Samstag, 17. Januar 2015

Shades of Pain (S. de Lacri / M. Luther)

Hey ihr!

Das heutige Buch nennt sich "Shades of Pain", stammt von S. de Lacri und M. Luther und umfasst 134 Seiten. Ihr könnt es auf Amazon erwerben. Handeln tut es von Kommissar Alex, der einen Mordfall aufdecken muss, in dem bald auch sein Sohn verwickelt ist.


Beschreibung:

Nach dem Fund der kopflosen Leiche eines jungen Mannes nehmen die Kommissare Alex und Sally die Ermittlungen auf. Leider scheinen alle Fährten ins Leere zu Laufen und so langsam rennt ihnen die Zeit davon. Kurz darauf wird auch noch Alex' Sohn Steven in einen Unfall verwickelt und angeklagt. Ehe sie sich versehen, laufen beide Fälle zusammen und plötzlich geht es für Alex nicht nur um einen ungelösten Fall, sondern um das Leben seines eigenen Sohnes.

Meine Meinung:

Das ist wieder so ein typsiches Buch, von dem ich nicht weiß, was ich dazu sagen soll, weil ich so komplett gemischte Gefühle hege. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, hat das Buch mich in gewisser Hinsicht schon sehr enttäuscht, weil es einfach gar nicht hält, was es verspricht. Rein vom Titel her würde man dann doch eher einen Psychothriller erwarten, mit vielen Gewaltelementen und eben physischen (und vielleicht auch psychischen ) Schmerzen. Das ist so gar nicht der Fall. Für mich ist das ein einfacher Krimi, der so gar keine Leidensgeschichte oder Extreme beinhaltet. Im Gegenteil. Obwohl der Titel "Shades of Pain" verspricht, werden solche Szenen überhaupt nicht beschrieben.
Am auffälligsten ist es, wenn Alex' Sohn Steven auf den Plan tritt. Zunächst werden auch Elemente aus seiner Sicht erzählt, aber am Ende, wenn er das Opfer ist, kommt seine Sicht nicht mehr wirklich zum Tragen. Man liest noch, wie er eingesperrt ist, aber was ihm danach widerfährt, wieder nicht.

Letztlich ist es ein einfacher Krimi, der an sich nicht mal schlecht ist. Manchmal finde ich, wird zwar zu viel offenstichliches zu den Polizeiarbeiten erklärt, aber an sich finde ich die Story und den Stil trotzdem gut. Es ist spannend, mitreißend und am Ende gibt es eine unerwartete Handlung, die ich sehr mochte. Zwar finde ich, dass es am Ende doch recht schnell geht, aber dafür ist die Mitte der Geschichte ein einziger Höhepunkt. Man kann sich einfach gar nicht vorstellen, wie es ausgeht.
Was paradoxer Weise gleichzeitig negativ und positiv ist, ist das Thema Gay Romance in diesem Roman. Für mich ist das kein Gay ROmance, weil nicht wirklich eine schwule Liebesgeschichte eingeflochten wird.Der eigentliche Protagonist ist ja nicht mal schwul. Ich finde also, dass man hier nicht von diesem Genre reden sollte.
Steve und das erste Opfer sind hingegen schon schwul und ich finde es irgendwie ganz schön, dass diese Tatsache so nebensächlich behandelt wird. Das macht es zu einem Krimi, der sich dadurch positiv hervorhebt, dass er Homosexualität einfach mit einfließen lässt und somit auch nach außen hin selbstverständlich wirken lässt. (Leider ist es ja auch in der heutigen Zeit für manche immer noch nicht normal, homosexuell zu sein.)
Fakt ist aber für mich, dass es kein zentraler Punkt der Geschichte ist und somit kein Gay Romance in meinen Augen. Da macht auch die homoerotische Szene das Kraut nicht mehr fett - obwohl ich Sexszenen ja generll befürworte, finde ich sie hier tatsächlich eher unpassend. Sie wirkt wie der krampfhafte Versuch, das Ganze noch in das Boys Love Genre zu pressen.
Zusammenfassend also ein richtiger guter Krimi, der sicher begeistern würde, wenn am Anfang nicht so ein gänzlich falsches Bild davon suggeriert werden würde.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:


Für Crime-Fans ist das sicher ein schönes Buch, aber für alle, die damit nichts anfangen können, lohnt sich der Kauf eher nicht. Wer auf den Gay Romance Aspekt setzt, hat hier eher verloren. Wenn ihr aber damit leben könnt, dass die Geschichte Homosexualität nur am Rande anscheidet, dann ist das Buch vielleicht doch eine Überlegung wert.

Ihr wisst ja, dass ich auf der Suche nach guten Psychothrillern bin, die sich auch noch im Bereich Gay Romance bewegen. Diesmal ist mir das nicht so gut gelungen, aber vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp für mich. Immer her mit Vorschlägen!#
Jules :)

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