Donnerstag, 25. Dezember 2014

Zuckerstangen und Herzchenwaffeln (Coco Zinva)

Hallo ihre Lieben!

Einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch. Heute möchte ich euch Coco Zinvas "Zuckerstangen und Herzchenwaffeln" vorstellen. Die Geschichte umfasst 153 Seiten und ist auf Amazon erhältlich.
Handeln tut sie von Chris, dessen weihnachtliche Ruhe vom schillernden Anton zerstört wird.


Beschreibung:

Chris versucht auf einer einsamen Holzhütte dem Weihnachtsstress zu entgehen. Er rechnet nicht mit Anton, der wegen einer Autopanne plötzlich vor seiner Tür steht. Obwohl dieser ein bunter Vogel ist, hat er etwas an  sich, das Chris sofort fasziniert. Mit seiner offenen Art zerstört er nicht nur Chris' Ruhe, sondern auch dessen Einsamkeit.

Meine Meinung:

Was mir hier gut gefallen hat war, dass es zwar eine äußerst süße Liebesgeschichte ist, die aber dennoch ohne Kitsch auskommt. Natürlich geht das ganze Verlieben unglaublich schnell und das finde ich ein wenig übertrieben. Trotzdem ist es nicht so, dass die Charaktere die ganze Zeit vor sich Hinschmachten und was soll man bei einer weihnachtlichen Kurzgeschichtre auch anderes erwarten.
Wenn ich schon das Thema Weihnachten anschneide, sollte ich erwähnen, dass hier der Spagat zwischen weihnachtlicher Romantik und Normalität gelungen ist. Es spielt an Weihnachten, handelt von Weihnachten, aber wird dennoch nicht übertrieben festlich dargestellt. Davor habe ich ja immer Angst bei solchen Geschichten.
Der Stil gefällt mir ebenfalls gut. Ausführlich, aber nicht auf Unwichtiges beschränkt. Er liest sich flüssig und man kann ganz in die Geschichte abtauchen. Am Anfang kam ein wenig viel Umgangssprache zu. Ich kann gar nicht mehr so genau sagen, ob es sich mit Weiterschreiten der Geschichte bessert oder man es einfach nicht mehr bemerkt, aber ich konnte mich am Ende nicht mehr darüber beklagen.
Das Ende ist aus Sicht von Anton. Eigentlich finde ich es blöd, wenn so plötztlich für ein einziges Kapitel die Perspektive gewechselt wird, aber hier passte es ganz gut, weil es auch ein wenig anders gestaltet worden ist, als die vorherigen Kapitel, und weil man so noch einmal die Geschichte aus Antons Sicht erleben konnte.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die Geschichte sei nicht vorhersehbar. Man muss ihr aber zu Gute halten, dass sie sich dennoch ein wenig Spannung behält. Also ist das auch gar nicht weiter schlimm.
Schön fand ich auch die Sexszenen, auch sehr passend und nicht gezwungen in die Situation eingefügt.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde es als seichte Liebesgeschichte in weihnachtlicher Atmosphäre beschreiben. Und wer in Feststimmung ist und genau sowas sucht, ist hier goldrichtig und wird sicher nicht enttäuscht. Ansonsten kann ich sagen, dass man das gut und gerne auch schon ab 14 Jahren lesen kann.

So viel Weihnachtsgeschichten habe ich schon ewig nicht mehr gelesen. Irgendwie hat es aber auch Spaß gemacht. Sonst scheue ich mich ja immer davor, aber dieses Jahr hat es mich dann doch in Stimmung versetzt.
Jules :)

Kommentare:

  1. Hey,

    ich hab das Buch bei einer Verlosung gewonnen und war wirklich neugierig darauf, weil die Bloggerin so davon geschwärmt hat.

    Mir hat ja Anton richtig gut gefallen, weil die Autorin es geschafft hat seine wörtliche Rede seinem Charaker anzupassen. Er ist ja echt eine Quasselstrippe und da reicht es nicht einfach möglichst viele Sätze hintereinander zu reihen, sondern ich finde die Sätze müssen auch zueinander passen und so klingen, als sprudelten sie Anton direkt aus dem Mund. Das hat Coco Zinva wirklich gut hinbekommen.

    Chris fand ich teilweise echt ätzend, vor allem weil er es ja nicht fertig gebracht hat Anton beim Namen zu nennen. Das fand ich echt extrem nervig.

    Insgesamt hat es mir aber gut gefallen.

    Grüße.
    Julia

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    1. Das stimmt. Das ist hier wirklich sehr gelungen. Auch wenn er für meinen Geschmack so oder so zu viel redet. Trotzdem fand ich ihn niedlich und liebenswert.
      Das trifft irgendwie auf die ganze Geschichte zu: Niedlich und liebenswert.
      Chris mochte ich eigentlich auch, aber dass er ihn nicht beim Namen genannt hat, ist mir auch aufgefallen und hat mich ein wenig gestört. (Sowas hat immer etwas sehr kitschiges und da hört es bei mir schon auf. :D)

      Grüße :)

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    2. Ob ich privat mit ihm auskommen würde, kann ich gar nicht sagen, aber im Buch hat er mir nicht zu viel geredet. Das fand ich ganz erfrischend.
      :D Ich hab in meiner Rezi geschrieben das der Titel gut passt, weil die Geschichte herzig und zuckrig ist. ^^
      Mh kitschig nicht unbedingt, aber es war einfach zu viel des guten. Entweder man bleibt bei einem Kosenamen oder man nimmt keinen, aber das waren ja bestimmt 15 Stück oder so.

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