbst zu vermarkten, ist immer besser, als es nur irgendwo on zu stellen und sich selbst zurückzuziehen. Okay, wer lieber anonym bleiben möchte, kann das ja tun, aber dann kann man zumindest eines der oben genannten Beispiele in Erwägung ziehen, um mit seinen Lesern Kontakt zu halten.
Mag sein, dass mir nicht alle zustimmen und es viele nicht wichtig finden, mit einem Autor in Verbindung zu treten, aber ich bin schon der Meinung, dass es ein besseres Licht auf denjenigen wirft, wenn man zumindest die Möglichkeit dazu hätte.
Was ich auch eine ganz großartige Idee finde, sind Geschichten, an denen der Autor am Ende wirklich danach fragt, was der Leser denkt, wie es z.B. weiter geht oder was sie glauben, warum sich manche Dinge so und so entwickelt haben.
Ein gutes Beispiel dafür ist eine Geschichte, die ich neulich erst rezensiert habe. (Klick mich!) Darin geht es zwar sogar um eine wahre Begebenheit, aber wichtig ist ja nur, dass der Autor seine Leser zu einer Diskussion angeregt hat. Ich finde das total klasse und bin der Meinung, dass man so Fans gewinnt. Es macht nämlich richtig Spaß, einfach mal seine eigene Meinung zu einer Geschichte sagen zu können. Also nicht in Form einer Rezension, sondern auf das bezogen, was in dem Buch so geschehen ist und was man davon hält.
Okay, ich merke schon, ich finde keine richtigen Worte, um auszudrücken, was ich eigentlich ausdrücken möchte, aber ich hoffe, ihr versteht mich auch so.
Letztlich bin ich einfach der Ansicht, ein reger Kontakt zu seinen Fans kann nicht schaden, sondern zahlt sich in vielen Fällen auch noch aus und macht seine Leser glücklich. Ich weiß nicht, warum es in unserer Gesellschaft so schwer geworden ist, einfach mal ein wenig Dankbarkeit zu zeigen, aber das ist wohl eine andere Geschichte... Sagen wir einfach, wir sollten gerade deshalb umso mehr die Autoren wertschätzen, die dazu noch in der Lage sind.

Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo Jules,
    ich finde es als Autor ebenso wichtig, mit den Fans in Kontakt zu treten. Dabei geht es mir manchmal ähnlich wie dir... mir fehlen im wahrsten Sinn die Worte, wenn mich jemand anschreibt, weil er/sie meine Bücher und Geschichten mag. Das kommt mir immer noch unreal vor. Natürlich freue ich mich über jeden Kontakt, über Feedback und Rezensionen. Es ist ein besonderes Gefühl, für jemanden ein Buch zu signieren und ich mache so etwas wirklich gern. (Auf der Leipziger Buchmesse werde ich auch eine Signierstunde haben :-) )
    Ich finde, du hast einen wirklich tollen blog. Es ist mir immer wieder eine Freude hier vorbeizuschauen.
    lg
    Karo Stein

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    1. Hey :)
      Das ist schön und auch wichtig, wie ich ja schon oben gesagt habe. Es ist ja nicht nur für den Leser toll, seine Freude über das Buch verkünden zu können, sondern auch für den Autor, wenn er liebe Kommentare zu seinem Buch erhält. Deswegen finde ich diesen Austausch auch so wichtig.
      Ich weiß noch nicht, ob ich auf der Buchmesse sein werde, aber wenn, dann komme ich bestimmt bei deiner Signierstunde vorbei.
      Haha, und danke, das freut mich wirklich sehr. :)
      lg Jules

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